Ja, so ist das leider.
Dabei ist es auch egal, in welchem Bereich der EDV das ist. Ohne Englisch ist man aufgeschmissen. Ob Entwicklung, Support, Wartung, Reparatur,...
Teilweise ist es auch garnicht förderlich, alles eindeutschen zu wollen und wo zieht man da die Grenze?
Den versuch Microsofts, alles unter Windows "verdeutscht" zu haben, entbehrt oft nicht einer gewissen Komik und verursacht ewig lange verschwurbelte Schachtelsätze, die eher an verklausuliertes Amtsdeutsch erinnern, was sich im englischen Original kurz+knackig anhört.
Das liegt aber nicht an einem Mangel der deutschen Sprache (die ich viel besser und präziser finde. Ich bin ein absoluter Fan guten Deutschs), sondern weil die EDV immer schon stark englisch beeinflusst war und ist.
Selbst wenn man übersetzen würde, verblieben zahlreiche Begriffe, die einfach nicht sinnvoll übersetzt werden können, weil ihn sonst kaum noch jemand versteht, oder weil bestimmte Anglizismen schon längst bei uns Einzug hielten und fester Bestandteil unserer Sprache wurden.
Es ist keinem geholfen, wenn man "Asset" nach "Vermögenswert" übersetzt. Oder "Handy" nach "Mobiltelefon" (was für sich betrachtet sowieso total bescheuert ist, weil kein Engländer oder Ami jemals Handy zu einem "Mobile phone" sagen würde. Das haben wir Deutschen erfunden).
Selbst wenn man alles übersetzen würde, verbleibt dann noch das Problem der englischen Begrifflichkeiten im Programm selbst. Wenn man sich z.B. die XML-Dateien ansieht, wird man da keinen deutschen Namen für eine Variable finden. Allein daran kann man schon ermessen, dass es ohne Englisch einfach nicht oder nur sehr schwer möglich ist, sich mit der EDV auseinanderzusetzen, wenn man über den Status eines Standardanwenders hinaus will. Der TS ist da keine Ausnahme.