Beiträge von 143er

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    Die WLE müsste doch Dokumente zur Umsetzung auf der Strecke veröffentlicht haben oder? Zumindest für die Rübelandbahn gibt es ein ausführliches betriebliches Regelwerk von Fels Netz und gleiches müsste man von der WLE finden. Schau da mal rein, evtl. steht dort des Rätsels Lösung?

    Ich habe da mal ein wenig gerechnet und probiert und gerechnet und probiert... Folgendes ist mir dabei aufgefallen:


    Der TS berechnet nach einer mir nicht bekannten Formel über den Wert der "MaxSpeedTolerance" scheinbar die Länge des Übergangsbogens. Dazu ein Auszug mit einigen Berechnungen aus meiner Excel-Tabelle:


    Mit einem Wert von 52 erhalte ich bei 40-mittel einen Übergangsbogen im TS von ca. 22m. Bei 40-stark liegt dieser Wert dann komischerweise bei 63 für 40m... Die Logik dahinter verstehe ich auch nicht wirklich, denn außer der größeren Überhöhung und dem daraus resultierenden größeren Winkel hat sich nichts geändert!


    Ein zweiter Apsekt, der mir aufgefallen ist, wäre der Wert von "CurveToAnglePercent". Solange ich diesen auf Werte unter 100% setze erfolgt eine Erhöhung nicht zu den geforderten 2,2° bzw. 4°. Dies lässt sich im TS einfach durch einen abgesenkten Block prüfen, der einmal auf Schienenoberkante gesenkt wird und dann + bzw. - die halbe eingebaute Überhöhung verschoben wird. Je nachdem muss die Oberseite des Würfels dann im bogeninneren/bogenäußeren auf Höhe der Schienenoberkante sein. Schafft man nur mit einem Wert von 100%!
    Dazu ist außerdem noch zu sagen, dass mit dem Wert von 100% immer, egal ob Radius 300m oder der MinRadius 190m, die Überhöhung von 2,2° bzw. 4° eingebaut wird. Im TS scheint also keine Funktion für kürzere Übergangsbögen und damit größere Radien den neuen Winkel zu errechnen. Ich werde jetzt noch ein wenig mit dem CurveToAnglePercent rum spielen und schauen ob dieser Wert dann die Länge meines Übergangsbogens beeinflusst.


    EDIT:
    Erst ab einem Wert für "CurveToAnglePercent" unter 20% erhalte ich nicht mehr den maximalen Winkel, sondern niedrigere Werte. Somit müsste man für wirklich jeden zu verbauenden Radius eine eigene Trackrule erstellen. (also immer MinRadius vorgeben, Überhöhung ausrechnen, Winkel ausrechnen und MaxSpeedTolerance ausprobieren)

    *Die Kinder im Forum rail-sim.de möchten von Ihren Eltern an der Rezeption abgeholt werden. Die Eltern bitte zur Rezeption!*

    Naja ich studiere in diesem Bereich und muss mich mit solchen Fragen eh auseinander setzen. Von daher habe ich kein Problem das einfach mal testweise zu rechnen, weil ich es in der Klausur vmtl. eh muss... Ich hätte auch kein Problem anstatt einer Anleitung für jeden zum selber rechnen (die nach meiner Meinung nach derzeit fast niemand als Grundlage nutzt, weil zu kompliziert aufgebaut), eine Tabelle mit verschiedenen Werten für Kurven aufzustellen. Dann müssten die User keine der oben aufgeführten Formeln kennen/verstehen/rechnen, sondern gehen nur noch nach Geschwindigkeit, Radius und einzusetzender Überhöhung (normal, maximal, minimal)... heißt man muss eigentlich nur noch die Planungswerte ablesen und kann diese dann direkt eintragen. Mache ich gerne, aber mit den oben einegebenen Werten komme ich auf einen Übergangsbogen im TS von sage und schreibe 1,7m ... obwohl der eigentlich 22m betragen müsste?!


