First a historical question. Is there any zugsicherung on schmallspur strecken.
@Kim_olesen1: Nein eine richtige Zugsicherung gibt es auf diesen Schmalspurstrecken nicht, da sie wie auch viele Nebenbahnen im Vereinfachten Nebenbahnbetrieb betrieben wird und selbst echte Signaltechnik abseits von Signaltafeln ist eine Seltenheit. Im Gebiet der DB hätte man wohl Zugleitbetrieb dazu gesagt, auch wenn es da kleine Unterschiede gibt 
@mihu65: Stimmt aber die gibt es dort nur als Doppelpack mit 9m Abstand, was für meine schmalen Straßen nicht passt und wenn ich wie hier ein einzelnen Leitpfosten bräuchte hilft mir das auch nichts
Wenn es mich irgendwann mal so sehr stört, bau ich mir vielleicht selbst welche, aber das seh ich aktuell noch nicht 
Aber bevor wir uns noch zu tief ins Mikromanagement verlieren, mache ich lieber schnell weiter, um davon abzulenken, denn jetzt wird es wieder spannender im Wilischtal. Jeweils 1,5m von den Ortschaften Weißbach und Grießbach entfernt, wird hier unten im Tal der nächste Bahnhof direkt neben der Straße erreicht

km 3,74 - Haltestelle Grießbach (Teil 1):
Das es zwischen der Wilischtalbahn und der Preßnitztalbahn doch zahlreiche Parallelen und Kreuzverweise gibt, hab ich ja schon paarmal erwähnt, und wenn der Haltepunkt Wilischau mit seiner hölzernen Wartehalle das Equivalent zu Streckewalde ist, dann ist Grießbach der Zwilling von Großrückerswalde, denn vom Gleisplan her sind sie doch sehr ähnlich und nur spiegelverkehrt, wenn man Grießbach gerade ziehen würde



1946 endete hier der Güterverkehr und im Zuge dessen wurden sämtliche Nebengleise abgebaut und gingen wie tausende andere als entbehrlich angesehenen Streckenkilometer im Bereich der SBZ als Reparationsleistung an die Sowjetunion. Da es im Thumer Netz aber ohnehin schon vergleichsweise viele reine Haltepunkte gibt, hab ich den Bahnhof natürlich wiederhergestellt



Die erst 1912 errichtete Wartehalle ist die erste der Typenbauten für das Thumer Netz und gleicht denen auf der 1911 erbauten letzten Strecke nach Meinersdorf in Jahnsbach, Hormersdorf und Gornsdorf, wovon sie aber die kleinste im Bunde ist. Heute ist nur noch das Fundament vorhanden, was man unter den Bäumen und Gestrüpp kaum noch ausmachen kann (etwa mittig im zweiten Bild oben). Von den anderen existiert nur noch die in Jahnsbach in einem sehr gepflegtem Zustand. Und auch der Freiabtritt ist ein ganz typischer im Thumer Netz, den wir noch häufiger sehen werden
Außerdem gab es bis 1920 noch einen privaten Lagerschuppen zwischen der Staatsstraße und Gleis 1




Im Bereich der Ladestraße halten heutzutage die Busse im Wilischtal. Direkt im Anschluss an den kleinen, aber sehr interessant gelegenen Bahnhof, geht es auf der dritten Wilischbrücke wieder zurück ans westliche Ufer, wo sie für die nächsten 6km auch bleiben wird...



