Frage zur Fahrweise einer BR 103 im echten Fernverkehr

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  • Hallo zusammen liebe Bahnfreaks,


    ich muß jetzt einfach mal ein Thema eröffnen weil mich eine Sache brennend interessiert, das geht hauptsächlich an die Triebfahrzeugführer die vielleicht in real life eine 103er gefahren haben.

    ICs und ECs durften ja in den 90er Jahren schon 200 fahren (ich weiß, früher auch schon). Wenn ich mir die Original-Wagenreihungen bei von damals ansehe (fernbahn.de) hatten InterCitys teilweise 13 bis 14 Wagen.

    Ich habe mir da schon ein paar Szenarien erstellt auf der Rollbahn Bremen-Osnabrück. Wenn ich da mit LZB dahin fahre und beschleunige, bekomme ich spätestens nach 15 Minuten bei 190kmh die Meldung Achslagertemperatur!

    also Leistung weg, rollen lassen auf 150kmh zurück, dann erlischt irgendwann der Leuchtmelder, aufschalten, bei 180 wieder da gleiche. Aussage soll sein ich komme garnicht richtig auf die 200 ohne ALTü mit diesen Zügen.

    Wie ist damals wirklich gefahren worden? spricht die ALTü wirklich so schnell an? oder ist mal einfach mit 170-180 dahingefahren? sorry, für manche vielleicht eine blöde Frage, aber ich weiß es einfach wirklich nicht. :D :D

    Grüße aus der Steiermark!

  • Servus!


    Die Wahrscheinlichkeit dass sich hier ein Tf mit 103 Erfahrung tummelt schätze ich mal als gering ein.


    Dein Zug ist zu lang für 200 km/h (LZB hin oder her das würde dein Fahrplan gar nicht erlauben), wenn man dem VirtualRailroads Handbuch glauben schenkt (was ich tue). Du misshandelst die Königin! ;)


    Auszug:

    Generell sollten Sie folgende Dinge beherzigen. Mit 200km/h werden/wurden in der Regel

    Züge mit bis zu 7 Wagen befördert. Um diese Geschwindigkeit schnell zu erreichen wurde

    die Trafoumschaltung eingebaut. Nach Erreichen der hohen Geschwindigkeit wird in die

    niedrige Stufe geschaltet, da sich die Geschwindigkeit damit halten lässt und die Belastung

    an den Fahrmotoren nicht so stark ist. Schwere Züge sollten zum Anfahren in hoher Stellung

    in Bewegung gebracht werden, wenn eine Geschwindigkeit von über 100km/h schnell

    erreicht werden soll. Ist der Fahrplan nicht so eng, sollte grundsätzlich in unterer Stellung

    gefahren werden um die Maschine zu schonen. Auch mit der unteren Stellung können

    200km/h erreicht werden, aber nicht in unter 2 Minuten, wie mit der oberen Stufe. Extrem

    lange Züge (über 11 Wagen) sollten nur in der unteren Stufe gefahren werden, da diese

    sowieso nicht schneller als 140km/h oder 160km/h werden können.

    (vR_BR103_DE.pdf)

  • Moin,


    das ist hier aber anders beschrieben: "1979 änderte die Bundesbahn ihr Konzept für die InterCity-Züge. Es wurde die 2. Wagenklasse eingeführt, die Züge wurden auf elf bis vierzehn Wagen verlängert, was ein wesentlich höheres Zuggewicht ergab. Dennoch hielt die Bundesbahn an 200 km/h Höchstgeschwindigkeit fest, was die 103 ebenfalls bewältigte." :/


    Quelle:



  • Lässt sich das irgendwo nachvollziehen mit Quelle?


    Abgesehen davon, im Spiel gelten die Regeln des virtual Railroads engine.out Skripts... wäre aber interessant mal noch ein paar Fakten zu bekommen. "was die 103 ebenfalls bewältigte" lässt eine weite Auslegung zu. Die wurden regelrecht zuschande geritten wie ich das so gelesen habe über die Jahre...

  • Die 103er wurden von den meisten Lokführern ohne den Hamburger Hammer, wie die Trafoumschaltung genannt wurde, gefahren, auch als diese noch eingebaut war. Wegen zu häufiger Schäden wurden die Dinger ausgebaut und die 200kmh wurden auch mit 12oder 13und 14 Wagen am Haken erreicht. Diese Aussage stammt von meinem Vater der die 103 gefahren hat. Die 103 musste man fahren können, die war anders als alle anderen E-Loks, dessen waren sich alle die sie fahren durften bewusst.

