Die Evolution einer Stadt in Cities:Skylines auf der wunderhübschen, aber nicht ganz einfachen Karte "Raerei Coast" aus dem Steam Workshop.

Am Anfang steht natürlich erstmal ein kleines Wohngebiet (links) und ein bisschen Industrie (hinten). Der Autobahnanschluss vorne führt in den Rest der Welt und dient als Einstiegspunkt für die simulierten Bürger. Das ist auch - abgesehen von Flugzeugen und Schiffen - der einzige Straßenzugang auf dieses Insel-Archipel, was sich später noch als Knackpunkt erweisen wird. Die Stromleitung vorne führt zu ein paar Windrädern für die Stromversorgung.

Nachdem die ersten Cims glücklich eingezogen sind und das Dörfchen etwas gewachsen ist, sieht das ganze doch schon ein wenig mehr nach Wachstum aus. Der Autobahnanschluss ist zu einem großen Kreisverkehr ausgebaut, die Industrie hat sich vergrößert und unten in der Mitte hat ein Ladenviertel aufgemacht. Im Hintergrund werden schon die nächsten beiden Erweiterungen geplant. Links an dem See entlang für ein weiteres Wohngebiet, den Hügel hoch für mehr Industrie und die Fortsetzung der Autobahn ist auch schon geplant.

Ein paar Wochen später haben sich rund um den See schon etliche neue Cims ein Zuhause gesucht, auf der Hochebene fühlt sich eine Agrarindustrie sehr wohl, bietet aber nur vergleichsweise wenig Arbeitsplätze. Deshalb ist links hinter dem Hügel versteckt noch ein weiteres normales Industriegebiet gewachsen. Dummerweise gab es ein mittelgroßes Problem in der Gesundheitsversorgung, das zu lange unbeachtet blieb und jetzt gibts jede Menge tote Einwohner. Man sollte halt wirklich darauf achten wo man sein Abwasser hinleitet (die Ausgänge sind unten mittig) und wo man das Frischwasser herholt. Die Wasserpumpen standen unten am Strand, wo sie niemanden störten und gemütlich vor sich hin pumpen konnten. Dummerweise erzeugt der Wasserfall so viel Strömung rund um die Insel, dass das ganze Dreckswasser genau an den Pumpen vorbei fließt...
Also schnell mal umplanen, die Wasserpumpen umsetzen und noch 1-2 neue Friedhöfe bauen.

Nachdem das Gesundheitsproblem gelöst ist, gilt es sich dem nächsten großen Problem zuzuwenden: Verkehr! Der eine Autobahnanschluss ist echt ein bisschen wenig und der ganze Verkehr für den neuen hinteren Teil der Stadt lässt sich mit einem einfachen Kreisverkehr nicht mehr bewältigen. Ich präsentiere: den ersten Spaghetti-Knoten der Stadt!
Dessen (erstes) Design ist relativ kunstvoll und war nicht ganz einfach, aber schafft es zumindest den ersten Ansturm auf die Stadt ganz gut zu bewältigen. Der Kreisverkehr unten drunter zur Verteilung des Verkehrs ist geblieben, aber die Autobahn jetzt durchgängig oben drüber gelegt. Und die verknotet sich so wunderschön, weil der Erbauer der Karte schlichtweg mit Linksverkehr gebaut hat. Also führt die linke Autobahn in die Stadt rein und die rechte hinaus. Weil mir das ständige Umdenken aber zu doof war, habe ich gleich noch die Fahrtrichtungen mittels Verknotung angepasst. Das auf dem Bild grade so wenig Verkehr zu sehen ist, liegt daran das es recht frisch nach den Umbauarbeiten war und sich die Cims erstmal an die neuen Wege gewöhnen müssen.

