Beiträge von Holzlaender

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    Jip danke und das wird auch noch ein wenig dauern, bis es fertig ist, auch wenn es zur Zeit recht fix vorangeht. Die nächste große Baustelle um Gelenau wird mich jedenfalls einige Wochen beschäftigen, da ich dort auf gut ein dutzend sehr markanter Originalgebäude nicht verzichten kann, um dieser einmaligen Szenerie rundum den Bahnhof gerecht zu werden und ich nebenbei noch zumindest den sichtbaren Teil des sehr langgestreckten Ortes nachbilden muss ;)


    Aber noch ist es nicht ganz soweit und es geht weiter auf der Rennstrecke durch Wiesen und Felder :whistling:


    Weiter am Hang entlang wird der Blick Richtung Gelenau zunehmend offener, auch wenn man dort noch nicht viel sehen kann...


    ...und dabei geht es auch an einer kleinen "Farm" vorbei, das früher sicher zur LPG gehört hat und von wo aus so manche Weide bewirtschaftet wird. An dem angrenzenden Wegübergang endet heute auch vorerst der Radweg entlang der Trasse und geht erst nach Gelenau weiter.


    Ein Grund dafür liegt wohl an der direkt daran anschließenden Brücke am km 5,55 über die Weiße Leite und am anderen Ufer des kleinen Bachs ist auch schon der Ortsrand von Gelenau erreicht und die Auffahrt zum Bahnhof beginnt. Nun allerdings ein wenig unwegsamer, als bisher und als damals sowieso :whistling:

    Nachdem sich Bahn und Straße wieder getrennt haben, breiten sich Weideflächen dazwischen aus und der Fluss schlängelt sich dahin


    Die Straße führt auf der anderen Talseite bergan und dabei auch an einer Mühle vorbei, die ausnahmsweise mal keinen Bahnanschluss erhalten hatte, was wohl an der ungünstigen Lage zur Strecke gelegen haben mag. Auch eine Kleingartenanlage hat sich hier breit gemacht, wo eine kleine Nebenstraße in ein Seitental führt, in dem es ebenfalls ein Kalkbergwerk gab und nun eine Gaststätte auf Gäste wartet ;)


    Auch entlang der Strecke bei km 5,10 kommt man hier an ein paar Gärten vorbei, die damals noch nicht so zahlreich waren und nun die beräumte Trasse als Zufahrt nutzen. Der letzte Kilometer der Strecke bis Gelenau ist von hier aus bereits gut einsehbar und das wichtige Etappenziel in Sicht ;)

    Ja von neuesten Treibern wird man nicht immer gut bedient, das kann schon mal nach hinten losgehen^^


    Ein kleinerer FOV/Blickwinkel könnte aber durchaus nicht nur helfen, sondern auch optisch besser wirken, außer man steht auf das arcademäßige Gefühl in eines Highspeed-Rennspiels :ugly: Als es den Regler für das Sichtfeld in den Optionen noch nicht gab, war das FOV standardmäßig auf 65 eingestellt (100 wäre ganz rechts, wie in diesem Fall). Für einen realistischen Blickwinkel wären 45 noch besser, um es wirklich mit den Augen eines TF zu sehen und keine unnatürlichen Verzerrungen mehr zu haben. Das kann man auch über die PlayerProfiles.bin eintragen, wenn der hakelige Schieberegler zu ungenau ist ;)

    Steht doch in Beitrag 6, er hat Ambient Occlusion ausgeschaltet. Das ist zwar nett gemeint von DTG und auch sicher für alte Strecken mit einfachen Gebäudemodellen und Pappaufstellern sinnvoll, etwas mehr Tiefe reinzubringen, aber wenn man eh schon damit arbeitet im vornhinein, dann wird es damit eindeutig zuviel des Guten und bremst obendrein noch die Performance :ugly:

    Sieht auf jedenfall schon passender aus, als das mickrige Original, dass man in 2min zusammengezimmert hat mit einfachsten Texturen und furchtbaren Normalien :ugly: Nur schade, dass das dazugehörige Anschlussgleis wohl nicht dazukommen wird, das zusammen mit dem Silo gebaut wurde :/

    Die Bahn schlängelt sich von hier weiter am Hang entlang und vorbei geht es in leicht geschwungener Streckenführung an Wiesen und Weiden durch das weiter werdende Wilischtal ^^


