Der Rest ist nur Forum-Geschwätz.
Ich bin mir sicher, dass die Haltung, die diese und andere Aussagen von Entwickler-Seite hier im Thread zum Ausdruck bringen, nicht der Übersetzung geschuldet sind. Und wenn diese Haltung der Grundstein einer längst überfälligen Professionalisierung der italienischen TS-Szene sein soll, dann gehe ich davon aus, dass viele, denen nicht allzu sehr an italienischem Content um jeden Preis gelegen ist, sich auch in Zukunft lieber anderen TS-Szenen zuwenden. In Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Tschechien und Rumänien, um nur einige Beispiele zu nennen, herrschen auf der Seite der Payware- und Freeware-Entwickler, jedenfalls überwiegend, ein anderes Qualitätsniveau und andere Umgangsformen mit Kunden bzw. der Community vor.
Mal ganz grundsätzlich: Wie ich es kürzlich schon zur neuesten auf Steam verfügbaren UK-Strecke (Buchan Line) angemerkt habe, befremdet es mich sehr, dass mancherorts Payware-Entwickler ihren Kunden im Jahr 2025 immer noch Strecken mit Kuju-Vegetation u. ä. anbieten. Das mag manche - aus nostalgischen Gefühlen heraus oder warum auch immer - nicht stören und jeder soll kaufen oder nicht kaufen was er will und kann. Für unzeitgemäße Produktqualität sind aber meiner Meinung nach nicht nur anspruchslose Entwickler, sondern auch anspruchslose Kunden verantwortlich. Zur Erinnerung: Für etwa den gleichen Preis wie die erwähnte UK-Strecke und die hier thematisierte Strecke ist z. B. seit 2017(!) Konstanz-Villingen erhältlich. Deutlich kürzer als Torino-Novara, ja, aber das kann ja nicht das entscheidende Argument sein. Und selbst RSSLO, soweit ich weiß wie das damalige vR-Team ebenfalls hauptberuflicher TSC-Entwickler, ist gerade bei den Vegetations-Assets auf einem deutlich anderen Stand und zeigt ein gewisses Maß an Kritikbereitschaft gegenüber der Community. Und von dem, was viele, viele Community-Mitglieder nebenberuflich oder unentgeltlich Herausragendes für die TSC-Community leisten, gerade in paywarearmen Szenen wie der niederländischen oder der tschechischen, und dabei den sachlicheren Teil vom "Forum-Geschwätz" oftmals dankbar aufnehmen, will ich auch mangels Vergleichbarkeit gar nicht anfangen. Das können viele (hauptberufliche) Payware-Entwickler nicht leisten. Aber ein halbwegs zeitgemäßes Grundniveau, verbunden mit ein bisschen Demut angesichts dessen, was schon mit überschaubaren Mitteln offensichtlich aus dem guten alten TSC herauszuholen ist und vielfach herausgeholt wird, sollte die Community, gerade als potenziell zahlende Kunden, auch von Payware-Entwicklern erwarten (dürfen).