Das sieht sehr gut aus weiterhin viel Erfolg
Projekt Wolkensteiner Schweiz
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- in Entwicklung
- Holzlaender
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Nach Unterherold und Mittelherold kann natürlich nur noch eins kommen als dritte Station in Herold...
km 11,30 - Bahnhof Herold (Erzgeb.) - Teil1:
Okay bis 1942 hieß die letzte Station vor Thum tatsächlich noch Oberherold bzw. Ober-Herold 
Und das erste, was man auf der Fahrt in den Bahnhof zu sehen bekommt, ist das 100m lange Ausziehgleis, das auf einem hohen Damm ins Tal hinausragt. Dieser ist bis heute auch noch gut auszumachen und an dessen Ende hat sich auch der massive Prellbock erhalten, von dem aus man einen guten Ausblick über das Tal genießt. Das nicht weit entfernte Mittelherold kann man noch gut am markanten Dach des Gasthauses ausmachen
Dieses Ausziehgleis war wohl auch bitter nötig, da es aus dem Bahnhof in alle Richtungen sofort in eine starke Steigung/Gefälle geht, was das Rangieren erschwert.Eingebunden ist dieses Ausziehgleis über eine kleine technische Besonderheit...über eine doppelte Gleisverbindung, auch Hosenträger genannt, die auf sächsischen Schmalspurbahnen nicht so häufig zu finden sind. Das kombinierte Empfangsgebäude mit Güterschuppen wird einigen sicher bekannt vorkommen. Es ist der gleiche Bautyp wie in Steinbach bei Jöhstadt...mit ein paar lokalen Modifikationen. Die breitere Rampe und der daraus sich ergebene größere Gleisabstand erlaubt hier allerdings auch Rollwagenverkehr^^ Das wird bis heute auch gut gepflegt und ist Teil eines kleinen Ausstellungsgeländes, das von der IG Schmalspurbahn Thumer Netz e.V. betreut wird und die auch Sitz im alten Empfangsgebäude haben. Dank ihrer freundlichen Unterstützung bekam ich auch sehr hilfreiche Fotos vom Wirtschaftsgebäude in Gelenau

Bei meinem ersten Besuch in Herold 2014 stand die große markante Eiche noch, die so prägend für das Bahnhofsbild war...2019 war sie leider schon auf Mannshöhe gekappt

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Wieder einmal Grandios!
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Da es noch nicht soviel vom Bahnhof selbst zu sehen gab, gibt es jetzt noch einen kleinen Nachschlag

km 11,30 - Bahnhof Herold (Erzgeb.) - Teil2:
Als ich 2014 das erste Mal am Bahnhof Herold war und ich noch keine Ambitionen hatte, die Strecke im TS zu bauen, war das Wandbild am EG Anbau noch nicht fertig und es fehlten noch wichtige Details. 2019 dann war das Bild komplett und der Zug rollte wieder...das entspricht auch einem der Fotos, die ich in meinen Büchern habe
Nach Gelenau ist Herold der erste und einzige andere Bahnhof mit Kreuzungsmöglichkeit, auch wenn diese in den letzten Betriebsjahren kaum noch genutzt wurde.Neben dem Empfangsgebäude ist auch das schon bekannte typische Toilettenhäusschen erhalten und liebevoll restauriert wurden. In den letzten Jahren kam dann auch noch der Packwagen 974-348 hinzu, der in mühevoller Handarbeit wiederaufgearbeitet und auf das schon vorhandengewesene Gleis gestellt wurde. Im letzten Jahr bekam er dann die fiktiven Zierstreifen, die er 1974 wenige Wochen vor Einstellung des Reiseverkehrs des letzten Streckenastes nach Meinersdorf anlässlich der DEFA Opernverfilmung "Fra Diavolo" trug, in der er eine Nebenrolle spielte...neben anderen Wagen und 2 IVKs aus dem Preßnitztal

Ob dieser sächsische Typenbau des Stationsgebäudes außer in Herold, Steinbach und als reine Güterschuppenvariante in Wilischthal nochmal irgendwo gebaut wurde, kann ich gar nicht sagen. Ich meine schon, wüsste aber jetzt auf Anhieb nicht wo
Egal...auf jedenfall hab ich hier noch einiges zu tun, also frisch ans Werk 
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Einfach wunderbar
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Zeitgleich mit dem Bau des Stationsgebäudes von Herold wurde auch der 6 Jahre jüngere Zwilling in Steinbach einer Frischzellenkur unterzogen und teilweise neugebaut und um Details ergänzt. Weitere meiner frühen "Werke" auf der Pressnitztalbahn werden da sicher noch folgen zu gegebener Zeit, um sie der gestiegenen Qualität und meinen eigenen Ansprüchen anzupassen für ein stimmigeres Gesamtbild

