Beiträge von FraPre

Discord Einladung
Trete unserem Discord-Server bei (klicke hier zum Beitreten).

    Hallo,


    ich bin hier zwar kein Moderator, aber es ist allgemein so, dass Moderatoren die Beiträge & Themen im Forum hinsichtlich bestimmter und durchaus unterschiedlicher Normen hin überwachen (Einhaltung von bestimmten Umgangsformen, rechtlichen Aspekten, verbotenen Inhalten, Forenregeln, ...) Moderatoren schreiten ein, wenn Beiträge eskalieren, ins Persönliche gehen, beleidigend sind, sie koordinieren zum Teil auch Beiträge und verschieben sie in die richtigen Unterordner.


    Als vielfach letztes Mittel, um die Ordnung, Sachlichkeit und Umgangsformen, können sie Strafen ausprechen, Beiträge löschen, Mitglieder sperren, verwarnen,.....


    Frank

    Eine Frage noch: Man wählt mit dem Afb ja die Geschwindigkeit vor, und wählt mit dem "Gashebel" (ich kenn die richtige Bezeichnung nicht) die Zugkraft vor. Reduziert man diese entsprechend nach Erreichen der Maximalgeschwindigkeit, damit die Afb eben nicht mit Vollgas beschleunigt sondern eben entspannt? Mich interessieren hier hauptsächlich Fernzüge (IC/EC, ICE). Oder wählt man den Gashebel auf 0 damit der Zug ersteinmal auf 150 kph runterrollt (bei 160 Soll) und erhöht erst dann wieder den Gashebel, oder lässt man den Gashebel "vorne" es sei denn man weiß, dass da ein Gefälle kommt und baut vorher entsprechend Geschwindigkeit ab um keine Bremsung zu provozieren?


    Inwiefern entscheidet sich eine "normale" Afb Fahrt von einer LZB? Wählt man dort ebenfalls mittels des Gashebels einen "auslaufgang" nach Erreichen der Geschwindigkeit aus oder lässt man die Automatik komplett machen? Ich konnte auf youtube leider keinerlei anständige (mit Tacho und Zugkraftmesser) Führerstandsmitfahrten einsehen... wenn jemand welche hat, immer her damit. :)


    Hallo,


    wenn du es also auf den Fernverkehr beziehst, wird mit dem Vsoll Steller die Geschwindigkeit vorgewählt und mit dem Zugkraftsteller (Fahrschalter) die Leistung aufgeschaltet. Dabei legt man diesen ganz nach vorne. Die AFB ist selber so geregelt, dass sie den Zug mit einem geringeren Zugkraftwert streckt und dann aber entsprechend weiter hochschaltet, um die vorgesehenen Beschleunigungswerte zu erreichen. Je nach Zugmasse, werden die Grenzen dabei durchaus ausgereizt.
    Wenn du die eingestellte Geschwindigkeit erreicht hast, geht es ja in die Beharrungsfahrt über, sprich Zugkraft wird nur noch zum Halten der Geschwindigkeit benötigt und ist daher entsprechend gering. Ein Zurücknehmen des Zugkraftstellers ist also wie von dir beschrieben unnötig, da die AFB hier eher selten noch einmal die volle Leistung aufschaltet.
    Man nimmt in vorausschauender Fahrweise den Zugkraftsteller zurück, wenn man auf eine Geschwindigkeitsverminderung zufährt (Streckengeschwindkeit oder LA) , bzw. eine niedrigere Geschwindigkeit an einem Hauptsignal zu erwarten ist. Ein weiterer Grund wäre die energiesparende Fahrweise in Zusammenwirken mit der EBu(La) und oder der Streckenkunde (Topografie). Hier gibt es beim Fernverkehr durchaus Hinweise im Display der EBu(LA), das die Zugkraft abgeschaltet werden kann, ohne dass man den nächsten Verkehrshalt verspätet erreicht und das können bei optimalen Bedingungen durchaus einige Kilometer sein.


