Projekt Wolkensteiner Schweiz

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  • km 1,27 - Anschl. VEB Patentpapierfabrik zu Penig, Werk III, Wilischthal (Teil 2)


    Als direkte Fortsetzung von Post 84 führt auch die werksinterne Feldbahn vorbei an der Schlösselmühle von der anderen Seite und eine Etage tiefer in die Papierfabrik und verzweigt sich dort in engen Kurven ^^ Diese hat natürlich nichts mit der bei Jöhstadt zu tun, sondern ist wohl nach Schlößchen (Porschendorf) benannt - einer kleinen Ortschaft nördlich von hier auf dem Höhenzug Richtung Zschopau, das sich rund um ein altes Rittergut aus dem 17.Jht gebildet hat und über eine Nebenstraße von hier aus zu erreichen ist :whistling:


    Dabei führt die Feldbahn auch unmittelbar an der Fabrikantenvilla vorbei, die heutzutage in einen Dornrößchenschlaf inmitten der Trümmerhaufen der alten Fabrik gefallen ist :whistling:


    Zurück zur anderen Seite ist nun auch der Holzlagerplatz hinzugekommen, der jüngst erst neu bebaut wurde, und gibt den Weg den Berg hinauf Richtung Schlößchen frei ;)

  • Kein Problem, ich hab das schon von Anfang an richtig verstanden, wie es gemeint war ^^


    Mit dem realen Modellbau kenne ich mich aber auch ziemlich gut aus, denn das beschäftigte mich schon seit meiner frühesten Kindheit, was wohl etwas meine Detailverliebtheit erklären könnte^^ Aber dafür hab ich heutzutage weder den Platz noch das Geld, um meinen hohen Ansprüchen an eine perfekte und hundertprozentig realistische Umsetzung im Modell nachzukommen. Von daher ist es hier virtuell für mich sogar die bessere Variante, weil ich hier kaum einer Beschränkung unterliege und mich völlig ungebremst über kilometerlange Strecken entfalten kann :ugly::whistling:

  • km 1,27 - Anschl. VEB Patentpapierfabrik zu Penig, Werk III, Wilischthal (Teil 3)


    Weiter geht es mit dem dritten und letzten Teil der ausgedehnten Gleisanlagen der größten Anschlussbahn des Thumer Netzes. Damit zumindest eine der Rangierloks nicht immer bei Wind und Wetter draußen vor sich hinrosten muss, wurde im westlichen Teil ein kleiner Lokschuppen errichtet, der kleinere Reparaturarbeiten ermöglichte ;)


    Dahinter erstreckt sich die 60m lange Kranbahn für das wichtigste Anlieferungsgut der Papierfabrik...Heizkohle...für die eigens ein selbstgebauter schmalspuriger Selbstentladewagen für den innerbetrieblichen Transport eingesetzt wurde. Selbstverständlich ist die Kranbahn auch voll funktionsfähig^^ Das recht markante Schleifereigebäude werde ich vielleicht zu späterem Zeitpunkt nachbauen, aber vorher möchte ich nun doch lieber erstmal auch mal andere Teile des Wilischtals in voller Pracht sehen :whistling::D


    Dank den erst in jüngster Zeit gefällten Bäumen zwischen der Weißbacher Straße und dem Werk, ist nun der Blick frei auf die Überbleibsel der Kranbahn und dort wo einst das Schwarze Gold lagerte, sprießen nun die Bäume. Außerdem ist nun auch der Verlauf des Weißbacher Bachs freigelegt, der auch noch kurz vor der Mündung in die Wilisch vom Ausziehgleis der Anschlussbahn überquert wurde, bevor die Weißbacher Straße das Wilischtal verlässt und diesem Bach folgt ^^

  • Ja natürlich hab ich sowas und damit sichs auch lohnt, gehts auch gleich weiter ;)


    km 1,37 - Anschl. Spinnerei und Weberei Eduard Kuhn (Teil 1)


    Nur 100m nach dem Abzweig des Anschlussgleises in die Papierfabrik folgt bereits das nächste Anschlussgleis in die Gegenrichtung, die so zumindest bis in die 20er, spätestens bis in die 50er Jahre noch bedient wurde, da es nicht sehr viele Informationen darüber zu finden gibt. Ebenso endete genau hier 20 Jahre lang das als Ausziehgleis genutzte Streckengleis, dessen Ende mit einer querliegenden Stahlschwelle markiert war. Die letzten 40m sind bis heute liegen geblieben, auch wenn es seit 2003 noch verkrauteter und von umgestürzten Bäumen gesäht ist ^^



    Zuerst führte das Anschlussgleis an ein paar Gärten und einem Lagerschuppen vorbei, der leider nicht mehr vorhanden und der Bahndamm vor Unkraut kaum noch auszumachen ist...aber die große Tanne ist ein geeigneter Orientierungspunkt ;) Und auch das Planum des Schutzgleises ist noch sehr markant in der Landschaft auszumachen :whistling:


    Zumindest wird es im weiteren Verlauf viel leichter dem Bahndamm zu folgen, da er ab hier der Wilischtalradweg beginndet, der nahezu lückenlos der Trasse bis Herold folgt ;)

  • Warum bekommen das so viele Payware hersteller nicht hin auf solchen Niveau zu bauen

    Weil es nicht wirtschaftlich ist so viel Zeit und Liebe hineinzustecken, dann würden Strecken nicht mehr 30 sondern 300€ kosten :)


    Holzlaender macht das ganze aus Spaß an der Freude :)

  • Warum bekommen das so viele Payware hersteller nicht hin auf solchen Niveau zu bauen?

