So, ich hatte gestern Zeit mich nochmal mit meinen Testfahrten zu beschäftigen.
vR 151mit 6 Falns und Begleitwagen, also dann 569 Tonnen am Zughaken.
Wie zu erwarten, überhaupt keine Probleme. Man merkt die Steigung kaum. Also hier werde ich dann die Grenze austesten, müsste irgendwo bei 1000 Tonnen liegen.
vR 111
Nachdem auch der zweite Versuch mit Lastabschaltung gescheitert war, habe ich einen 460 Tonnen Schnellzug auf Hagen-Siegen gefahren und auf der Rampe zwischen Kirchhundem und Welschen-Ennest eine Anfahrt aus dem Stand probiert. Die Lok lässt sich wunderbar fahren. Man werkt die Last und das Anfahren braucht ein wenig Fingerspitzengefühl, aber die Lok beschleunigt den Zug in der Steigung wieder auf 80 km/h.
Noch einige Ausführungen zur realen BR 111.
Meiner Erinnerung nach fuhren die ersten IC im Schwarzwald mit 8 Wagen mit der BR 111. Das wurde aber sehr schnell auf 7 Wagen gekürzt. Die BR 111 hat für die Geislinger Steige nach alten Aufzeichnungen (war Gespräch mit 111-Lokführer) 620t Grenzlast, im Schwarzwald aber nur 420t. Das wurde dann, als man Überlastungsschäden bei den im Schwarzwald eingesetzten 111 feststellte auf 380t abgesenkt. Daher wurden die IR eine Weile durch 139 von Hausach nach St. Georgen nachgeschoben. Schließlich fuhr der IR nur noch mit 6 Wagen. Das Problem liegt in der langen Steigung im Schwarzwald. Die Lok hat eine Dauerzugkraft von 28kN und eine kurzzeit Zugkraft von 45kN. Die Fahrt über die Geislinger Steige dauert nur etwa 5 Minuten. Da wird die Lok mit der hohen Zuglast nicht überlastet.
Ich habe mir das dann zu Nutze gemacht und bin der Reihe nach folgende Zugzusammenstellungen auf der Tharandter Rampe gefahren:
RE mit 4 Wagen und 164 Tonnen
RE mit 5 Wagen und 205 Tonnen
Beide Züge ließen sich im Rahmen der realen Fahrplanzeiten fahren. Anfahrt in der Steigung nach Halt war möglich, beim leichten Zug kein Problem, beim 5 Wagen-Zug mit etwas Fingerspitzengefühl.
IC mit 6 Wagen und 252 Tonnen
IC mit 7 Wagen und 294 Tonnen
Auf der Rampe konnte man bin Fahrstufe 17 hochschalten, dann lag man etwa bei 28kN. Das Anfahren in der Steigung ging noch, war aber beim 7 Wagen-Zug schon heikel.
Im Grundsatz wäre eigentlich eine leichte Korrektur der Simulation der Abschaltung durch vR erforderlich. Aber alle realistischen Züge lassen sich sowohl auf Ha-Si als auch Projekt Freiberg wunderbar fahren (nochmal dickes Lob) an vR. Bei der Schwarzwaldbahn von Prelli muss man dann mal sehen, wie sich die 111 verhält. Nach der ersten Einschätzung dürften sich die IRs auch vorbildgerecht fahren lassen.
Demnächst gehts weiter.