    Die 2. Frage ist auch wieder teilweise Ansichtssache, denn LZB und AFB arbeiten zwar zusammen, aber die AFB empfängt dann lediglich technisch bedingte Impulse, die ihr sagen Fahren oder Bremsen. Der Übergang von Fahren zu Bremsen und auch umgekehrt ist dabei vielfach sehr direkt und ohne "Feingefühl". Das vorausschauende Fahren fehlt hier auch, da eben immer nur Momentanwerte im SOLL/IST Vergleich ausgewertet werden. Man nimmt also auch hier durchaus von Hand den Fahrschalter zeitiger zurück (Begründung siehe oben), bremst dann auch gerne von Hand ab und schaltet nach dem Lösen von Hand wieder auf, wobei es die AFB eben auch allein könnte, wozu sie ohne Bedienung des Fbv Hebels & des Hebels der dynamischen Bremse über die Bremswirkgruppe auf die Bremse zugreifen kann.
    Eine Zielbremsung mit dem Ziel Halt wird aber immer von Hand ausgeführt.
    Bei der LZB kommen also die Vorgaben für die AFB immer über die Führungsgrößen + Vsoll Steller + Zugkraftsteller und den SOLL/IST Wert Vergleich, wobei die AFB dann selbstständig in die Fahr- und Bremssteuerung eingreift. Mit dem Vsoll Steller wird die Vmax laut Fahrplan / EBu(La) (eingestellt am ZDE) vorgegeben, LZB Vsoll bildet dann aber den jeweiligen Vsoll Wert für die Steuerung.
    Ohne LZB fehlen zumindest die Führungsgrößen, so dass einzig Vsoll und Zugkraft als Vorgabe existiert. Auch hier greift die AFB ohne zutun des Tf auf die Bremssteuerung zurück, aber nur, um die Vsoll zu halten. Vor Geschwindigkeitsverminderungen muss der Tf daher allein die Zugktaft abschalten und über die Bedieneinrichtungen der Bremse die Bremsung einleiten. Dann wird die neue Vsoll eingestellt und nach dem Lösen des Zuges wieder Zugktaft aufgeschaltet.


    F.

    Wenn eine AFB vorhanden ist, sollte auch mit AFB gefahren werden, da diese ja eine Entlastung darstellt, sonst wird wirklich händisch die Geschwindigkeit gehalten, was aber nicht so kompliziert ist. Was die AFB, und auch keine andere Steuerung kann, ist vorausschauend Fahren. Dieses obliegt einzig dem streckenkundigen Tf, der dann auch die AFB entsprechend bedient. Vor einer Gefällestrecke oder eine LA Stelle wird also rechtzeitig abgeschaltet, damit der Zug im Gefälle nicht zu schnell wird und wieder extra abgebremst werden muss, bzw. der Zug bis zum letzten Moment mit voller Leistung fährt um dann direkt ins Bremsen überzugehen. Insbesondere mit LZB ist der direkte Übergang Zugkraft/Bremskraft zu beobachten, wenn man nicht mal mitdenkt.
    Die AFB kann selber immer nur auf Momentanwerte reagieren, daher darf der Tf gerne mitdenken!


    F.

    Hello,


    # at the first LZB marker - the LZB guidance is beginning, at each next marker, the new or first entry (at failure or beginning trains for example) in the LZB guidance is possible
    # speed signals above 160 Km/h doesn´t exist. Speeds above 160 Km/h are only showed in the MFD (Multi Funktion Display) - LZB target speed


    Best regards and sorry for my bad english
    Frank

    Ich denke, es geht eher um das, was hier bei 4:53 zu sehen ist. Das Ne6 ist doch unstrittig.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Frank

    Zu den Zeiten, als diese Schilder aufgestellt wurden, gab es vermutlich noch keine Zugdurchsagen in dem großen Stil wie heute, somit hatten ortsundkundige Reisende in der Tat eine Hilfestellung.
    Im Osten hatte man zwar das gleiche Problem, aber der Servicegedanke war da weniger ausgeprägt zudem hatte man andere Sorgen, als Materialien dafür zu verwenden, wo es doch an vielen anderen Ecken mangelte.


