Ich glaube, hier liegt einfach ein Missverständnis vor.
Keiner hat hier behauptet, dass zu volle Platten allein wegen der Menge an Daten kaputt gehen.
Aber... - und ich glaube, dass hier das Missverständnis entstand - unstriitig ist, dass zu volle Platten zu Fehlern führen können, die zwar nicht mechanischer/physikalischer Natur sind, aber dennoch zu Fehlfunktionen führen können. Wer einmal eine zu volle Platte hatte, und wenige große gegen viele kleine Dateien ersetzte und damit unbewusst den MFT aufblähte, weiß, was ich meine oder wenn die dynamsiche Verwaltung des virtuellen Arbeitsspeichers plötzlich gegen Beton läuft, weil Windows was haben will, aber nichts verfügbar ist. Es gibt viele unliebsame Symptome, die zwar nicht die Platte kaputt machen (eigentlich schon, aber dazu später mehr), aber trotzdem ganz grausame Probleme mit Datenverlusten verursachen können.
Wenn ein Festplatte derart voll ist und darüberhinaus auch noch fragmentiert ist, so dass der Festplattencontroller kaum Luft zum Arbeiten hat, dann führt das zu einem starken Anstieg an Schreib-Lesevorgängen. Das ist dieses typische Knattern/Rattern, wenn der Schreiblesekopf 1000x je Minute hin- und hereiert und die Daten versucht loszuwerden und einzulesen, die an vielen kleinen Stellen der festplatte verteilt sind (Stichwort: Zugriffszeit).
Und das verursacht Wärme und stresst die Platte, was deren lebensdauer reduziert.
So gesehen ist das nicht von der Hand zu weisen, auch wenn Norbert das so garnicht sagte.
Eine festplatte kann immer kaputt gehen, egal ob voll oder leer. Egal ob alt oder neu. Aber das Risiko, dass bei einer vollen Platte steigt, weil sie erheblich mehr zu tun hat, ist -denke ich- unstrittig.
Alles gesagte gilt für herkömmliche Festplatten, nicht SSDs. Das zur Klarstellung.
So, und jetzt wäre es schön, wenn wir uns alle wieder lieb haben 