    Unterwegs kommt man wieder mal einem ausgemusterten Wagenkasten vorbei, der der Bahnmeisterei als Rottenunterkunft und Lagerschuppen diente. Hierbei handelte es sich um einen säschischen Länderbahnwagen IV.Klasse der Gattung 188 aus den 1870ern, der irgendwie seinen Weg hierher ins Wilischtal fand. Die bereits mitte der 1950er sich hier unter dem Fundament des Wagenkastens festgewurzelte Birke zeugt mit ihrem verbogenem Stamm noch bis heute von seinem Standort :D


    Vermutlich war er damals mal auf der CAA-Linie (Chemnitz-Aue-Adorf) im Einsatz oder einer anderen naheliegenden Strecke im Erzgebirge, bevor der Bau von sogenannten "Secundarbahnen" in Sachsen beschlossen wurde. Wenn man Glück hatte, konnte man damit auf einfachen Holzbänken reisen, aber hier waren es wohl ausschließlich Stehplätze, wofür die spartanische Fensteranordnung und hochgezogene Lage spricht :whistling: Einen ähnlichen Wagen zeigt dieses Bild eines restaurierten Wagens der Gattung 190 von 1875 mit 60 Stehplätzen. Außerdem ist dabei noch eine Variante ohne Oberlicht entstanden, die den Platzhalter in Steinbach an der Wasserstation ablösen kann, auch wenn es nicht genau der gleiche Typ ist, ist es so doch deutlich passender :D

    @bernd_NdeM Ja das Unkraut versenke ich meistens etwas, wenn es sonst zu dominant werden würde. Das mach ich mittlerweile schon ohne nachzudenken und würde mich direkt anspringen, wenn ichs nicht machen würde ^^ Falls jemand den großen Fischteich auf den Bildern vermisst hat, der wäre hier. Ist übrigens der größte im Einzugsgebiet des Thumer Netzes:


    Eine Kuhtränke wäre sicherlich praktisch, sieht man ja häufiger hier im ländlichen Raum. Einen DDR-Briefkasten hatte ich ja bereits am Bahnhof Großrückerswalde angebaut, den bräuchte ich ja nur separieren und mit ner Rückwand versehen. Glaub die bei der S-Bahn Rostock haben auch keine Rückwand, also die zumindest die Hängevariante nicht. Aber so oft brauch ich den ja bisher nicht...wird sich vielleicht ändern, wenn es quer durch die Ortschaften geht im letzten Drittel ;)


    So schön Landschaftsbilder an sich schon sind, wirkt das Ganze ja erst so richtig mit dem einigermaßen passenden Rollmaterial. Gut dass ich da noch was auf Lager hab :D



    Weiter gehts entlang der Straße, mit der sich die Bahn das Planum teilt. Nachdem der erste Mühlgrabenzufluss überquert ist, wird es noch enger und es geht auf einer Stützmauer voran, die auch heute noch vorhanden ist. Der Mühlgraben ist längst verfüllt und dient heute wohl nur noch der Straßenentwässerung ;)


    Nach dem auch der zweite Grabenzufluss überquert ist, der nebenbei auch noch einen Fischteich speist, verbleibt die Straße auf diesem Niveau, während die Strecke weiter ansteigt. Aus diesem Grund hat sie sich wohl auch dazu entschieden nun getrennte Wege zu gehn und schwenkt dazu von der Straße ein Stück weg und verläuft nun wieder auf eigenem Damm in etwas Abstand zur Straße und jetzt hinter den Alleebäumen ^^


    Bei km 4,55 laufen Bahn und Straße nun endgültig auseinander und während die Strecke sich hier weiter am Hang entlanghangelt, wechselt die Straße auf die andere Talseite und sie werden wir erst bei der Einfahrt von Gelenau wiedersehen, was man von hier aus bereits sehen könnte, wenn es denn schon fertig wär :whistling: Daher gibt es bis dorthin hier auch das letzte Vergleichsbild aus der damaligen Betriebszeit und damit wir auch recht bald den bedeutendsten Zwischenbahnhof der Strecke erreichen, geht es auf den nächsten 1,6km auf die sogenannte Rennstrecke. Der letzte Mitte der 60er Jahre noch runderneuerte Oberbauabschnitt, bevor die Rationalisierungsmaßahmen beschlossen und damit das Verschwinden von zahlreichen Strecken besiegelt wurden, erlaubte hier dem Lokpersonal, die kleinen Maschienchen mal so richtig auszufahren und alles aus ihnen herauszuholen. Also die vollen 30km/h!!! *lach*

    Das stimmt, das mache ich grundsätzlich nicht, weil meine Gebäude nur sehr selten auf ebenem Grund stehen und ich daher stets noch einen halben Meter Fundament dazugebe, um das auszugleichen. Das würde dann merkwürdige Schattenkanten erzeugen und nicht immer passen. Außerdem wäre es damit nicht mehr flexibel einsetzbar für andere Untergründe, was für mich und alle die meine Assets nutzen wollen ein entscheidender Faktor ist ^^ Den Rest muss die TS-Beleuchtung eben ausmachen ;)


    Ich hab das hier mit den Kalköfen aber nochmal probiert und wie man sieht, sieht man nicht viel, da sich auf so einem pyramidenförmigen Objekt kaum Schatten vom Boden abbildet, außer ganz am unteren Rand, wo das Fundament senkrecht ist. Dazu kommt, das es sich durch Texture Tiling kaum Farbnuancen machen lassen, ohne dass sie merkwürdig wiederholende Muster ergeben, also hab ich den Schmutz in die Lightmap eingepflegt, wo man ihn bei direkter Beleuchtung aber kaum noch sieht. Im Schatten umso mehr :ugly: Für ein Objekt, dass keine bahnrelevante Funktion hat und nur ein POI-Objekt abseits der Strecke ist, ist das aber nun Aufwand genug :whistling:

    Ach so wirklich verschmutzt sind die eigentlich gar nicht. Als die noch in Betrieb waren, hatten die ja noch 18m hohe Schornsteine mit der Ofengicht aufgesetzt, die den Rauch abzogen und sonst wurden die ja nur mit Kalkstein beschickt, was die eher noch weißer werden lassen würde :ugly: Aber natürlich gibt es eigentlich ein paar mehr Farbunterschiede, weil als Baumaterial genommen wurde, was man eh schon aus dem Berg geholt hat. Also hab ich zumindest noch etwas Patina aufgetragen ^^


    @143er Ja auf ganz hohem Niveau, wenn man sich schon über sowas streitet^^ Ne falsch ist es eigentlich nicht, ich hab es nur in seinem Ursprungszustand nachgebaut, denn diese offensichtliche Verformung am oberen Rand stammt eindeutig von der besagten Beschädigung durch Baumwurzeln und gefrorenem Eis in den daraus entstandenen Rissen im Gemäuer. Durch die jahrzehntelangen Ablagerungen von Laub hat sich auf den Öfen bereits öfters ein kleiner Wald entwickelt, der alle paar Jahre mal zurückgeschnitten wird. Die Wurzeln treiben die Mauern aber unweigerlich auseinander und daher sieht es oben bereits aus, wie bei einem alten Pinsel und die Fugen zwischen den Steinen treten immer stärker hervor. Diese Beschädigung ist aber nicht bei beiden gleich, einer ist stärker davon betroffen und das war bereits 1956 so, wie auf dem Bild hier. Ob da vielleicht noch Schäden im Krieg dazugekommen sind oder es beim Abbruch der Schornsteine dazu kam, weiß ich nicht *denk*


    Wie das früher aussah, sieht man ja ein wenig auf der alten Postkarte, hat aber auch von der Grundform Ähnlichkeit mit den Kalköfen in Pockau-Lengefeld hier (von den Verbindungsbauten abgesehen):

    (Bild von Dr. Bernd Gross - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=43620040)


    Auf jedenfall brauch ich später ja noch intakte Kalköfen, also von daher will ich mir da ein weiteres Modell sparen :ugly:

    Nein fehlt es nicht, aber soviel gibts da auch nicht mit Schattenwurf bei nahezu glatten Oberflächen. Da kommt es nur bei den Öffnungen wirklich zum tragen und wenn es wie oben gerade komplett im Schatten des Berges liegt, sieht es nunmal ziemlich gleich beleuchtet aus. Zu günstigeren Uhrzeiten geht das ^^

    km 3,74 - Haltestelle Grießbach (Teil 3):



    Der andere wichtige Abnehmer im Güterverkehr war das Kalkwerk Grießbach, dass hier seit 1810 Bergbau im Lerchenberg betrieb und wohl das Freiladegleis zum Güterumschlag nutzte. Mit der Errichtung der Hochbauten 1912 im Bahnhof gab es auch konkrete Pläne, das Stumpfgleis bis ins Kalkwerk zu verlängern, aber ob es tatsächlich auch so umgesetzt wurde, ist umstritten. Denn bereits 1920 wurde das Kalkwerk geschlossen, nachdem der Bergbau nicht mehr ergiebig genug und die Lagerstätte aufgebraucht war. Bevor es dazu kam, ist wohl diese Postkarte entstanden, als auch noch das Bahnhofsrestaurant florierte ^^