    Wei du es dann nicht bezahlen könntest/wölltest.


    Edit: Ups @ben412 Antwort auf der neuen Seite übersehen. :love:

    Mein System: Win 11 Pro CPU: AMD Ryzen 7 5800X3D 4.5GHz RAM: 32GB DDR4 3200MHz GraKa: Asus RX 7800XT 16GB , TSC auf 1TB M.2 SSD, Win11Pro auf 500GB M2.SSD.

    Einmal editiert, zuletzt von faber2311 ()

  • Jip das wäre total unwirtschaftlich und jeder noch so hohe Betrag wäre dafür nur ein Tropfen auf den heißen Stein, abgesehen von der reinen Arbeitszeit kommen dazu ja noch reichlich Recherchematerial, dass ich mir kaufen musste und mittlerweile 15 Ortsbesuche, für die ich 130km hin und zurückfahren muss und was weiß ich noch alles^^ Wenns mir nicht soviel Spaß machen würde, weils mir am Herzen liegt, wäre das absolut nicht machbar :ugly:


    An Addons werden hierfür genau die gleichen gebraucht, wie für die Preßnitztalbahn 2.2, zusätzlich nur noch die RLB Freeware Formsignale ;)

  • Da wir im Moment eh nicht viel anderes machen können/sollten, gehts auch gleich fröhlich weiter mit...

    km 1,37 - Anschl. Spinnerei und Weberei Eduard Kuhn (Teil 2)


    Direkt nach dem Lagerschuppen entfernt sich das Anschlussgleis in einer scharfen Kurve von der Strecke und kreuzt dabei einen Wirtschaftsweg, der hinauf zur immer noch am Hang abseits der Bahn verlaufenden Gelenauer Straße, und der Wilisch...gleichzeitig, bevor es vor dem felsigen Hang im Werksgelände endet. Die neue Brücke ist heute nicht mal breit genug für ein Auto ^^



    Direkt nach dem Bahnübergang beginnt heutzutage (wie schon erwähnt) der Wilischtalradweg auf dem alten Bahndamm, was den weiteren Verlauf der Strecke deutlich leichter folgen lässt :whistling:

  • km 1,5 - die wilde Fahrt beginnt

    Bisher war es ja recht moderat und gemütlich im Wilischtal, aber das wird sich auf den nächsten kurvenreichsten Kilometern drastisch ändern. Das zeigt sich ab hier bereits mit einer deutlich spürbareren Steigung, die nun auch von den historischen sächsischen Neigungsanzeigern korrekt dargestellt wird, damit man nicht auf das HUD angewiesen ist ^^


    Und was auf der Wilischtalbahn sehr praktisch ist, darf im Preßnitztal natürlich ebenso wenig fehlen, auch wenn die hier in den letzten Jahren schon lange nicht mehr vorhanden waren...im Gegensatz zum Thumer Schmalspurnetz. Auf jedenfall wird es den Schilderwald noch ein wenig vergrößern :ugly:

  • Wie immer großes Kino!
    Mal paar andere Fragen:
    1) wie reagiert man auf die P L L Schilder richtig? einmal pfeifen und duchläuten bis man über den BÜ ist?
    2) Hat man ab dem Steigungsschild noch Zeit zum Dampfkochen oder muss da das passiert sein, damit man da raufkommt.
    3) Wo finde ich die Interpretation des Steigungsschildes?

    Keine Hilfe und Auskunft per PN, da meist von allgemeinem Interesse. Diese Fragen bitte im Forum stellen.

  • 1) Ab dem Signal ist bis zum EE zu läuten. Zusätzlich ist am Signal das Achtungssignal Zp1 zu geben. Interessant, daß diese Signale nicht mehr im Signalbuch der DR 1959 enthalten waren, sondern durch die Rbd selbst angeordnet wurden. Im SB von 1935 sind sie als Kennzeichen K7a bis K7e noch drin.


    2) Das Dampfkochen muß der Heizer anhand der Streckenkenntnis vorher tun. Der Neigungsanzeiger hilft bei der Interpretation des Wasserstands im Kessel.


    3) Googele mal nach sächsischer Neigungsanzeiger. Er bedeutet, je nachdem, ob das Dreieck auf der Spitze steht oder nicht: "Steigung/Gefälle auf Länge soundso im Verhältnis eins zu soundso", also hier: Auf 459m steigt die Strecke im Verhältnis eins zu 80 an.
    Z.B: 1/400 bedeutet 1 m Neigungsänderung auf 400m, also 2,5 Promille. 1/80 also ein Meter Neigungsänderung auf 80 m, also 12,5 Promille. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Neigungszeiger