Ja und genau dafür hab ich bewusst die meisten Fotos im Herbst und Winter geschossen, wenn die ganzen Laubbäume kein schattiges Blätterkleid tragen und vorallem die üblicherweise entlang von ehemaligen Bahntrassen sprießenden Bäume sonst jegliche Sicht verhindern würden auf das, was man früher ohne sie gesehen hätte. Zum anderen aber auch um Landschaftsformen in Wäldern besser zu erkennen oder Details dahinter, die doch sehr maßgeblich sein können ![]()
Projekt Wolkensteiner Schweiz
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- in Entwicklung
- Holzlaender
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Der Nachteil ist halt, die Maulwurfshügel sind größtenteils verdeckt und müssen so eben nur fiktiv eingesetzt werden.

Weltklasse Arbeit, ehrlich, was anderes kann man dazu nicht sagen.
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Danke Andreas und das mache ich natürlich auch...also weiter

Da ich mich bei der Landschaftsmodellierung und -gestaltung immer von einer Staustufe zur nächsten vorarbeite, die sich hier - wie in so vielen Tälern in den Mittelgebirgen - ja fast nahtlos seit Jahrhunderten aneinandereihen und die Kraft des Wassers nutzen und nie mehr als ein Mühlgraben gleichzeit Wasser aus dem Fluss abzapft und wieder zurückführt, dauert es immer ein wenig, bis wieder Vorzeigbares zu sehen ist. Weil ich dabei immer bis zur nächsten Staustufe vorausarbeiten und von dort wieder entlang des Mühlgrabens zurücklaufen muss, weil das ein unverzichtbarer Anhaltspunkt für die Gestaltung ist...Wasser muss ja immer talwärts fließen
Der Bahn wäre das ja ziemlich Wurst, die hat ihre festgelegte Steigung und folgt ihrem projektierten Pfad nahezu unabhängig von der Landschaft. Dafür geht es dann bei der Ausgestaltung umso schneller, wenn die Landschaft schon Kilometer voraus fertig vorbereitet ist 
Aber das nur nebenbei, zurück im Wilischtal gehts nach der sonnigen Wiese direkt in die nächste scharfe Kurve - dieses mal nur noch 90° mit 60m Radius. Im Übrigen werden sämtliche Kurven unter 65m Radius auf der Strecke nur mit Schritttempo durchfahren, was nicht signalisiert wird und nur im Buchfahrplan vermerkt ist. Danach wird aber stets wieder hochsignalisiert

Direkt danach folgt auch schon die zweite Wilischbrücke und damit gehts wieder zurück auf die linke Flussseite und die nächste etwas moderatere Kurve kommt auch schon in Sicht

Nach dieser ist auch nun der Punkt erreicht, wo das Foto auf der Tafel am Haltepunkt Wilischau entstand...
km 3,01 - Anschl. Spinnerei Weißbach der Gebrüder Schüller AG (Teil 1):
Einer der wenigen Standorte auf der unteren Wilischtalbahn, wo es auch mal Fotos der damaligen Zeit gab...für mich völlig unverständlich, was es bisher doch nicht so unfotogen
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km 3,01 - Anschl. Spinnerei Weißbach der Gebrüder Schüller AG (Teil 2):
Und dabei ist dieser Fotostandpunkt von unten betrachtet noch deutlich eindrucksvoller und zweifelsohne ein Blickfang entlang der Strecke
Wäre nur noch damit zu toppen, dass eine alte Burg auf dem Felsen stehen würde
Nach der Enteignung der Schüller AG 1952 gehörte die ehemalige Spinnerei samt Gleisanschluß der FDGB Vermögensverwaltung, spätestens Mitte der 60er Jahre fand hier aber keine Bedienung mehr statt und die Anschlussgleise wurden entfernt. Heute hat sich hier ein kleines Sägewerk angesiedelt