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Das ist auch ein Stück Heimatkunde. Erstaunlich was Deine Spurensuche so hervorbringt.
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...ich bin zwar nicht sehr aktiv in diesem Forum...lese aber seit vielen Jahren mit und bin Nutznießer. Die Preßnitztalbahn habe ich - und deine Assets sind ständig in meinen kleinen Bastelleien zu finden.
Was du hier machst wurde schon oft hochgelobt und bewundert, dem kann ich mich nur anschließen und danke sagen. Vor allem zolle ich dir höchsten Respekt für die Hingabe und Ausdauer diese Projekte umzusetzen...inklusive Bau aller Dinge.
Wahnsinn....!!!! (...positiver Wahnsinn wohlgemerkt...
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Diesel ja man muss schon ein wenig wahnsinnig sein für so ein Projekt
Und vorallem muss man es in erster Linie für sich selbst machen und Spaß daran haben. Das ist auch für mich eine Art Zeitreise, auch wenn es lange vor meiner Zeit war und die mittlerweile vielen vorhandenen Fotos ein gutes Bild der damaligen Zeit zeigen, ist es etwas völlig anderes, wenn es um einen herum zum Leben erwacht und man sich im Gegensatz zu den Momentaufnahmen frei umschauen und neue Blickwinkel entdecken kann 
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Aber zurück ins Wilischtal, wo wir bereits das Ende des Bahnhofs erreicht haben mit der Ausfahrt aus...
km 11,30 - Bahnhof Herold (Erzgeb.) - Teil3:
Wenn Gelenau das Äquivalent zu Steinbach der Pressnitztalbahn ist, dann ist Herold das von Schmalzgrube. Denn auch hier verlässt die Strecke den Bahnhof in einer scharfen 90°-Kurve direkt hinein in die fast durchgängige 1:40 (25‰) Steigung, wo in fast rechtem Winkel erst die Straße nach Ehrenfriedersdorf gekreuzt und unmittelbar danach zum letzten Mal die Wilisch überquert wird, um danach das Seitental des Jahnsbachs bis nach Thum zu folgen. Dazu kommt allerdings noch, das (Ober-)herold bis 1906 eigentlich Abzweigbahnhof war und die Linie nach Thum nur die Zweigbahn. Die knapp einen Kilometer längere Hauptlinie wechselte an der Ausfahrt nur die Straßenseite für ein paar hundert Meter und folgte der Straße dann wieder links weiter bis nach Ehrenfriedersdorf

Da die Zweigstrecke nach Thum in Herold keine direkte Gleisverbindung zur Ausfahrt nach Wilischthal hatte, mussten sämtliche Passagiere auf den Zug von und nach Ehrenfriedersdorf umsteigen und Güter entsprechend rangiert werden. Daher wurde für die Thumer Lokomotiven in Herold ein zweiständiger Lokschuppen gebaut, weil in Thum die Platzverhältnisse mitten in der Stadt das nicht zuließen. Die Wilischtalbahn hatte ihren eigenen Lokschuppen in Ehrenfriedersdorf bzw. anfangs auch noch einen einständigen in Wilischthal. 1906 kam es dann zu einem tiefgreifenden Streckenumbau, der in der Form Seltenheit in Sachsen hatte...denn da wurde die Strecke von Thum über Ehrenfriedersdorf nach Geyer verlängert und damit mit der 2 Jahre nach der Wilischtalbahn gebauten Strecke von Schönfeld-Wiesa verbunden, womit sowohl Thum, als auch Ehrenfriedersdorf neue Bahnhöfe an anderer Stelle bekamen...
Die alte Streckenführung nach Ehrenfriedersdorf wurde damit überflüssig und wurde zurückgebaut und die Einfahrt so verändert, das Züge aus Thum endlich direkt ins Durchgangsgleis fahren konnten. Mit dem Bau des großen Lokschuppens in Thum und dem Streckenbau nach Meinersdorf 1911 (wo die brauchbaren Gleise wiederverwendet wurden), verlor der Lokschuppen und der Bahnhof Herold an Bedeutung. Mit einer Oberbauverstärkung vor 1927 wurde neben dem Gleis 2, wovon nur noch ein kurzes Stumpfgleis übrig blieb, auch die nicht mehr genutzten Lokschuppengleise entfernt. Dafür wurde eine neue Verbindung zwischen Gleis 3 und 4 eingebaut, wodurch die Doppelte Gleisverbindung entstand und endlich eine normale Kreuzungsmöglichkeit geschaffen wurde. Der Lokschuppen wurde seither privat genutzt und hat bis heute überlebt...und da er niemals Umbauten für größere Lokomotiven als die IK erhalten hat, ist es einer der wenigen noch erhalten Lokschuppen in Sachsen in ihrer ursprünglichen Bauform

