Jaja, die Schweizer Eisenbahn, wo alles soviel besser ist...
Die Untersuchungen zum Unfall in Mainz sind noch lang nicht abgeschlossen, daher würde ich erst einmal abwarten was da noch kommt. Ich für meinen Teil kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass es nur am Sand gelegen hat. Die deutsche Stellwerkstechnik verlässt sich viel auf Gleisstromkreise, aber egal ob ein Gleis besetzt ist oder nicht, es kann in keinem Fall sein, dass zwei Signale gegeneinander auf einen Fahrtbegriff eingestellt sind.
In Reck Ost 2008 war die Situation eine andere: Die Lok war alleine unterwegs und hatte gehalten. Beim halten hatte die Lok automatisch gesandet, um ein Gleiten zu verhindern. Damit stand die Lok "auf Sand" und war somit vom Stelltisch des Fdl Recklinghausen Ost verschwunden. Jetzt wurde in das Gleis 34, wo ja immernoch die Lok stand, eine Zugfahrt eingelassen (Der Fdl hatte nach eigener Aussage keine Probleme beim einstellen der Fahrstrasse) und damit war das Unglück auch schon geschehen.
Bei dem Fall in Mainz sieht man auf den Bildern deutlich, dass die beiden Bahnen auf unterschiedlichen Gleisen stehen, und wie ich schon oben geschrieben hatte darf es gar nicht sein, dass die Züge sich so nahe kommen, obwohl beide eine Fahrtstellung am zugehörigen Hauptsignal hatten.
Außerdem: Kann es nicht sein, dass gesandet wurde, um die Bahn zum Stehen zu bringen und damit den Zusammenstoß zu verhindern?
Wie gesagt, die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen, man wird sicher noch davon hören.
Übrigens: Den Untersuchungsbericht zum Unfall 2008 gibt es auf http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de. Wer sich das nochmal genauer durchlesen möchte, kann das dort tun.


