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  • Einen rote Leitpfosten gibt es im Assetspack von S Bahn Rostock als einzelpfosten und als Tool.

    Intel Core i5-8600k 6x 3.6GHz (Turbo bis 4.3GHz) + CPU Towerkühler_ Gigabyte Z370 Mainboard_ NVIDIA GeForce Gainward RTX 3060 12GB_ 32 GB DDR4 RAM_ 500GB Samsung 960 Evo, M.2, NVMe für Betriebssystem _ 2,0TB HDD SATA3 für MSTS _ 2 TB SSD, Sata für TS2021 _ Windows 10 64bit_ MDCC, 248 Mbit/s

  • First a historical question. Is there any zugsicherung on schmallspur strecken.

    @Kim_olesen1: Nein eine richtige Zugsicherung gibt es auf diesen Schmalspurstrecken nicht, da sie wie auch viele Nebenbahnen im Vereinfachten Nebenbahnbetrieb betrieben wird und selbst echte Signaltechnik abseits von Signaltafeln ist eine Seltenheit. Im Gebiet der DB hätte man wohl Zugleitbetrieb dazu gesagt, auch wenn es da kleine Unterschiede gibt ;)


    @mihu65: Stimmt aber die gibt es dort nur als Doppelpack mit 9m Abstand, was für meine schmalen Straßen nicht passt und wenn ich wie hier ein einzelnen Leitpfosten bräuchte hilft mir das auch nichts :whistling: Wenn es mich irgendwann mal so sehr stört, bau ich mir vielleicht selbst welche, aber das seh ich aktuell noch nicht ;)


    Aber bevor wir uns noch zu tief ins Mikromanagement verlieren, mache ich lieber schnell weiter, um davon abzulenken, denn jetzt wird es wieder spannender im Wilischtal. Jeweils 1,5m von den Ortschaften Weißbach und Grießbach entfernt, wird hier unten im Tal der nächste Bahnhof direkt neben der Straße erreicht :D


    km 3,74 - Haltestelle Grießbach (Teil 1):


    Das es zwischen der Wilischtalbahn und der Preßnitztalbahn doch zahlreiche Parallelen und Kreuzverweise gibt, hab ich ja schon paarmal erwähnt, und wenn der Haltepunkt Wilischau mit seiner hölzernen Wartehalle das Equivalent zu Streckewalde ist, dann ist Grießbach der Zwilling von Großrückerswalde, denn vom Gleisplan her sind sie doch sehr ähnlich und nur spiegelverkehrt, wenn man Grießbach gerade ziehen würde ^^


    1946 endete hier der Güterverkehr und im Zuge dessen wurden sämtliche Nebengleise abgebaut und gingen wie tausende andere als entbehrlich angesehenen Streckenkilometer im Bereich der SBZ als Reparationsleistung an die Sowjetunion. Da es im Thumer Netz aber ohnehin schon vergleichsweise viele reine Haltepunkte gibt, hab ich den Bahnhof natürlich wiederhergestellt ;)


    Die erst 1912 errichtete Wartehalle ist die erste der Typenbauten für das Thumer Netz und gleicht denen auf der 1911 erbauten letzten Strecke nach Meinersdorf in Jahnsbach, Hormersdorf und Gornsdorf, wovon sie aber die kleinste im Bunde ist. Heute ist nur noch das Fundament vorhanden, was man unter den Bäumen und Gestrüpp kaum noch ausmachen kann (etwa mittig im zweiten Bild oben). Von den anderen existiert nur noch die in Jahnsbach in einem sehr gepflegtem Zustand. Und auch der Freiabtritt ist ein ganz typischer im Thumer Netz, den wir noch häufiger sehen werden Außerdem gab es bis 1920 noch einen privaten Lagerschuppen zwischen der Staatsstraße und Gleis 1 ;)


    Im Bereich der Ladestraße halten heutzutage die Busse im Wilischtal. Direkt im Anschluss an den kleinen, aber sehr interessant gelegenen Bahnhof, geht es auf der dritten Wilischbrücke wieder zurück ans westliche Ufer, wo sie für die nächsten 6km auch bleiben wird...

  • km 3,74 - Haltestelle Grießbach (Teil 2):


    Einer der Güterkunden in Grießbach war die Büchelmühle gegenüber vom Bahnhof, die über eine Transportbrücke direkten Zugang zum Ladegleis hatte, was auch aus dem Originalgleisplan hervorgeht. Wie lange diese Bestand hatte ist ungewiss, da es nur wenige Fotos vom Bahnhof aus der Zeit vor 1946 gibt und auf keiner ist sie zusehen :whistling:


    Während die "Straße" nach dem namensgebenden Grießbach nicht über den Status eines geschotterten Feldwegs hinausgekommen ist, kreuzt die Bahn auf der anderen Talseite direkt nach der Wilischbrücke die besser ausgebaute Straße nach Weißbach...