Das eigentliche Werk lag allerdings jenseits des Flusses am Weißbacher Ufer. Die baufällige historische Brücke dorthin wurde mittlerweile zuerst auf Fußgängerbreite verengt und schließlich gänzlich gesperrt, so dass man (speziell ich für die Fotos^^) einen erheblichen Umweg gehen muss, um dorthin zu gelangen. Schließlich führt die Straße weiter hinauf zur Weißbacher Straße von Grießbach, zu der wir noch kommen werden. Glücklicherweise sind bis auf paar kleinere Nebengebäude noch sämtliche Gebäude des Werks vorhanden, der Gewerkschaftsbund der DDR hatte hier die FDGB-Bezirkschule "Albert Funk" eingerichtet, was man unschwer am Schultypischen Eingang noch erkennen kann
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km 3,4 - Wasserkunst im Wilischtal:
Weiter gehts am Flussufer entlang auf den bisher steilsten Streckenabschnitt hinauf nach Grießbach und dabei wird ein kleiner Sturzbach eines Seitentals überquert, der durch Bahn- und Straßenbau ein wenig in seinem natürlichen Fluss eingeengt wird
Währenddessen nähert sich die Bahn nach langer Zeit allmählich wieder der Gelenauer Straße an und dabei kommt sie an der größten Staustufe der Wilisch vorbei, die schon beinahe einer kleinen Talsperre ähnelt und die Spinnerei Weißbach versorgt...
...und trotzdem gibt es von diesem Abschnitt ebenso keinerlei Fotos aus der Betriebszeit der Bahn, wenn es hier nicht im März 1915 nach einem Unwetter zu einem Unfall gekommen wäre, wo eine IVK mitsamt dem nachfolgenden Packwagen wegen des unterspülten Damms beinahe ein unfreiwilliges Bad im Stausee genommen hätte. Zumindest das Lokpersonal konnte noch rechtzeitig abspringen. Ein malerischer Anblick muss es trotzallem gewesen sein und auch wenn das Wehr schon einige Zeit aufgelassen wurde, kann man an der über Jahrzehnte eingewachsenen Wasserkante noch gut erahnen, wie es hier mal ausgesehen haben muss
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@Holzlaender, es ist immer wieder beeindruckend mit welchen Elan sowie Ausdauer und Begeisterung Du Meter für Meter machst um die ganzen Details umzusetzen, die früher einmal da waren und das teilweise nur aus den Gedächtnis ohne irgendeine Bildvorlage aus früherer Zeit zu haben ist beachtenswert.
So viel liebe wie Du hinein steckst habe ich ehrlich gesagt noch nicht gesehen und das wohlgemerkt in eine Freeware Strecke. Ich sage danke und wünsche Dir noch viele Erfolge und Freude beim Bau und vor allem bleibe gesund.
Gruß
Bahnfreak -
@Holzlaender
wieder super umgesetzt. Nach der letzten Sonderfahrt mit IVk zum letzten in Betrieb befindlichen Anschluss bin ich die Strecke abgelaufen - ich kann mich noch gut erinnern.
Heute habe ich aber - endlich - mal etwas zum Meckern
Die bundesrepublikanischen Leitpfosten gab es aber zur Zeit der Bahn noch nicht. Damals waren - wenn überhaupt, dort Leitstein positioniert
und die DDR-Leitpfostern waren doch auch irgendwie mit roter Binde, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.Freue mich schon auf den nächsten Abschnitt, aber die richtig arbeitsintensiven (Ortsdurchfahretn) kommen ja noch.
Viele Grüße
Bernd -
Rote Binde war wohl nur in den Kurven. Gerade Strecke schwarz.
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Ja so kenne ich das auch noch aus meiner Kindheit, aber Leitsteine wird es unabhängig davon ja auch noch geben...dort wo sie nachweislich belegt sind, was mangels vieler undokumentierter Abschnitte nur eingeschränkt ist. Aber das liegt wohl auch daran, dass es 1972 erst so richtig anfing, dass Eisenbahnfans auf die Stilllegungswelle der Schmalspurbahnen aufmerksam wurden und erst in den Jahren darauf vermehrt noch Zeitzeugen wurden. Daher gibts vom Meinersdorfer Streckenast deutlich mehr Bilder zu finden