    Also irgendwo stimmt da auch die Umsetzung von DTG im Blueprint und der Engine nicht ganz mit der Theorie & Praxis überein. Wie gesagt... den Aufwand mache ich mir gerne, wenn dadurch die User auf TrackRules zurück greifen können, die sehr nah an der Realität sind!



    Noch was zu den Längen der Übergangsbögen:
    Durch die TrackRule wird im Wert "MaxSpeedTolerance" scheinbar die Information für die Funktion der Klothoiden verrechnet. Ein Eintrag von 22m ergibt gepaart mit den anderen Werten (s.h. Spoiler) eine Länge des Übergangsbogens von 1,7m. Mit der im Wiki vermerkten Formel erhalte ich 56m als einzutragenden Wert und dazu dann einen Übergangsbogen von über 27m...


    So ganz konnte ich den Zusammenhang bisher nicht entschlüsseln. Eventuell hilft es mir in diesem Fall ja, das ganze mal per Klothoide zu errechnen. Zumindest ist das ja die grundlegende Form die im Hintergrund berechnet wird.

    http://rail-sim.de/wiki/index.php/%C3%9Cberh%C3%B6hung


    Um den oben verlinkten Beitrag geht es. Ich bin zwar kein registrierter Wiki-Autor doch möchte ich gerne diese dort genannten Inhalte verbessern. So wird im Artikel mit der maximal zulässig einbaubaren Überhöhung für ein Gleis mit Schotterbett gerechnet (160mm), bei einer Entwurfsgeschwindigkeit von 100km/h und einem Überhöhungsfehlbetrag von 100mm. Mal ganz davon abgesehen, dass die Bezeichnung der Variablen in den Gleichungen sehr irreführend sind, möchte ich vor allem ergänzen wie man zu den Werten für die eingebaute Überhöhung (Ureg) und dem daraus folgenden Überhöhungsfehlbetrag (Uf) kommt.


    Gerne mache ich es auch an einem konkreten Beispiel fest:
    V = 40km/h, r = 190m, klassische Entwurfsgrößen für die kleinste und wohl wichtigste Weiche, in Bahnhöfen oder auf Nebenstrecken auch nicht selten eine wichtige Größe zwecks Trassierung


    Rein formal könnte ich für die Entwurfsgeschwindigkeit von 40km/h mir einen minimalen Radius von 65m ausrechnen. Dem zugrunde liegt folgende Formel (die so auch im Wiki bereits steht):

    • rmin = 11,8 * [V²/(Umax,reg + Umax,f)] mit Umax,reg = 160mm und Umax,f = 130mm


    Allerdings dürfte jedem klar sein, dass ein Radius von 65m eher auf einer Landstraße als auf einer Eisenbahnstrecke zu finden sein dürfte. Leider habe ich für den Mindestradius auf der freien Strecke keine Angaben gefunden, bzw. sie sind mir nicht bekannt, aber für Weichen sind die Radien bei den Geschwindigkeiten bekannt! Also rechne ich hier im folgenden mit einem Mindestradius von 190m. Vielleicht komme ich ja noch an nähere Informationen diesbezüglich, aber das steht noch in den Sternen!


    Die eigentlich notwendige Überhöhung lässt sich so berechnen:

    • U0 = 11,8 * (V² / r) , mit den Werten von oben erhalte ich ein Ergebnis von ~100mm

    Eingebauen tut man diese 100mm aber nicht komplett, sondern es werden in diesem Fall nur ~55mm eingebaut. Darauf komme ich über:

    • Ureg = 6,5 * (V² / r)

    Diesen Wert kann ich nun für die Berechnung des Winkels nutzen, der mir die Überhöhung angibt. Diesen würde ich dann auch so in die TrackRule eintragen - Stichwort "MaxCantAngleDegrees". Andernfalls hat man eine TrackRule für 40km/h mit doch eindeutig zu stark geneigten Gleisen ;)


