Projekt Wolkensteiner Schweiz

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  • Nach einer aufwendigen Rekonstruktion des Kalkwerkgeländes und der recht detaillierten Fabrikantenvilla, gibt es nun endlich wieder neue Bilder zum Stand in


    km 9,311 - Anschl. VEB Kalk- und Marmorwerk Herold (Teil 2):


    Vom Haltepunkt aus führt die Straße den Berg hinauf zum Kalkbergwerk, das seit etwa 1860 bestanden hat und 1907 in den Besitz von Eduard Böhme überging, dessen Initialen noch heute am Haupteingang seiner Fabrikantenvilla prangt.


    1953 wurde es als VEB Kalk- und Marmorwerk Herold verstaatlicht und von nun an hatte hier der Betriebsleiter Max Kožlik sein Zuhause.

  • km 9,311 - Anschl. VEB Kalk- und Marmorwerk Herold (Teil 3):


    Auf dem eigentlichen Kalkwerkgelände wurden 2013 die seit der Stilllegung 1985 verfallenen Nebengebäude abgerissen und das Gelände gesäubert. Übrig blieben die beiden denkmalgeschützten Rüdersdorfer Kalköfen von 1860, das Contor und das schmucke Fachwerkhaus mit der Schichtglocke, sowie ein paar weitere Gebäude.


    Zum Abschluss noch ein paar Bilder über das gesamte Gelände und der Einbindung in die bereits fertige Umgebung, bevor es dann im nächsten Bauabschnitt weiter durch Herold geht ;)


    P.S. Kann man diese unsägliche Begrenzung auf 10 Bildern pro Beitrag irgendwie ändern, oder wieso können manche immer noch 15 gleichzeitig posten? :/

  • km 9,50 - Haltepunkt Unterherold (Teil 3):


    Da das Gleis im Bereich des Haltepunktes bei dessen Verlegung etwas abgeflacht wurde zur Verringerung der Neigung im Bahnsteigbereich, geht es an der Ausfahrt aus Unterherold in eine kurze Steigungsrampe über, um wieder auf das ursprüngliche Trassenniveau zurückzukommen. Diese beginnt bereits noch im Bahnsteigbereich und ist mit 1:40 (25‰) auch die bisher größte Steigung auf der Wilischtalbahn 8) Die großen Alleebäume der Chaussee, die der Bahn nicht im Weg standen, wurden leider in den 2000ern gefällt, aber mittlerweile wieder neue angepflanzt ;)


    Dabei folgt die Strecke etwas oberhalb der Straße weiter durch Herold und schmiegt sich an den Hang. Hier wird auch der Skilift am Löffelsberg passiert, den es bereits vor 50 Jahren gab. Nur das Vereinshaus stand da noch nicht ;) Da die Strecke hier ungesichert unmittelbar entlang der Straße verläuft und dabei einige Wege und Grundstückseinfahrten kreuzt, wird von hier an bis zur nächsten Station durchgeläutet, wie es sich für ein echtes Bimmlbahn'l gehört ^^

  • Oliver ja hin und wieder bin ich sogar selbst davon erschrocken, wie diese Grenzen verwischen können. Insbesondere in Gelenau bekomme ich regelmäßig Gänsehaut :ugly:


    km 10,0 Ortsdurchfahrt Herold - Entlang der Straße (Teil 1):


    Auf dem ersten Abschnitt der Ortsdurchfahrt hat die Bahn noch relativ viel Platz neben Fluss und Straße, oder zumindest wurde der durch den Hanganschnitt und der etwas erhöhten Lage geschaffen...


    ...dabei wird auch dieser Königlich-Sächsische Postmeilenstein aus der Mitte des 19. Jhts. passiert. Auch wenn dieser erst 1995 rekonstruiert und (wieder) hier aufgestellt wurde, nehme ich sowas natürlich gerne mit als Blickfänger ;)


    Kurz nach dem Kilometerstein 10,0 nähert sich die Strecke noch weiter der Straße und deren Niveau an. Kaum zu glauben, dass es jetzt "nur noch" 3,5km bis Thum sein sollen...da steht mir noch viel Arbeit bevor :/:D

  • Das mag sich jetzt etwas überzogen anhören, aber ich finde, dass unser Holzlaender hier nicht einfach nur eine Strecke baut, sondern eine Strecke als historischem Dokument.