Das Problem mit der detaillreichen Umsetzung ist auch, je detaillierter ich es mache, umso mehr wird man auf Abweichungen aufmerksam gemacht und da bin ich froh, dass es sich nur um vermeindlich falsche Leitpfosten und Straßenverkehr handelt und es nicht schon um falsch platzierte Maulwurfshügel geht
Irgendwo muss man ja auch die Grenze setzen, wenn man zu Lebzeiten auch mal fertig werden will 
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@Holzlaender
..das kenne ich nur zu gut
Leider gibt es auch die Bücher der SSB-Medien für das Thumer-Netz noch nicht. Da hatte ich mit Mulda-Sayda und Hetzdorf-Eppendorf mehr Glück. Ein bißchen hilft ja u.a. das FHWE-Buch über das Thumer Netz weiter.
Gruß Bernd
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Ja die hab ich natürlich, sowohl das blaue Buch vom Kenning Verlag, wie auch Band 2-4 von "Unterwegs im Thumer Schmalspurnetz" von der FHWE und SSB-Medien
Trotzdem klaffen da noch ziemlich große Lücken im Wilischtal, wo ich nur versuchen kann vom jetzigen Zustand auszugehen und die Zeit zurückzudrehen. Die bleibt in so wenig besiedelten Tälern ja nahezu stehn und es ändert sich kaum was über die Jahrzehnte 
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Zur Abwechslung mal wieder etwas aus der Bastelstube - WIP

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das mit den Leitsteinen war eher eine Anmerkung mit Augenzwinkern, eben weil das Projekt nahezu perfekt umgesetzt ist. @Holzlaender hat die auch bei der Pressnitztalbahn verbaut. Und die habe ich auch nur deshalb angelegt, weil ich von der Strecke Hetzdorf-Eppendorf eine Reihe von Fotos habe, die die Leitsteine überdeutlich zeigen. Bei dem Straßen-Loft sind eben fix die modernen Leitpfosten verlinkt. So baut man das dann eben - mache ich genauso. Wenn mich sowas dann irgendwann nervt, tausche ich das oder bastle etwas Neues.
Gruß Bernd
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Puderzuckerpumpe "an".
Ich kann zwar nicht die Pumpe so gut bedienen wie @AndreasMüller, aber ich versuch mal mein Glück
. @Holzlaender, was du da wieder bastelst, ist der helle Wahnsinn. Alleine die Pressnitztalbahn ist schon der Hammer. In meinen Augen übertrifft diese nicht manche, sondern die meisten Paywarestrecken. Und das bei einer Schmalspurbahnstrecke. Auf diese neue Strecke freue ich mich ganz besonders.
Puderzuckerpumpe "aus"
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Ja das ist richtig, ich hab die Leitsteine von Bernd bereits in der Preßnitztalbahn verbaut, wo sie erforderlich waren (weil fotografisch belegt), aber sonst weitgehend darauf verzichtet. Auch weil dort bereits Leitpfosten standen, als die Leitsteine verfügbar wurden. Aber Leitpfosten sind per se nicht falsch in der Epoche und Strecke wie man hier auf dem Foto ja sieht - in schwarz und rot und im Hintergrund dafür Leitsteine:
Aber es wird sehr bald einen längeren Abschnitt geben, wo man auch wieder historische Leitsteine en masse bewundern kann


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...dann fehlt Dir aber der rote DDR-Leitpfosten (siehe Foto oben)

Gruß Bernd
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Ein Träumchen!
Und, ich träumchene mal weiter: noch 'ne VIIK von Niklas dazu, hmmmm... -
Ja, die Baureihe 99.73–76 und Baureihe 99.77–79. Wäre echt Geil.
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Two questions from the northener.
First a historical question. Is there any zugsicherung on schmallspur strecken.
Second is there any diesel rolling stock that would be useful for Holzländers routes?
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Yes: https://www.theforgesimulation.co.uk/v10c-0-6-0dm.html
and here: https://pikku.msts.cz/railsim.html# TS2015, scroll down till the moving pictures
Tipps also in the readme of the scenarios: https://rail-sim.de/forum/wsif…nstein-J%C3%B6hstadt-2-1/ -