    Also noch kurz das ganze eingesetzt in die Berechnung für den Winkel (rein geometrische Beziehung)

    • a = arc tan (Ureg / 1435) --> ~2,2°

    Wie lang nun der Übergangsbogen sein muss, ist von mehreren Kriterien abhängig. Noch als Hinweis - in der Regel ist zwischen zwei entgegengesetzten gekrümmten Bögen mindestens ein 6m langes gerades Gleis angeordnet. Ich möchte jetzt gar nicht groß darauf eingehen, welchen Hintergrund die Kriterien haben... wichtig ist, dass man beide ausrechnet und dann daraus den höchsten Wert nimmt. Dieser ist dann die Länge des Übergangsbogens und entspräche somit der "MaxSpeedTolerance". Definitiv eine genauere Variante als die angegebene Variante mit der Wurzel. An dieser Stelle noch der Hinweis - wird in der Trackrule nun die Länge der Überhöhungsrampe (also dem ansteigenden Ast der Schiene) oder des Übergangsbogens angegeben? Ich würde ja eher auf letzteres tippen...

    • Lr = 10 * V * (Ureg / 1000)
    • Ls = 4 * V * (Uf / 1000) ,Uf = U0 - Ureg

    Lr wäre hier 22m, und Ls wären 7,2m. Davon muss der größere der beiden genommen werden. --> Lreg = eingebaute Länge --> 22m


    Um nun noch den Anstieg der Überhöhungsrampe errechnen zu können muss man erst einmal die im TS umgesetzte Variante kennen. Im realen wird eigentlich nur das bogenäußere Gleis angehoben. Im TS wird jedoch das bogenäußere Gleis angehoben und das bogeninnere Gleis abgesenkt. Das Gleis wird also "verwunden". Unsere theoretisch ausgerechnete Überhöhung Ureg wird also halbiert und im Bogenäußeren dazu gerechnet, während es im bogeninneren abgezogen wird. Der Wert "CurveToAnglePercent" gibt letztlich an, wie stark die Überhöhung auf die Länge des Übergangsbogens zunimmt. Rein vom theoertischen her macht deshalb die im Wiki angegebene Formel keinen Sinn. Was hat die Spurweite und der Radius mit dem Anstieg der eingebauten Überhöhung im Übergangsbogen zu tun? Genau - nichts. Grob herunter gebrochen würde ich eher folgende Formel verwenden:

    • Anstieg A = (Ureg / 2000) / Lreg ,die 2000 im Bruch kommt aus der Einheitenbetrachtung!

    Für A ließe sich dann hier ein Wert von 0,125% errechnen. Der Wert ist sehr klein, daher frage ich mich inwiefern dort eventuell die Werte in Promille oder Prozent eingetragen werden sollen in der TrackRule.


    Das waren jetzt sehr lange und ausführliche Ausführungen zu der Thematik. Es gibt ja einige im Forum, die ebenfalls sehr viel Ahnung von der Thematik haben... vielleicht lesen sich diese Personen das mal durch und geben mir mal eine Rückmeldung ob das so passt oder nicht? Einen Großteil der verwendeten und angegebenen Formeln findet man übrigens in der Fachliteratur, weshalb ich auf die genauen Herleitungen hier verzichte. Teils sind dies auch empirische Erfahrungen aus den Jahrhunderten der Ingenieurkunst.