Da es keine bessere Referenz für die Geländegestaltung als eine absolut gleichmäßig projektierte Steigungsstrecke gibt (nämlich ebenso 1:40 (25‰)), hab ich die alte Strecke nach Ehrenfriedersdorf natürlich auch erstmal nachgebaut. Diese wird aber nach und nach mit der Ausgestaltung ebenso zurückgebaut, wie im Original. Früher oder später wird mich mein Weg ja sowieso nach Ehrenfriedersdorf führen und da kann das nur von Vorteil sein

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Als kleines Nebenprojekt und als Abwechslung zur Landschaftsgestaltung hab ich mir nun auch eigene Weichenlaternen nach Originalmaßzeichnungen gebastelt und soweit wie sinnvoll ausmodelliert. Das war auch nur eine Frage der Zeit, denn die benutzen ja diegleichen Stellböcke und Mechanik wie meine Gleissperren

Damit stammt nun sämtliche Gleisinfrastruktur meiner Strecken aus der eigenen Herstellung und bietet für mich auch ein wenig mehr Vielfalt, wie unterschiedliche Grundstellungen und laternenlose Antriebe, die vorallem auf den Schmalspurbahnen häufig anzutreffen waren - sei es durch mangelnde Wartung, Fokussierung auf wichtige Weichen oder durch Souvenierjäger. In Jöhstadt scheinen die meisten noch ihrer Funktion gerecht zu werden

Aber auch im Tal der Wilisch gibt es nun ein wenig mehr Abwechslung und vorallem noch mehr Vorbildtreue

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Die Weichenlaternen sehen ja richtig Klasse aus, ebenso die schönen Bilder wieder. Das ist halt gute Wertarbeit
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Für spezielle Einsatzgebiete gibt es nun auch die entsprechenden Weichenlaternen, womit das Paket abgeschlossen ist und ich mich um die Dokumentation für die Veröffentlichung kümmern kann

So gibt es nun auch Laternen für "asymetrische" Dreiwegeweichen (auch wenn diese technisch im TS nicht möglich sind, aber zumindest im Herzstückbereich recht überzeugend). Symetrische gab es ja fast nur in Bayern oder an Fähranlagen...
Dann natürlich auch die speziellen Laternen für symetrische Außenbogenweichen
Und der Vollständigkeit wegen gibt es zu meinen 12 Jahre alten DKW Weichenlaternen nun auch eine Handweichenversion
Diese hat ebenso im TS nur eingeschränkte Funktionen, da sie nur 2 Stellungen darstellen kann von 4. Aber besser 50% richtiges Singnalbild, als gar keins. Und wenigstens ist ersichtlich, ob es gerade über die DKW geht oder im Abzweig, worauf es ja ankommt 
Edith meint, das Paket mit den Weichenlaternen ist mittlerweile erhältlich und ersetzt/erweitert das DKW Weichenlaternen Paket: https://rail-sim.de/forum/filebase/entry/1075
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Um hier mal wieder ein wenig den Staub wegzupusten, gibt es mal paar Bilder zum aktuellen Stand. Den Sommer über war leider nicht soviel Zeit und es hat mich mehr in den Garten gezogen (ich glaub, ich werde alt und wunderlich
), aber ein wenig ging es auch voran in Herold. Denn hier ist immer noch eine Großbaustelle im Bereich der Ortslage, wo noch ein großes Loch klafft, bevor der erste und größte komplett detailliert nachgebildete Ort an der Strecke fertig ist. Mal sehen, ob das über den Winter fertig werden wird...üblicherweise ist da ja mehr Zeit und Muße in der dunklen Jahreszeit 
Aber hier nun die ersten Bilder vom westlichen Hang in diesem weitläufigen Tal:
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Das sieht wie immer großartig aus!

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Ich muss wieder überlegen, was ist ein Foto und was ist TS

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Super! Dann fehlt jetzt wirklich nicht mehr viel. Hast du Thum schon gebaut und musst nur noch verbinden? Ich kann mich nicht erinneren hier Bilder von Thum gesehen zu haben?
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Jetzt muss man wieder woanders lang laufen😁
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