Hallo Prelli,
schönen Dank, dass ich Deine Schwarzwaldbahn testen durfte. Die Gleise liegen wirklich super und die Signale für den Gleiswechselbetrieb - ein Gedicht. Ich bin in den 90er Jahren bestimmt jedes Jahr mehr als 100mal die Schwarzwaldbahn gefahren. Man kann fast jede Stelle auch ohne Vegetation gut erkennen. An einigen Stellen, das ist dann aber auch den Geländedaten geschuldet, gibt es ein paar Abweichungen. Neben Gleis 3 in Triberg gab es früher noch ein Ladegleis, ich glaube der Güterschuppen steht noch. Da geht eine Straße unter Gleisen und Bahnsteigen hin. Das Gleis wurde noch lange als Baugleis benutzt im Falle von Tunnelsanierungen. Auch in St. Georgen liegt der Hang weiter vom Gleis weg. Ich meine mich zu erinnern, dass auch dort früher noch ein Gleis lag. Auf der Seite lag ein Holzbetrieb, der irgendwann in den 70ern abgebrannt war. Dabei wurden auch Eisenbahnwagen zerstört.
Der Gleiswechselbetrieb wurde im übrigen eingerichtet, um für den Betrieb relativ einfach Arbeiten in den Tunnels durchführen zu können. Das passiert relativ oft.
Hier einmal Grenzlasten für den Schwarzwald, ich hoffe ich hatte das alles richtig mitgeschrieben:
101: 1040t
103: 530t (bin mir nicht ganz sicher, da die Lok eigentlich nicht im Schwarzwald gefahren ist)
110: 420t
111: 380t (ursprünglich auch 420t, nach Überlastungsschäden aber abgesenkt)
120: 1000t
143: 465t
146: 1020t
151: 940t
185/189: 1040t
218: 405/600t (Schnellgang/Langsamgang)
221: 475t
232: 740t
290: 365/400t
Mit der vR 111 habe ich die Steigungsstrecke zwischen Hornberg und Somerau ausprobiert, jeweils mit Halt in Triberg.
Mit einem InterRegio mit 7 Wagen (war lange die Regelbespannung) gab es überhaupt keine Probleme. Man konnte sehr gut die Fahrzeit halten. Anfahren am Berg war möglich, brauchte aber etwas Geduld.
Mit einem InterRegio mit 8 Wagen (Regelbespannung der ersten Jahre) gabe es auch keine Probleme. Allerdings war das Anfahren in der Steigung schon deutlich schwieriger. Aber wenn man sich daran hält, möglichst nicht in der Zugkraft über 45kN zu gehen, schaltet die Lok nicht ab - aber dann gibt es eine kleine Verspätung. ![]()
Ich habe die vR 111 auch noch mit einem 6-Wagen Regionalexpress ausprobiert (294t). Man merkt die Wagen schon, aber die Lok meistert das gut, auch wenn man gefühlvoll fahren muss. Das Optimum sind sicher eher 5 Wagen. Das Anfahren in der Steigung mit den 6 Wagen erfordert bereits einiges ab Fingerspizengefühl, etwas für anspruchsvolle TS-Lokführer. ![]()
Beides - Lok und Strecke haben mir viel Spaß gemacht - vielen Dank für die beiden Bauer/Entwickler! ![]()
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Gruß Bernd