Derweil im hinteren Teil der Stadt: die Agrarindustrie boomt und kann mit ihren Feldern auch das neue Stadtzentrum rund um den ersten Wolkenkratzer versorgen. Und für alle anderen Dinge des täglichen Bedarfs fährt man halt durch 2 große Kreisverkehre und ein Autobahnkreuz auf die andere Seite der Stadt zum zweiten großen Industriegebiet. Oder man fährt einfach mit dem Bus ins Einkaufszentrum am linken Kreisel.
Die Energieversorgung der Stadt läuft mittlerweile übrigens durch einen geschickt gesetzten Staudamm, über dem Wasserfall aus dem 2. Bild. Der produziert soviel Energie, das wird eine Weile reichen. Und rechts davon seht ihr die neue Abwasser-Anlage der Stadt. Die Klärwerke produzieren nicht mehr ganz so viel schädliches Abwasser, aber mit mehreren in Kombination reicht es immer noch für eine ordentliche Verschmutzung. Der ältere Mist hat sich derweil schon fast verflüchtigt und ist weggespült, aber immer noch ein bisschen zu sehen.

Tuuuuuuuuut! Nachdem wir mittlerweile so viele Einwohner haben, gibt es auch Bedarf für Touristen von außerhalb zu sorgen. Im schicken Luxus-Wohngebiet unten am Strand stehen jedenfalls auch ein paar Hotels und einige Strandparks bereit, ansonsten gibt es in "Downtown" mittlerweile noch mehr Wolkenkratzer zu besichtigen. Der erste Stop für Besucher von auswärts ist natürlich erstmal der kleine Leuchtturm direkt am Hafen. Direkt von dort werden sie dann per Bus zu ihren anderen Zielen befördert.

Oh Nein! Die armen Kühe! Zum Glück ist die Feuerwehr schon zur Stelle!
Aus den großen Wohnblocks gibt es sicherlich einige Leute, die dem Einsatz zugucken.

30.000 Einwohner, genau die richtige Zeit um die Stadt mal wieder kräftig zu erweitern. Vorher wurde aber erst noch eine Eisenbahn gebaut, die mittlerweile den ersten Stadtteil mit "Downtown" verbindet. Die Fahrt erinnert zwar durch die vielen Hügel und das rumgewurschtel der Schienen um die Autobahn herum zwar vielfach eher an eine Achterbahn, aber die Cims mögen ihr neues Transportmittel. Auf dem Bahnhofsvorplatz gibts dazu noch einen kleinen Busbahnhof, der die umliegenden Industrien und natürlich das Wohngebiet anbindet. Unten deutet sich schon an wohin die Stadt wachsen wird, erstmal will aber der Berg links besiedelt werden.

Zeitsprung: einige Stunden später hat ist die Stadt krätig gewachsen. Der "Gipfel-Platz" ist vollständig mit einem weiteren luxoriösen Wohngebiet bebaut, das Autobahnnetz wurde stark erweitert und bindet schon die nächsten noch leeren Gegenden an, aber vor allem ist die Stadt auch in der Mitte gewachsen. Am Südrand des Auen-Viertels mit seinen Farmen fängt die "Airport City" an Gestalt anzunehmen. Ein nicht ganz unbekannter Spieleentwickler hat dort gleich mal seine Firmenzentrale gebaut und rundherum sind viele weitere Büros entstanden. Seinen Namen trägt das Viertel natürlich auch nicht von ungefähr, denn ein schicker neuer Flughafen schließt das Hochplateau ab. Natürlich auch gleich mit Anbindung an die Eisenbahn und Busse, schließlich müssen wir immer noch auf den Verkehr aufpassen... Die Holz-Industrie rechts am Rand hat jedenfalls viele neue LKW-Flotten in die Stadt gelockt, die langsam aber sicher doch die Autobahn verstopfen. Mal sehen ob sich das noch in den Griff kriegen lässt.

Zum Abschluss noch ein kleiner Panorama-Blick auf den Flughafen und das neue Büro-Viertel dahinter. Die Stadt ist mittlerweile auch noch weiter gewachsen, aber das ist eine Geschichte für einen weiteren Post... 