DB AG testet erstmals Kunststoffbahnschwellen

    • DB AG testet erstmals Kunststoffbahnschwellen

      Pilotversuch: Auf einer Brücke bei Pritzerbe im Havelland verbaut die Deutsche Bahn zum ersten Mal Bahnschwellen aus reinem Kunststoff. Sie sollen mindestens 50 Jahre halten. Die bisherigen Schwellen aus Holz waren nur 10 Jahre haltbar.

      Bericht vom RBB, 14.04.2015

      Na ob das die Zukunft ist bei der DB AG?
      Ich meine, die Idee ansich ist ja nicht schlecht, kann man nach 50 Jahren einfach wieder Einschmelzen, aber wie sieht es mit anderen Einflüssen wie z.B. Betriebsstoffen jeglicher Art aus?
      Don't believe what your eyes are telling you, all they show is limitation, look with your understanding.
      Werbung
    • Ansich sicherlich eine gute Idee das ganze, aber 50 Jahre bleiben die definitiv nirgends liegen ;) Denke mal nach 20-25 Jahren ist wie jetzt auch austauschen angesagt...

      Die Kosten pro Schwelle und die Produktionsmöglichkeiten sind auch Faktoren, denn wenn man erst jede Schwelle vorort zurecht schnitzen muss, ist das nix für z.b große BV mit einem Umbauzug.

      Ich denke aber das sollte alles machbar sein, denn in Asien funktioniert das ja auch problemlos... Wird am Ende also am Geld entschieden ob zukünftig Beton oder Kunstoff verbaut wird *dhoch*
      Alle meine kostenlosen Repaints & Updates findet Ihr hier: Rail Designs Bitte beachten -> !!! Kein Support für Dinge die klar in der Readme drin stehen !!! DANKE
    • Also das die bisherigen Holzschwellen nur 10 Jahre halten, halte ich für ein Gerücht. Da hat der RBB aber schlecht recherchiert
      Zitat Gleisbau-Welt.de :
      Eine Holzschwelle soll nach einer Imprägnierung eine Lebensdauer von 30 – 45 Jahre aufweisen
      Sehr interessante Seite, hätten die vom RBB sich mal anschauen sollen.
      Doc

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von derdoctor ()

    • Naja, die werden schon ordentlich lange halten, da ihnen ja weder Wasser noch Wind was antun kann.

      Was allerdings ein großer Nachteil von Kunststoffschwellen ist, dass sie den geringsten Seitenhalt haben.

      Bei Holzschwellen bohren sich die Schottersteine förmlich rein und halten wie Bombe.
      Bei Betonschwellen findet der Schotter ab und zu eine Unebenheit und verkeilt sich dort dran.
      Bei Kunststoffschwellen dürfte das schwer werden. Massive Verwerfungen im Sommer und Winter könnten die Folge sein.

      Das Fräsen wird bestimmt zur Fixierung der Schwellen auf der Brücke gemacht.

      Mal schaun wie sich das Projekt entwickelt.
      Den Preis darf mal aber auch nicht unterschlagen. Mindestens 1,5x einer Betonschwelle
      182, 183, 189, 193 SIEMENS-Drehstrom legt los.
    • Den Seitenhalt müsste man ja mit einer unebenen Schwelle hinkriegen. Was mich interessieren würde, ist wie gut die Dinger Entgleisungen verkraften, Betonschwellen splittern da ja recht fix....
      Für Support und Moderationsanfragen nutzt bitte die "melden" Funktion oder das entsprechende Forum. Anfragen per PN, Chat, Brieftaube etc werden von mir nicht bearbeitet!
    • Ein ähnliches Thema "Kunststoff und Bahnschwellen" kam mir vor ein paar Wochen bei Heise unter. Wobei der Ansatz dort dann doch etwas anders ist.

      Link zum Beitrag: Bahntechnik: Grüne Schwellen produzieren Strom

      Ich dachte bisher immer, das das größte Problem von Kunststoff die Beständigkeit bei Sonnenlicht sei? Daher finde ich die angegebene Haltbarkeit der "Kunststoffschwellen" interessant.

      Gruß
      birkenmoped
      Werbung
    • Nur noch Plaste, Plaste & Plaste...