    Mir persönlich geht hierbei das Herz auf, auch wenn ich keinerlei Berührungspunkte zu der Gegend habe.


    Wirklich schön!

    Egal, wie weit Draußen man die Wahrheit über Bord wirft, irgendwann wird sie irgendwo an Land gespült.

  • Prelli ja der Anspruch daran, etwas wieder zum Leben zu erwecken, dass seit 50 Jahren schon Geschichte ist, ist hoch, aber es funktioniert ganz gut, da sich die Gegend um die ehemalige Bahn herum nur in kleinen Details verändert hat. Und deshalb geht es auch bereits wieder ein Stück weiter ;)


    km 10,250 Ortsdurchfahrt Herold - Entlang der Straße (Teil 2):


    Ganz genau am 27. Mai 1972 war es, dass hier der letzte Zug entlang der Straße durch Herold dampfte. Da die VIIK von Tatra813_8x8 ja leider noch nicht fertig ist, übernimmt das in diesem Fall eine IVK mit dem originalen Nummernschild als Leihgabe :ugly:


    Nach der Annhäherung der Strecke an die Straße, entfernt sich dafür die Wilisch und das Tal öffnet sich. Schnurgeradeaus geht es dann 300m am Straßenrand entlang, vorbei an Einfamilienhäusern, Fabriken und Gartenanlagen ;)

  • Nachdem letzte Woche mein Prozessor abgeraucht ist, musste ich mein halbes System neu aufsetzen, aber traurig bin ich nicht darüber. Der alte Prozessor war ja seit Jahren schon der Flaschenhals, der alles ausgebremst hat und da ich einen Tag vorher noch ein Backup aller wichtigen Daten auf die externe Festplatte geladen habe, hatte ich auch keine Sorgen, dass etwas mitgerissen worden sein konnte. War es letztlich nicht, alles noch da und nun mit dem neuen System kann ich wieder voll durchstarten. Ist aber noch ziemlich gewöhnungsbedürftig, dass ich nun überall auf meiner Strecke über 60fps habe, also damit rund 30-40 mehr als vorher bei gleichen Einstellungen (bis auf die Auflösungsanpassung an den neuen Monitor) :/^^


    Demnächst steht dann auch noch der Umzug auf eine SSD an, aber erstmal geht es weiter mit...


    km 10,250 Ortsdurchfahrt Herold - Kirche "Zum heiligen Kreuz":


    Ziemlich in der Mitte der Ortsdurchfahrt kommt man an der Dorfkirche von Herold vorbei, die 1862 gebaut wurde...drei Jahre nach der Chaussee von Chemnitz nach Annaberg, an der sie liegt. Wenn es die Bahn damals schon gegeben hätte, dann wäre die sicher von Nutzen gewesen, aber zu dieser Zeit gab es nur zwei Eisenbahnstrecken ins Erzgebirge: die Hänichener Kohlebahn (die spätere Windbergbahn) und die Strecke Zwickau-Aue-Schwarzenberg ^^


    Auf dem heutigen Parkplatz unterhalb der Kirche gab es zu Zeiten der Schmalspurbahn ein paar Kleingartenanlagen und auch die alte Spinnerei gegenüber stand damals noch ;) Normalerweise halte ich von den Gebäuden von SAD ja nicht soviel, weil die nicht so ins Erzgebirge passen, aber dieses Kirchenmodell passt hier nahezu perfekt rein :ugly:


    P.S. Hier endet übrigens auch der Radweg, der seit Weißbach nahezu lückenlos den alten Bahndamm benutzt. Der weitere Verlauf der Trasse bis Thum ist entweder verwildert, überbaut oder ist in Grundstücken aufgegangen :rolleyes: