Posts by DB-Freund

    Diese Strecke und ihr Zugverkehr war mehr als interessant - vor 25 Jahren! Als 1997 alle Güterzüge wegen der Elektrifizierung zwischen Hamburg und Flensburg und der festen Beltquerung von der Vogelfluglinie genommen wurden, ging es bergab. Auch der internationale Reiseverkehr wurde weniger.
    Kurzer Rückblick: 1990 fuhren ausschließlich 218 in Einfach- oder Doppeltraktion vor den Zügen. 1993 kamen die 232 (vor Güterzügen) und 234 vor EC, IR, D-Zügen zum Einsatz und verdrängten die 218 vor fast allen Zügen. Danach wie oben beschrieben.
    Im Stellwerk Puttgarden (ich war mehrmals dort) saßen mehrere Fahrdienstleiter, die die ganze Strecke bis Lübeck kontrollierten und steuerten. Dort wurden auch bei Verspätungen die günstigsten Kreuzungsbahnhöfe festgelegt.
    Von den freundlichen Bahnern bekam ich Loklaufpläne und die "Segelpläne", in denen die Gleisbelegung in Puttgarden und die Weiterbeförderung/Ankunft mit welchem Schiff festgelegt war.


    Aber diese Streckenepoche baut keiner, weil er/sie nicht kennt. Und bei der Szenariobeschreibung von MJ musste ich schmunzeln (sorry Malte) "Realer und abwechslungsreicher KI-Verkehr". Gibt es auf der Strecke nicht, bin dort jedes Jahr im Urlaub.

    Na ja, beim MSTS und dem Hersteller der meisten Strecken war eben alles, was man nicht besser konnte oder wollte, dem "Spielspaß" geschuldet. Dazu kamen die fehlenden Sonderformen der Weichen. Und es fehlte der bahntechnische Sachverstand oder Wille.
    Beim TS ist es nicht viel anders. Die Strecken sollen topp realistisch und "modern" sein, was, abgesehen von wirklichen Fehlern, nur der beurteilen kann, der sie in der Realität kennt. Auf denen wird dann gefahren, was gefällt ("...ist ja nur ein Spiel"). Irgendwie passt das in meinen Augen nicht.
    Ich schwanke beim TS immer wieder zwischen fahren und etwas kaufen und nicht mehr fahren und nichts mehr kaufen. Meine Hauptbeschäftigung am PC ist der Flusi.

    Nürnberger 151 (2 Zugpaare) und 140 (1 Zugpaar) zogen vor der Wende die Interzonenschnellzüge zwischen Nürnberg und Probstzella.
    Hagener 151 (ersatzweise 150) zogen den D712 Frankfurt-Oberhausen zwischen Gießen und Hagen. Natürlich zogen sie auch Nahverkehrszüge aus 3 Silberlingen oder 4 Umbauwagen.
    Loks verkehren im Umlaufplänen, da steht genau drin, welche Lok aus welchem Zug kommt und mit welchem Zug sie weiterfährt. Da wird nichts dem Zufall überlassen. Beim Personal dasselbe: der Lokführer weiß auch schon Wochen vorher, welche Dienste er wann zu fahren hat. Wie sollte er sonst mit seiner Famile sein Privatleben planen? Keiner kommt zum Dienstantritt und fragt: "Was soll ich denn jetzt machen?"

    Dann drückt also eine KI Rangierlok einen Zug über den Berg, oben werden die Waggons entkuppelt, für jeden Wagen die Weichen einzeln für die Richtungsgleise gestellt und wenn ein Richtungsgleis voll ist und alle Wagen gekuppelt sind, kommt die Streckenlok, macht die Bremsprobe und fährt mit dem Zug los. Das kann der TS? Wahnsinn!
    Ablaufberge auf der Ruhr-Sieg-Strecke müssten in Hagen Güterbahnhof, Hagen-Kabel, Finnentrop und Kreuztal Rbf sein. Hagen-Vorhalle als einer der größten Rangierbahnhöfe im Westen ist ja leider nicht dargestellt worden. Hagen Güterbahnhof war für Stückgut und später Container zuständig und schon lange außer Dienst.

    Das ist eine sehr schöne Sammlung!
    Passt vielleicht nicht ganz hier her:
    ich habe mir inzwischen die Trainworx Re 4/4 II ubnd die Re 6/6 geholt und habe das Problem, dass immer eine Rest Bremskraft bleibt. Ich habe mir sowohl die Anleitung durchgelesen als auch das Video des Erstellers angesehen. Finde den Fehler nicht.


    Danke
    Werner

    Die Bilder geben gut die hügelige ostholsteinische Landschaft wieder. Aber welcher Hafen soll das auf dem ersten Bild sein? Puttgarden ist ein reiner Fährhafen und bis Lübeck gibt es auch keinen Hafen mit Güterverladung mehr.

    Hallo Bernd,
    wieweit geht denn Dein "Sulinger Kreuz"? Der VT08 fuhr den "Hanseat" auf der Rollbahn in den frühen 60ern. Als Nahverkehrs- und Eilzug kam er in Schleswig-Holstein und im Harz incl. Braunschweig und Hannover zum Einsatz.
    Evtl. eine Verwechslung mit dem VT23/24?


    Gruß
    Werner

    Freshbase, ich habe den TSW nicht. Aber wieso kann man im TS keinen Fahrzeugwechsel oder keine Schicht nachstellen? Zwischen zwei Zügen liegt immer eine Pause, man fährt nicht 5 Minuten später mit einem anderen Zug weiter. Nach dieser Zeit kann man doch auch im TS mit einem anderen Zug weiterfahren, oder habe ich Dich falsch verstanden?
    Übrigens kann man sich auf fernbahn.de Lokführerdienste ansehen ("Wo fahren Lokführer denn so hin?", 2 Beiträge). Mit Beispielen abgedeckt sind allerdings nur die Einsatzstellen des Fernverkehrs.

    Ich musste gestern in eine Großstadt im Ruhrgebiet. Mittags konnte ich problemlos zu Fuß eine siebenspurige Straße überqueren, ohne auf Autos achten zu müssen. Es waren kaum Leute unterwegs. In einem "Center" war nur DM geöffnet. 3 Leute vom Ordnungsamt habe ich insgesamt in den paar Minuten, die ich auf der Straße war, gesehen.


    Es war ein komisches Gefühl, alle Straßen leer, Autobahn auch relativ leer.


    Es mag in Ländern, deren Demokratien noch jung sind, Einschränkungen dauerhaft geben. Für Deutschland habe ich solche Befürchtungen nicht.

    Da wir gerade OT sind: ich habe mit knapp 3 Jahren meine erste elektrische Eisenbahn bekommen, die 10 Jahre später ein kleines Zimmer füllte. Der Virus hat gewirkt. Angesteckt habe ich aber nur meinen Erstgeborenen, die Brüder nicht. Er war wie ich öfter auf Loks unterwegs und hat sein Ingenieurs-Praktikum bei der Bahn gemacht. Zum Abschluss durfte er unter Aufsicht eines Lehrlokführers einen Güterzug fahren. Beurteilung des Ausbilders danach: "Wenn das Deine Prüfungsfahrt gewesen wäre, hättest Du bestanden." Das hat ihn sehr stolz gemacht. Zurück ging es dann als Fahrgast im Führerstand eines ICE.


    Alles Gute für die Familie!