  • wow, anscheinend doch ein Thema was nicht so eindeutig ist. ^^ den Gedanken das die 103 im TS zu empfindlich ist (Altü) hatte ich eben deswegen auch schon. Aber natürlich war sie für solche langen Züge nicht gebaut worden. Trotzdem immer wieder fein alte InterCity Szenarien zu fahren, speziell aus den 90ern. Ich habe mir als Vorlage mal den IC Berchtesgadener Land genommen aus 1994. Wenn die Daten stimmen (was ich bei Hr. Grahnert annehme) hatte der im Sommer sonntags gleich mal 13 Wagen dran, Vmax wie gesagt 200.

  • Viel spannender finde ich ja noch die Tatsache, dass auf dem einem Bild beim Restaurantwagen steht: "Bewirtschaftet durch MC Donalds". Ich dachte immer das gabs nur mal in der Schweiz?

    Und ja dass die 103 vor Zügen gelandet ist, für die sie eigentlich gar nicht gedacht war ist in den Fachmedien mehrfach erwähnt. Aber sie hat trotzdem durchgehalten. Die Baureihe 411 kann auch 230 km/h fahren. Aber fahrt damit mal aus Erfurt in Richtung Bamberg, ihr erreicht sie schon, dauert aber gefühlt ne Ewigkeit ;) Bergab mit Rückenwind gehts.

    Wenn man weiß, wer der Feind ist, hat der Tag Struktur...

  • Christo Welche Trafostufe bist du denn gefahren? Im Handbuch heißt es ja auch "Beachten Sie zusätzlich, dass in der Transformatorumschaltung 140km/h die Achslager deutlich schneller erwärmen."

    System: i7 13700K | Asus Strix B760-F Gaming | G.Skill Trident Z5 RGB 48GB 7200C36 | Asus TUF RTX 4070 Ti | Asus ROG Strix 850G | 3x Samsung 980 PRO | LianLi O11 Dynamic EVO

  • Capricorn https://eisenbahn.de/wp-conten…enz-hbf-1994-1024x545.jpg


    Natürlich hatten fast alle normalen IC 12 Wagen, 4 x 1 Klasse, Speisewagen, 7 x 2. Klasse.

    Die Züge haben auch die 200 gesehen, auch ohne Trafoumschaltung. Die Spezialbehandlung der Lok machte sich schon beim Anfahren bemerkbar, 2 Fahrstufen, dann waren die 4 t Anfahrzugkraft i.d.R. schon erreicht, ab da schön unter Bachtung der Anzeige weiterschalten. Wegen der generell starken Belastung und dem ständigen Hin- und Herschalten der Fahrbremswender wurde ja recht früh schon die AFB gesperrt.

  • Moin,

    dass Thema hatte ich auch gerade. ChatGtp sagt dazu, mit Shift+M schaltet man die sehr sensibele vR Schaltung ab, und kann dann tatsächlich die 200 (195 ) längerfristig fahren.!

    Einfach mal probieren.


    Gruß, E63

  • Habe gerade mal eine Fahrt mit 11 Wagen (IC 79) von München nach Augsburg gemacht. Shift W gedrückt, kam bis 193kmh. 22 km vor Augsburg ALTÜ, Haupftschalter raus. 10 km vor Augsburg ALTÜ Leuchtmelder wieder aus. HS ein, beschleunigt. Habe die Fahrzeit lt. Kursbuch 1980 von 16.43 bis 17.12 Uhr mit einigen Sekunden plus geschafft. Ganz weich in Augsburg angehalten. Macht aber keinen Spaß mit diesem Zeitdruck.

    Habe gerade nochmal in einen Buchfahrplan von 1977 gesehen, TEE 90, Vmax 160kmh, Fahrzeit zwischen München und Augsburg 30 Min, also nur 1 Minute mehr.

    Man bräuchte also gar nicht 200kmh zu fahren.

  • Christo Welche Trafostufe bist du denn gefahren? Im Handbuch heißt es ja auch "Beachten Sie zusätzlich, dass in der Transformatorumschaltung 140km/h die Achslager deutlich schneller erwärmen."

    Hello. Ja war umgeschalten auf 140. Werde es demnächst aber mal mit 120 versuchen. Dürfte also doch im TS etwas zu empfindlich ansprechen die ALTÜ. Ist nicht schlimm, interessant ist es aber allemal. :)