werry:
Ich stimme dir zu, allerdings ist Modelleisenbahn ein schlechter vergleich, weil da auch die Physik/Statik oftmals einen Strich durch die Rechnung macht. Man kann nunmal keinen Handlauf von 3 cm Stärke in Spur N maßstabsgetreu nachbilden, ohne dass der vom Angucken allein schon verbiegt oder abbricht. Diese Probleme haben wir hier glücklicherweise nicht.
Und ja, ich hege Antipathien ebenfalls gegen Murks (was für ein böses Wort) und damit natürlich auch gegen die Addonhersteller, die versuchen, die Toleranzgrenze auszuloten um 'ne schnelle Mark zu machen. Aber nicht gegen einen Addonhersteller speziell. Ich bin da ganz objektiv. Das wollte ich damit in meinem vorherigen Beitrag sagen.
Es gibt auch noch eine dritte Möglichkeit. Aber auch da ist der Kunde der Verlierer.
3. Möglichkeit:
Addonhersteller, die erheblich mehr Zeit und Wissen in ihre Addons investieren müssen, um eine bestimmte Qualität ihrer Produkte zu erreichen, könnten/müssten ihre Addons verteuern, um den zeitlichen Mehraufwand und auch die notwendige Fachkenntnis und Recherche sich entlohnen zu lassen.
So oder so... wenn wir solche absichtlichen (das ist ja das Schlimme) Fehltritte akzeptieren, werden wir künftig uns an einen neuen minderen Standard gewöhnen müssen, statt einer Steigerung der Qualität, denn Strecke X und Lok Y wird es meist nicht zweimal geben, sondern nur einmal von einem Hersteller. Wenn es also einmal eine Lok Y--- (3x Minus) gibt, wird es keine Lok Y+++ (3x Plus) jemals geben.
Was unabsichtliche Fehler betrifft, so hat jeder Addonhersteller die Möglichkeit, in Form eines Updates nachzubessern und die meisten tun dies auch, selbst wenn es für eine ordnungsgemäße Funktion nicht notwendig wäre und vielleicht nur die Optik betrifft. Diejenigen aber, die das mit Absicht machen, ignorieren solche Anfragen entweder oder versuchen diese Mängel einem noch als Vorteil (z.B. Performance) zu verkaufen oder wollen das mit Unzulänglichkeiten des TS begründen. Von deren Seite kann man schon froh sein, wenn Funktionsfehler behoben werden.
Statt die Messlatte im Laufe der Jahre also höher zu legen, was unter anderem schon der technische Fortschritt implizieren sollte (z.B. mehr Rechenpower), wird sie durch solche Marktaktivitäten nach unten gedrückt. Das kann doch kein Nutzer ernsthaft wollen.