    Seither verfallen die Reste des Kalkwerks zusehens, aber zumindest die beiden 1861 erbauten massiven Rüdersdorfer Kalköfen sind auch nach 100 Jahren noch immer sehr beeindruckend und trotzen mit ihren dicken Mauern noch der Natur und den wuchernden Birken, die früher oder später die Mauern sprengen werden. Woran wohl auch der Denkmalschutz nicht viel ändern wird :/


    Wie gesagt folgt die Bahn nach der Brücke der Straße nach Gelenau und verläuft auf knapp einem Kilometer unmittelbar Parallel zu ihr (und dem Mühlgraben der Büchelmühle), so wie es auch zum Großteil auf der Strecke Schönfeld-Wiesa - Geyer der Fall ist. Auch wenn die Chaussee über all die Jahre schon einige schattenwerfenden Bäume eingebüßt hat, so kann man sich noch gut vorstellen, wie sie sich hier heiße Rennen mit dem Straßenverkehr liefern konnte :ugly: Die Geschwindigkeit im Bereich des Bahnübergangs wurde in späteren Jahren aber noch auf Schritttempo begrenzt ;)


    Und damit endet auch der erste landschaftliche Abschnitt. Jetzt wird das Tal viel offener und weiter mit hoher Sichtweite, während die kleine Bahn durch blühende Wiesen der wichtigsten Unterwegsstation entgegenrollen wird...

    So kurz vorm BÜ ist das falsch aufgestellt, das steht immer im Bremswegabstand vorm BÜ, der sich an der höchsten an dieser Stelle erlaubten Geschwindigkeit orientiert,
    Wenn Du siehst, BÜ nicht gesichert, must Du vorm Bü anhalten können.
    Siehe auch das Pdf seite 59, dass ich in Beitrag 226 verlinkt habe.

    Richtig, allerdings hat ein nichtleuchtendes So16 keinen Halt vor dem Bü zur Folge, sondern darf er dann mit Schrittgeschwindigkeit befahren werden, wenn dabei durch das Achtungssignal (Pfeifen) auf sich aufmerksam gemacht wird :whistling:


    Wann es Lichtsignale bzw Schranken an Bü notwendig macht, hat glaube ich nicht so sehr mit der Streckengeschwindigkeit zu tun, sondern hängt wohl mehr an der Einsehbarkeit des Bü, der zu erwartenden Verkehrsdichte auf der Straße und bei erhöhter Unfallgefahr ab.


    Zum anderen zu dem letzten Bild...da es sich ja um die Rügenbahn zur DDR-Zeit handelt, müsste sich korrekterweise eine Doppel-P Tafel vor einem unbeschrankten Bü stehen. Einzelne P-Tafeln gibt es für einmalige Achtungssignale nur an Trassenverengenden Gefahrenstellen, wie Tunneln und langen Viadukten, und dort stets 200m vor der Gefahrenstelle oder unmittelbar vor dem Tunnel ;) Die Pfeiftafeln an Bü stehen aber wirklich soweit vor dem Bü, wie die 5fache Streckengeschwindigkeit in Metern beträgt^^ Also wenn da in obigen Bild 60km/h wären, würde es mit 300m stimmen :D

    Die Signalmasten sind in dem Paket wie die Mastschilder seperate Objekte, die man extra platzieren muss mit dem identischen Nullpunkt. Dadurch lässt sich die Art des Masts leichter auswählen. Leider haben die dafür keine praktischen SnapPoints, was das erheblich erleichtern würde ;)

    km 3,74 - Haltestelle Grießbach (Teil 2):


    Einer der Güterkunden in Grießbach war die Büchelmühle gegenüber vom Bahnhof, die über eine Transportbrücke direkten Zugang zum Ladegleis hatte, was auch aus dem Originalgleisplan hervorgeht. Wie lange diese Bestand hatte ist ungewiss, da es nur wenige Fotos vom Bahnhof aus der Zeit vor 1946 gibt und auf keiner ist sie zusehen :whistling:


    Während die "Straße" nach dem namensgebenden Grießbach nicht über den Status eines geschotterten Feldwegs hinausgekommen ist, kreuzt die Bahn auf der anderen Talseite direkt nach der Wilischbrücke die besser ausgebaute Straße nach Weißbach...


    ...und schmiegt sich daraufhin an die Gelenauer Straße an, nachdem diese ebenfalls den Fluss überquert hat, und folgt ihr auf einigen hundert Metern unmittelbar am Fahrbahnrand - aller Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln zum trotz ^^ Die alte Steinbogenbrücke aus der Zeit, bevor es hier im Wilischtal dampfte, ist mittlerweile auch schon auf eine Spur verengt und wird wohl bald einem Neubau weichen müssen, wenn sie nicht saniert wird :/