      Ansich keine schlechte Idee.
      ABER ob es die Zukunft ist wird sich ja herraustellen...
      Fehlt bald nur noch Schienen aus Verbundsstoffen :lolx2:
      Mal schauen ob die wirklich 50 Jahre Dauerbelastung von Fahrzeugen, von Achsdrücke von bis zu (ungefähren) 25 Tonnen aushalten, mag ich stark bezweifeln.
    • Jeder Kunststoff, den ich kenne, wird nach spätestens ein paar Jahren unter Luft und vor allem Sonneneinstrahlung sehr spröde.
      Das kann man auch z.B. an PVC beobachten. Mit genügend Weichmachern ähnlich wie Gummi, wenn man die Dehnungseigenschaften unbeachtet lässt, aber nach einer Weile UV-Bestrahlung und Ausdünstung wird es schnell spröde und hart, wie man das von z.B. Fensterrahmen kennt. Diesen Zustand behält PVC dann theoretisch über Jahrhunderte bei (einer der Gründe, warum PVC so verpönt ist neben der Giftigkeit bei Herstellung, Entsorgung und den Dämpfen bei Bränden... es verrottet einfach nicht. Vergrabe ein Stück PVC und deine Ururururenkel buddeln es genauso wieder aus).

      Ein halbwegs dauerelastischer Kunststoff ist mir jedenfalls nicht bekannt. Einzig EPDM (synthetischer Kautschuk) ist eine Ausnahme.

      Aber ich bin nur Laie und grabe in den Wirrungen meines Hirns nach den Sachen, die ein befreundeter Kunststoff-Techniker mir mal beibrachte :)
      Die werden schon wissen, was sie tun und gegen ein seitliches Verrutschen hilft eine unebene/geriffelte Sohle, wie bei Betonschwellen.
      Ist es denn wirklich so schwer, das "DASS" und das "DAS" richtig einzusetzen? das-dass.de/
    • Hmmm... *denk* hört sich erstmal gut an. Die Eigenschaften lassen heut zu Tage sicher keinen Zweifel an Haltbarkeit und Stabilität. Kunststoffe kann man gegen jede Witterung und sonstige Einflüsse schützen. Nur irgendwann müssen auch die weg. Kunststoffe zu entsorgen ist nicht einfach. Die Herstellung sowie das Entsorgen gehen natürlich auf Kosten der Umweld.
      Meiner Meinung nach, nur ein Kurzsichtiger Vorteil. Ein Paar Genarationen später können die sich dann um den Sondermüll kümmern... :pinch:
    • Bitte weiterdenken...

      Eichenbohlen sind schon jetzt bereits krebserregender Sondermüll wegen der Behandlung mit Carbolineum. Zahlreiche Schrebergärten sind voll von diesem hochgiftigen Holz, dessen Entsorgung ein echtes Problem ist, weil man es nur unter bestimmten Bedingungen wie aufwändigen Filteranlagen verbrennen kann (und darf).
      Von gefällten Eichen ganz zu schweigen.

      Kunststoffe hingegen kann man quasi beliebig oft mahlen und wieder recyceln.

      Ferner gibt es inzwischen Kunststoffe, die nur aus C und H bestehen und beim Verbrennen somit nur zu Wasserdampf und CO2 verbrennen. Polypropylen ist ein Beispiel hierfür.
      Nicht jeder Kunststoff erreicht zwangsläufig die Giftigkeit von PVC, welches nur bei Herstellung und Verbrennung giftig ist. Im normalen Zustand ist es sogar lebensmittelecht, gerade weil es eben NICHT vergammelt oder sich irgendwie zersetzt. Es balastet ab diesem Punkt also nicht nochmals die Umwelt, solange es seinen Zweck erfüllen kann und nicht zu Müll wird.

      Desweiteren sollte hier die Grundwasserneutralität besonders hervorgehoben werden. Die hier verbauten Kunststoffe werden wohl kaum das Grundwasser belasten. Eichenbohlen aber sehr wohl.

      Bitte weiterdenken...
      Ist es denn wirklich so schwer, das "DASS" und das "DAS" richtig einzusetzen? das-dass.de/

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Prelli ()

    • Ein bisschen lustig finde ich das jetzt schon... vor paar Tagen dachte ich mir erst noch "Wenn schon die Züge nur noch aus Plastik bestehen dann bestimmt auch die Schwellen und Gleise"
      Jetzt fehlen noch die Gleise... *teetrink*
      Aber naja, wenn es die einzige alternative gegen Holz ist, dann gut, dass hoffentlich bald eine Lösung dafür gefunden wurde
    • Interessant was man so alles benutzen kann oder will.
      Na ja ob es 50Jahre werden
      Ne CD sollte bekanntlich auch ewig halten und hielt auch nicht was man sich von der Haltbarkeit versprochen hatte.
      Werbung