    ...und schmiegt sich daraufhin an die Gelenauer Straße an, nachdem diese ebenfalls den Fluss überquert hat, und folgt ihr auf einigen hundert Metern unmittelbar am Fahrbahnrand - aller Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln zum trotz ^^ Die alte Steinbogenbrücke aus der Zeit, bevor es hier im Wilischtal dampfte, ist mittlerweile auch schon auf eine Spur verengt und wird wohl bald einem Neubau weichen müssen, wenn sie nicht saniert wird :/

  • km 3,74 - Haltestelle Grießbach (Teil 3):



    Der andere wichtige Abnehmer im Güterverkehr war das Kalkwerk Grießbach, dass hier seit 1810 Bergbau im Lerchenberg betrieb und wohl das Freiladegleis zum Güterumschlag nutzte. Mit der Errichtung der Hochbauten 1912 im Bahnhof gab es auch konkrete Pläne, das Stumpfgleis bis ins Kalkwerk zu verlängern, aber ob es tatsächlich auch so umgesetzt wurde, ist umstritten. Denn bereits 1920 wurde das Kalkwerk geschlossen, nachdem der Bergbau nicht mehr ergiebig genug und die Lagerstätte aufgebraucht war. Bevor es dazu kam, ist wohl diese Postkarte entstanden, als auch noch das Bahnhofsrestaurant florierte ^^


    Seither verfallen die Reste des Kalkwerks zusehens, aber zumindest die beiden 1861 erbauten massiven Rüdersdorfer Kalköfen sind auch nach 100 Jahren noch immer sehr beeindruckend und trotzen mit ihren dicken Mauern noch der Natur und den wuchernden Birken, die früher oder später die Mauern sprengen werden. Woran wohl auch der Denkmalschutz nicht viel ändern wird :/


    Wie gesagt folgt die Bahn nach der Brücke der Straße nach Gelenau und verläuft auf knapp einem Kilometer unmittelbar Parallel zu ihr (und dem Mühlgraben der Büchelmühle), so wie es auch zum Großteil auf der Strecke Schönfeld-Wiesa - Geyer der Fall ist. Auch wenn die Chaussee über all die Jahre schon einige schattenwerfenden Bäume eingebüßt hat, so kann man sich noch gut vorstellen, wie sie sich hier heiße Rennen mit dem Straßenverkehr liefern konnte :ugly: Die Geschwindigkeit im Bereich des Bahnübergangs wurde in späteren Jahren aber noch auf Schritttempo begrenzt ;)


    Und damit endet auch der erste landschaftliche Abschnitt. Jetzt wird das Tal viel offener und weiter mit hoher Sichtweite, während die kleine Bahn durch blühende Wiesen der wichtigsten Unterwegsstation entgegenrollen wird...

  • Nein fehlt es nicht, aber soviel gibts da auch nicht mit Schattenwurf bei nahezu glatten Oberflächen. Da kommt es nur bei den Öffnungen wirklich zum tragen und wenn es wie oben gerade komplett im Schatten des Berges liegt, sieht es nunmal ziemlich gleich beleuchtet aus. Zu günstigeren Uhrzeiten geht das ^^

  • Was sagt der Herr mit dem Schnauzbart immer: "Ein Träumchen".
    Mann kann sich ja verkünsteln, aber bitte nur kurz überlegen, wie bekommt man die Türme gealtert, denn so sauber waren die nur einmal, vor dem ersten Anschüren, dann nie wieder.
    Wenn keiner ne Idee hat, lassen.

    Keine Hilfe und Auskunft per PN, da meist von allgemeinem Interesse. Diese Fragen bitte im Forum stellen.

    2 Mal editiert, zuletzt von StS ()

  • ...eine einfache Maßnahme wäre schon, Helligkeit herausnehmen und mehr abdunkeln und dann etwas bei den Farbeinstellung mit gelb und blau spielen. Man kann auch z.B. in Photoshop eine neue Ebene einfügen und mit dem Spray eine dezente Verschmutzung anlegen. Als eigene Ebene lässt sich da gut mit spielen und man kann diese Ebene dann eventuell auch für andere Texturen mitbenutzen.


