Wir lassen es ein Ende haben. Die als Copyrightschutz gedachte Software wird zeitnah aus Berlin JWD wieder entfernt. Die Version wird Ende der Woche oder Anfang kommende Woche als Version 1.21 öffentlich gehen.
Ursächlich war, dass im März dieses Jahres im Netz ein Video von Erics S-Bahn auftauchte, in der der Bahnhof Schöneweide aus Berlin JWD zu sehen war.
Ja, es gibt eine Vereinbarung zwischen virtualTracks und Eric. Diese Vereinbarung betrifft aber ausschließlich die Nutzung des Add-on Ringbahn durch Eric & Co. Und die kam eigentlich auch nur zustande, als es für eine Vereinbarung schon viel zu spät war. Eigentlich hätte man daraus lernen können.
Wer tatsächlich mal ins Handbuch (viele Bilder, wenig Text) sieht, findet zu Berlin JWD auf Seite 8:
Eine Verwendung der Assets in anderen Add-ons ist nur auf Nachfrage beim Autor erlaubt. Bitte fragen Sie an, wenn Sie mit Ihrer Arbeit beginnen und nicht erst, wenn Sie fast fertig sind!
Ähnlich lautendes steht in den Handbüchern zu „Mitten durch Berlin“ und „Ringbahn Berlin“. Aber das ficht offenbar gewisse Leute absolut nicht an. Wahrscheinlich hat es nie jemand gelesen. Wozu auch, werden sie sich sagen. Wir machen ja doch, was wir wollen.
Abgesehen davon, dass die verwendeten Objekte alle einen Haufen Zeit, Herzblut und Arbeit gekostet haben und nicht dafür gedacht waren, in fremder Software aufzutauchen, liegen den modellierten Bahnhöfen Fotogenehmigungen zu Grunde, die virtualTracks von der Deutschen Bahn erhalten hat. Eine Nutzung durch Dritte ist in diesen Genehmigungen nicht vorgesehen. Als Produktionsthema ist dort ausschließlich „Berlin JWD“ genannt. Über das Modell der Bahnhofs Hauptbahnhof tief (BHBT) hält übrigens DB InfraGO seine Hände. Sollten Anfragen zur S-Bahn-Map kommen, eine Freigabe für Berlin JWD habe ich ausdrücklich nicht erteilt, auch wenn ich den Softwareschutz aufhebe.
Ich habe bis jetzt die Freewareszene und auch andere Paywareentwickler, wo es ging, unterstützt und werde es sicher weiter tun. Normalerweise erreichen mich Anfragen zu solcherlei Projekten bei Arbeitsbeginn. Da kann man noch prima reden und auch schnell praktikable Lösungen finden. Warum das Team um Eric herum das nicht kann, weiß ich nicht. Es hätte Arbeit, Ärger und schlechte Luft erspart. Viele Leute fragen sich – zu Recht – warum man nicht zusammenarbeitet. Dazu braucht es jedoch immer einen Anfang.