Projekt Wolkensteiner Schweiz

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  • Oh mal wieder wunderschöne Bilder aus dem Preßnitztal und ein paar darunter, die mir auch nicht bekannt waren^^ Diese Strecke ist aber auch wirklich verdammt gut bildlich dokumentiert, wovon man bei anderen Strecken nur träumen kann. Etwas neues oder überraschendes ist da für mich aber nicht dabei, mittlerweile bin ich ja nahezu lückenlos mit Bildern von der ganzen Strecke eingedeckt, hab jeden Meter fußläufig erkundet und mir das wenige nicht mehr nachvollziehbare zusammengereimt ^^


    Die Bilder von der Saalbahn sind aber auch nicht zu verachten...und reißen alte Wunden auf an mein erstes Streckenprojekt :ugly:

  • Oh vielen Dank, das von einem ortsansässigen Ex-Gelenauer zu hören, freut mich natürlich besonders und da bin ich schon gespannt, was du beim nächsten Mal sagen wirst, wenn ich wieder neue Bilder posten kann. Denn das woran ich zur Zeit arbeite, ist das größte und aufwendigste, was ich je gemacht habe (weshalb es auch so lange dauert) ^^

  • Ja filigran trifft es hier ziemlich gut und gleichzeitig auch gigantisch mit ner Grundfläche von 100x40m und 28m Höhe eindeutig das größte Gebäude, dass ich je gebaut hab :whistling: Trotzdem darf da zur Krönung nicht noch etwas filigranes obenauf fehlen, damit man weiß, wo wir sind...auch wenn der 6m hohe Schriftzug in der Realität schon seit paar Jahrzehnten nicht mehr vorhanden ist und bereits kurz nach der Wende zu bröckeln begann, wie man auf dem schönen Vergleichsbild sieht ;)


    P.S. Ja die Fenster sind in den 70ern anders gewesen und wurden erst später an die restlichen angepasst, also der Unterschied ist gewollt^^

  • So langsam kann ich keine Ziegelsteine mehr sehen, aber das Ergebnis macht bisher doch einen recht ansehnlichen Eindruck und den bereits angekündigten Fernblick besteht sie schon ganz gut ;) Aber noch gibt es hier einiges zu tun rundum die Spinnerei, bis es wirklich wieder etwas vorzeigbares gibt, aber zum Glück nicht mehr ganz so extrem aufwendiges ^^

  • km 6,20 - Bahnhof Gelenau (Teil 3 - Anschl. Baumwollspinnerei AG):


    Im Gegensatz zu den meisten anderen Spinnereien im Wilischthal, die überwiegend zum Imperium der Gebrüder Schüller gehörten, ist die große Spinnerei in Gelenau von ortsansässigen Stumpffabrikanten, die sich zusammengetan haben, im Jahre 1906 als Baumwollspinnerei AG Gelenau gegründet worden. Über die Jahre wurde sie mehrfach erweitert, was man an verschiedenen Baustilen erkennt und für das florierende Geschäft spricht, und dem Anschlussgleis bis zur Stilllegung der Schmalspurbahn regen Betrieb bescherte ;)


    Besonders hervorstechend sind dabei die beiden Türme mit den ehemaligen Hauptportalen und Treppenhäusern auf der Straßenseite...


    ...mit der Verstaatlichung wurde sie schließlich als VEB Feinspinnerei Erzgebirge Werk II bezeichnet und nach der Wende ging es auch hier wie so oft in den Konkurs und seitdem fällt die Fabrik zusehens in einen Dornröschenschlaf und wuchert von allen Seiten immer mehr zu, auch wenn sie bis auf ein paar bereits verfallene Nebengebäude, dem abgerissenem Schornstein und Löcher im Dach noch recht gut erhalten ist. Fragt sich nur noch, wie lange?! :/


    Mehr vom Anschlussgleis gibts bald ;)

  • Weiter gehts auf der anderen Seite...


    km 6,20 - Bahnhof Gelenau (Teil 4 - Anschl. Baumwollspinnerei AG):


    Während die Strecke nach Wilischthal an der Bahnhofsausfahrt ins Gefälle übergeht, führt das Anschlussgleis über eine Rampe mit 33‰ Steigung hinauf ins Fabrikgelände, dass sich über 200m Länge oberhalb des Streckengleises erstreckt. Das Anschlussgleis selbst ist über eine EKW mit dem Hauptgleis verbunden und diese ist die einzige mir bekannte auf allen sächsischen Schmalspurbahnen ;)


    Dabei führt es an einer Lagerhalle vorbei, die wie auch schon das Empfangsgebäude über einen mit 60° sehr spitzen Giebel verfügt, in diesen auch noch eines der Anschlussgleise hineinführt. Noch heute kann man das verkleinerte Profil der Toreinfahrt gut erkennen und auch, dass es wohl auch einmal erweitert wurde, um auch beladene Rollwagen aufnehmen zu können. Natürlich lässt sich diese Tor bei meinem Modell auch öffnen :whistling: Gegenüber stehen die beiden großen hölzernen Kühltürme, die um 1970 einem Feuer zum Opfer gefallen sind...vermutlich durch Funkenflug ;)


    Von der Straßenseite aus gelangt man an allen Gebäuden vorbei bis hinter zu dem Anschlussgleisen, während der Anbau der Lagerhalle und der Schriftzug verschwunden sind, sind die Ladekräne am Hauptgebäude bis heute noch angebracht und das Lager wird noch vom anliegenden Getränkemarkt benutzt 8)