    Ich teste jetzt erst einmal eine Trackrule mit den errechneten Werten und werde die Erfahrungen mit dieser hier noch einfließen lassen. Dazu aber erst später mehr, denn für die Berechnungen braucht es dann doch so seine Zeit! Hier sei erwähnt, man wird natürlich auch immer so planen können, dass man immer die maximal mögliche Überhöhung einbaut. In dem aufgeführten Beispiel würde das halt nur zu zu stark überhöhten Kurven führen, weshalb ich das einmal ausführlich aufgedröselt und entschärft habe.


    vg 143er,
    Moritz

    ja schau doch mal hier:


    (klick mich)


    Ohne Eigeninitiative wirst du nirgendwo auch nur ansatzweise das bekommen was du haben möchtest. Wir sind hier im Forum auch nur in unserer Freizeit und natürlich helfen wir gerne, aber unsere Geduld ist auch irgendwann zu Ende. Verstehst du ja aber eh nicht, weil sobald man dir einfach nur aufzeigt, warum deine Art und Weise hier mit der Community umzugehen nicht erwünscht ist, du das ja als "nicht Antwort" abtust.

    Thema Signale... ordentliche Texturfotos, Maße und am besten noch eine Sammlung zu möglichen Bauformen zusammen packen. An einen Objektbauer heran treten (bspw. mich) und fragen ob man da mal was bauen könnte und dann muss man quasi nur noch ein bisschen warten bis Signale fertig und Schuster evtl. ein Skript geschrieben hat. Es handelt sich bei Sk-Signalen aber tatsächlich um rare Varianten, die auch ich nur bauen würde wenn dazu auch mi 99% Sicherheit die Strecke gebaut wird. Wenn die Objekte existieren ist das mit dem Skript nur noch eine Frage der Zeit!


    vg 143er,
    Moritz

    Dir ist schon bewusst, dass Überleitungsbögen eigentlich nur bei Kurven mit Überhöhung gebaut werden? Alles andere (bspw. Weichen) wird eigentlich so trassiert, dass ein Übergangsbogen nicht verbaut wird. Ist zwar für den TS ganz nett, aber das heißt nicht das man es immer machen muss.

    Man sollte alles mit Übergangsbögen bauen und bei Problemen (z.B. bei Überleitungen) im Nachhinein bei niedrigen Geschwindigkeiten normale Kurven verbauen. Fertig. Wenn man es nicht kann, sollte man es einfach lassen oder sich die Fähigkeit antrainieren.

    Also überdenke bitte solche Aussagen... das ist schlicht aus dem Fenster gelehnt!

    Ich weiß zwar nicht, was "143Tf" damit zu tun hat aber gut...


    Ich habe eine sachliche und unausgeschmückte Rückmeldung gegeben was ich für verbesserungswürdig halte. Nicht mehr nicht weniger. Nix gereizt und sogar sehr gut gefrühstückt! Gibt zwar keine Qualitätsstandarts aber muss ich um Erlaubnis fragen um Rückmeldungen zu geben die halt mal nicht positiv sind? Ist ja nicht das erste Mal in diesem Thread, dass ich das tue. Habe mich deshalb auch bewusst zurück gehalten hier mal wieder einen Roman zu schreiben, aber wenn @Baureihe 103 Tipps haben möchte oder eine ausführliche Rückmeldung dann stehe ich gerne zur Verfügung :)

    höhere ISO nehmen, offenere Blende, längere Belichtung, Weißabgleich, sonstige Einstellungen anpassen, lichtstärkeres Objektiv kaufen


    Ich hab doch keine Ahnung was du an Ausrüstung hast ...

    Es gibt wenige Kurven bei denen die Überhöhung weg gelassen wird. Das sind zum einen Weichen oder sehr kurze Kurven. Andere Fälle sind noch enge Gleisabstände und natürlich die Streckenart. Bei deiner umgesetzten Strecke würde ich vermuten (ohne das Vorbild zu kennen), dass es eigentlich fast überall eine Überhöhung geben dürfte. Trotzdem ist der spätere Einbau, wie ich finde, eigentlich nicht zu empfehlen... man kommt immer mit einer kleinen Abweichung aus dem Bogen und muss im Zweifel dann doch noch eine weitere Kurve mit hohem Radius anschließen. Finde ich sieht be****scheiden aus und wird man in der Realität auch nicht oft anfinden. Wird dort eher aus anderen Gründen so trassiert.