Eine "Sicherheitssoftware" die jede Datei aus dem WWW als vermeintlich böse unter Generalverdacht stellt, ist so unnötig wie ein Kropf.
Prinzipiell könnte sogar eine Bilddatei, ein MP3 oder ein Word-Dokument dahingehend manipuliert worden sein, dass die dafür benutzte Anwendung auf dem lokalen PC z.B. mittels eines Overflows eine Verwundbarkeit erzeugt.
Was ich benötige, ist also keine Anwendung, wie z.B. der Norton, der mich dauernd nervt, dass das ganze WWW potentiell bösartig ist, und mich bei meinem Tun behindert, sondern ich benötige ein Programm, das möglichst zuverlässig schädlich von unschädlich unterscheiden kann, ob nun mittels Blacklist oder Heuristik, ist mir egal.
Wenn nämlich grundsätzlich alles unter Generalverdacht stünde, dann wäre ein solches Programm unnötig. Für eine generelle Paranoia benötige ich kein Programm. Schon gar keins, das Ressourcen (Strom+Zeit=Geld) frisst und echtes Geld kostet.
Free-Avira konnte das eigentlich ganz gut und auch dezent, wenn man von paar Werbeeinblendungen absieht. Mir wäre jedenfalls keine Infektion durch Viren, Würmer oder Trojaner bekannt auf den PCs, mit denen ich im Freundes-/Verwandschaftskreis zu tun habe, und die quasie meine Schutzbefohlenen sind.
Viel wichtiger sind geeignete Maßnahmen gegen die Werbe-Pest, die inzwischen auch dafür bekannt ist, Rechner zu verseuchen (unabsichtlich oder nicht) und damit nicht nur nervt, sondern einen auch noch ausspioniert und einen Haufen Ram, CPU und Bandbreite kostet.
Daher habe ich mir eine manipulierte Hosts-Datei angelegt, die sämtliche Werbeanfragen und sonstige Anfragen zu Schundseiten umbiegt, so dass die ganze Jauche garnicht erst von meinem Browser/PC abgefragt wird. AdBlock geht natürlich auch, aber ich machs lieber "Oldschool".
Und wer mich jetzt nervt, von wegen dass die Seiten doch von Werbung leben müssen, für den habe ich nur 1 Wort übrig: Notwehr. Denn die Werbeindustrie hat es einfach übertrieben, indem sie die Geduld der Surfer wie eine Zitrone presste und drückte und quetschte, um den letzten Tropfen an Spionageertrag durch Tracking oder überfrachtete Werbung vom Surfer zu erpressen.
Inzwischen haben zahlreiche (nicht alle) Werbenetzwerke und -unternehmen bei mir dasselbe Image wie niederstes kriminelles Geschmeiß, das ich in keinster Weise gewillt bin, bei mir auf dem PC zu dulden, geschweige denn, zu unterstützen mit Strom, Zeit, Nerven und Daten über mein Surfverhalten.
Wenn man nur einen Downstream von etwa 1800 kBit/s hat, wie wir hier, macht sich das extrem bemerkbar, ob eine Webseite ohne Werbung nur 400 kB hat oder mit Werbung 3 MB.
Worauf ich hinauswill... Die Pestilenz im Netz ist nicht der Cracker oder das ScriptKiddie, sondern niederträchtige Werbung und Spam.
Verschlüsselungstrojaner? Phishing? Gefährliche Email-Anhänge? Unbekannte Exe-Dateien? Dagegen hilft Gehirn einschalten (Brain.exe).
Wer eine Exe-Datei aus dem Netz wirklich benötigt kann die Exe ja bei Virustotal hochladen und testen lassen.
Und noch'n Tipp: Im Email-Client das HTML für die Anzeige von Emails abschalten und nur Text anzeigen lassen. Nicht mehr so schön, aber viel sicherer. Der Email-Client lädt sonst den Ranz an Bildern von fremden Servern nach. Dort weiß man dann auch, dass ihr deren Spam gelesen habt, was noch mehr Spam zur Folge hat, weil man nun weiß, dass eure Email-Adresse aktiv und in Benutzung ist.
Mit "nur Text" bleibt das aus, weil keine Inhalte nachgeladen werden müssen.