    Frank

    Hallo,


    anbei mal die offizielle Definition des Bahnhofes:


    Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, halten, kreuzen, überholen oder wenden dürfen. Bahnhöfe können in Bahnhofsteile unterteilt sein. Die Bahnhofsteile können durch Zwischensignale gegeneinander abgegrenzt sein.


    Für Fahrten ohne Streckenkunde, so statthaft, gibt es in der Tat nur die Angaben im Geschwindigkeitsheft / EBuLa


    Frank

    Hallo,


    das kann sein, aber der tagesaktuelle Fahrplan für z.B. den RE 4414 Hannover - Norddeich Mole weist klar eine Vmax von 160 Km/h aus, welche bis Oldenburg auch gefahren wird. Danach durch die niedrigere Streckengeschwindigkeit nur noch maximal 140 Km/h.


    Wenn also mal Fahrzeuge mit einer niedrigeren Vmax im Zug sind, muss eine entsprechende Fahrplanmitteilung vorliegen. Wenn die Fahrzeiten so großzügig sind, kann es sein, dass es sich nicht auswirkt.


    Frank

    Je schneller der Zug ist desto schwieriger ist es logischerweise auf Sicht zu fahren. Ab 160 km/h übernimmt deswegen indirekt ein Computer (Lzb). Stell dir mal vor der Lokführer musste bei 200 auf Sicht fahren, na dann aber gute Nacht Johanna. Bei 20 km/h ist das nicht unbedingt ein Problem.


    Hallo,auch bei 160 Km/h dürfte es arg schwierig werden auf Sicht zu fahren, daher wird, wie bereits gesagt, nach Signalen gefahren. Diese sagen einem ob, und mit welcher Geschwindigkeit man den folgenden Streckenabschnitt befahren darf.
    Kommt man mit 160 Km/h um eine Kurve und sieht somit das dort stehende Vorsignal erst im letzten Moment, zeigt sich, weshalb man signalgeführt nur bis 160 Km/h fahren darf. Hierfür entscheidend ist der Bremsweg, der i.d.Regel auf Hauptbahnen 1000 Meter beträgt. Mit der ebenfalls erforderlichen Bremsausstattung und den daraus resultierenden Bremshundertsteln reicht der Bremsweg dann gerade noch, um bei Vr0 / KS2 noch vor dem Hauptsignal zum Halten zu kommen.
    Ab 160 Km/h kann dann durch die elektronische Führerstandssicht und den daraus möglichen grösseren Bremswegen / speziell berechneten Bremskurven schneller gefahren werden. Dabei erfolgen über die Führerraummanzeigen lediglich die Aufträge Zielgeschwindigkeit, Sollgeschwindigkeit und Zielentfernung und somit quasi der Auftrag LZB fahrt oder eben nicht.
    Die somit mögliche "Führerstandssicht" ist geschwindkeits- und bauformabhängig und geht bis 12700 Meter. Wo der Tf eines signalgeführten 160 Km/h Zuges bei schlechter Sicht an der Scheibe klebt und das Vorsignal erwartet, sieht der LZB geführte Zug bereits bis zu 12700 Meter zuvor, wo ggf. ein Halt ist.


    Die Strecke beobachten, müssen alle, auch bei 300 Km/h, nur wirklich zeitnah reagieren, kann man natürlich nicht mehr.


    Frank

    Das hängt von der Strecke ab, aber die RE 1 von Hamburg nach Rostock, Magdeburg - Frankfurt/Uelzen, Berlin - Wismar/Cottbus/Rathenow fahren definitiv 160, wo es geht. Bei der Linie Hannover - Bremen und den Metronom Linien Hannover - Göttingen /Uelzen/Hamburg gehe ich auch mal davon aus. Natürlich fährt nicht jede RE Linie 160, aber die wichtigen Hauptlinine werden heute i.d.R. mit 160 gefahren.


    Frank