    Gruß Bernd

    System: HP Z800, 2 x Xeon 5550 2,66 Ghz, 96 GB RAM, Nvidia Quadro 4000

  • Ich komme aus Zschopau und habe als kleiner Junge Stunden auf dem alten Bahndamm verbracht..bin hundertemal auf und ab gefahren...und ich muss sagen es is so gut geworden! Man weiß granicht ob es nun Echt is oder doch der Simulator ;) Bin begeistert und freue mich riesig auf die Strecke!

  • Ach so wirklich verschmutzt sind die eigentlich gar nicht. Als die noch in Betrieb waren, hatten die ja noch 18m hohe Schornsteine mit der Ofengicht aufgesetzt, die den Rauch abzogen und sonst wurden die ja nur mit Kalkstein beschickt, was die eher noch weißer werden lassen würde :ugly: Aber natürlich gibt es eigentlich ein paar mehr Farbunterschiede, weil als Baumaterial genommen wurde, was man eh schon aus dem Berg geholt hat. Also hab ich zumindest noch etwas Patina aufgetragen ^^


    @143er Ja auf ganz hohem Niveau, wenn man sich schon über sowas streitet^^ Ne falsch ist es eigentlich nicht, ich hab es nur in seinem Ursprungszustand nachgebaut, denn diese offensichtliche Verformung am oberen Rand stammt eindeutig von der besagten Beschädigung durch Baumwurzeln und gefrorenem Eis in den daraus entstandenen Rissen im Gemäuer. Durch die jahrzehntelangen Ablagerungen von Laub hat sich auf den Öfen bereits öfters ein kleiner Wald entwickelt, der alle paar Jahre mal zurückgeschnitten wird. Die Wurzeln treiben die Mauern aber unweigerlich auseinander und daher sieht es oben bereits aus, wie bei einem alten Pinsel und die Fugen zwischen den Steinen treten immer stärker hervor. Diese Beschädigung ist aber nicht bei beiden gleich, einer ist stärker davon betroffen und das war bereits 1956 so, wie auf dem Bild hier. Ob da vielleicht noch Schäden im Krieg dazugekommen sind oder es beim Abbruch der Schornsteine dazu kam, weiß ich nicht *denk*


    Wie das früher aussah, sieht man ja ein wenig auf der alten Postkarte, hat aber auch von der Grundform Ähnlichkeit mit den Kalköfen in Pockau-Lengefeld hier (von den Verbindungsbauten abgesehen):

    (Bild von Dr. Bernd Gross - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43620040)


    Auf jedenfall brauch ich später ja noch intakte Kalköfen, also von daher will ich mir da ein weiteres Modell sparen :ugly:

  • Deinem Modell der Öfen fehlt definitiv noch das AO - ansonsten ist es wie immer eine Wucht was du zeigst!

    Das dachte ich auch sofort als ich die ersten Bilder gesehen habe, aber in den Vertiefungen ist ja eindeutig Schatten zu sehen.
    Was da fehlt ist die AO am Boden. Die meisten vergessen beim AO rendern, dass sich ja auch ein Schatten zunehmend zum Boden hin entwickelt. Man muss also beim Rendern eine Plane unter das Modell legen, damit die Objekte unten abgedunkelt werden.


    Den Effekt sieht man wunderbar hier ein diesem Rendershot vom Badischen Bahnhof. Man sieht an der Bahnsteigkante wie der vorhandene Boden die Helligkeit beeinflusst. Da wo kein Boden ist, ist das Modell quasie auch von unten beleuchtet worden.



    Nachtrag:
    Auch hier sieht man an den Seitenflächen wie sich der Schatten an der unteren Kante ausbildet.

  • Das stimmt, das mache ich grundsätzlich nicht, weil meine Gebäude nur sehr selten auf ebenem Grund stehen und ich daher stets noch einen halben Meter Fundament dazugebe, um das auszugleichen. Das würde dann merkwürdige Schattenkanten erzeugen und nicht immer passen. Außerdem wäre es damit nicht mehr flexibel einsetzbar für andere Untergründe, was für mich und alle die meine Assets nutzen wollen ein entscheidender Faktor ist ^^ Den Rest muss die TS-Beleuchtung eben ausmachen ;)


    Ich hab das hier mit den Kalköfen aber nochmal probiert und wie man sieht, sieht man nicht viel, da sich auf so einem pyramidenförmigen Objekt kaum Schatten vom Boden abbildet, außer ganz am unteren Rand, wo das Fundament senkrecht ist. Dazu kommt, das es sich durch Texture Tiling kaum Farbnuancen machen lassen, ohne dass sie merkwürdig wiederholende Muster ergeben, also hab ich den Schmutz in die Lightmap eingepflegt, wo man ihn bei direkter Beleuchtung aber kaum noch sieht. Im Schatten umso mehr :ugly: Für ein Objekt, dass keine bahnrelevante Funktion hat und nur ein POI-Objekt abseits der Strecke ist, ist das aber nun Aufwand genug :whistling:

  • Weiter gehts entlang der Straße, mit der sich die Bahn das Planum teilt. Nachdem der erste Mühlgrabenzufluss überquert ist, wird es noch enger und es geht auf einer Stützmauer voran, die auch heute noch vorhanden ist. Der Mühlgraben ist längst verfüllt und dient heute wohl nur noch der Straßenentwässerung ;)


    Nach dem auch der zweite Grabenzufluss überquert ist, der nebenbei auch noch einen Fischteich speist, verbleibt die Straße auf diesem Niveau, während die Strecke weiter ansteigt. Aus diesem Grund hat sie sich wohl auch dazu entschieden nun getrennte Wege zu gehn und schwenkt dazu von der Straße ein Stück weg und verläuft nun wieder auf eigenem Damm in etwas Abstand zur Straße und jetzt hinter den Alleebäumen ^^


    Bei km 4,55 laufen Bahn und Straße nun endgültig auseinander und während die Strecke sich hier weiter am Hang entlanghangelt, wechselt die Straße auf die andere Talseite und sie werden wir erst bei der Einfahrt von Gelenau wiedersehen, was man von hier aus bereits sehen könnte, wenn es denn schon fertig wär :whistling: Daher gibt es bis dorthin hier auch das letzte Vergleichsbild aus der damaligen Betriebszeit und damit wir auch recht bald den bedeutendsten Zwischenbahnhof der Strecke erreichen, geht es auf den nächsten 1,6km auf die sogenannte Rennstrecke. Der letzte Mitte der 60er Jahre noch runderneuerte Oberbauabschnitt, bevor die Rationalisierungsmaßahmen beschlossen und damit das Verschwinden von zahlreichen Strecken besiegelt wurden, erlaubte hier dem Lokpersonal, die kleinen Maschienchen mal so richtig auszufahren und alles aus ihnen herauszuholen. Also die vollen 30km/h!!! *lach*

  • ...wieder sehr schön.
    @Holzlaender
    Was mir besonders gefällt, bei Dir ist die Vegetation nicht so hoch. Das alleine macht schon viel aus und dann die bunte Mischung.
    ..und nicht zu vergessen, die Kuhtränke. Ich habe auch noch eine in Blender, aber leider noch nicht fertig.


    Aber, fehlt Dir ein DDR-Briefkasten? :D Ich baue morgen einen, Texturen habe ich schon und in Hetzdorf und Leubsdorf brauche ich den.


    Gruß Bernd

    System: HP Z800, 2 x Xeon 5550 2,66 Ghz, 96 GB RAM, Nvidia Quadro 4000

  • Briefkästen gibt es im S Bahn Rostock Asset Packs.

    Intel Core i5-8600k 6x 3.6GHz (Turbo bis 4.3GHz) + CPU Towerkühler_ Gigabyte Z370 Mainboard_ NVIDIA GeForce Gainward RTX 3060 12GB_ 32 GB DDR4 RAM_ 500GB Samsung 960 Evo, M.2, NVMe für Betriebssystem _ 2,0TB HDD SATA3 für MSTS _ 2 TB SSD, Sata für TS2021 _ Windows 10 64bit_ MDCC, 248 Mbit/s

  • @bernd_NdeM Ja das Unkraut versenke ich meistens etwas, wenn es sonst zu dominant werden würde. Das mach ich mittlerweile schon ohne nachzudenken und würde mich direkt anspringen, wenn ichs nicht machen würde ^^ Falls jemand den großen Fischteich auf den Bildern vermisst hat, der wäre hier. Ist übrigens der größte im Einzugsgebiet des Thumer Netzes:


    Eine Kuhtränke wäre sicherlich praktisch, sieht man ja häufiger hier im ländlichen Raum. Einen DDR-Briefkasten hatte ich ja bereits am Bahnhof Großrückerswalde angebaut, den bräuchte ich ja nur separieren und mit ner Rückwand versehen. Glaub die bei der S-Bahn Rostock haben auch keine Rückwand, also die zumindest die Hängevariante nicht. Aber so oft brauch ich den ja bisher nicht...wird sich vielleicht ändern, wenn es quer durch die Ortschaften geht im letzten Drittel ;)


    So schön Landschaftsbilder an sich schon sind, wirkt das Ganze ja erst so richtig mit dem einigermaßen passenden Rollmaterial. Gut dass ich da noch was auf Lager hab :D