Also ich finde dem Thema kann man sich durchaus mal stellen, wir wollen dass Leute krativ und unternehmerisch sind und bei den Unsummen an Arbeitsstunden die jeder hierein investiert (jetzt mal abseits vom Fahren) ist es nicht verwerflich auch über Geld zu sprechen, zumndest symbolische Beträge.
Ich erinnere mich es muss im ersten "Railworksjahr" gewesen sein da fragte ich mal auf dem kurzen Weg Ulf und später Maik ob es da nicht eine Möglichkeit gäbe die 181.2 wie im avatar zu bauen (heutzutage in EL ;-), gegen eine -na nenn wir es mal "Liebhaberei-" Finanzierung. Natürlich ist das nicht so einfach, auch bei besten Absichten bleiben die Kosten enorm, das ist unabsehbar und nicht "zielführend" (oder man hat im Lotto gewonnen).
Es gab dann ja auch Projekte wo quasi vorher "gesammelt" wurde (die Schwedenlok erinnere ich mich). Für Rollmaterial -wenns denn nikcht was extem spezielles ist- find ich es auch Quatsch, fast unfair, bzw. müsste man eine glasklare Vereinbarung treffen in welcher Form das dann weiter vertrieben werden könnte.
Bei kürzeren bzw. individuellen Strecken seh ich das schon etwas anders. Ich muss aber zugeben wenn ich mir vorstelle dass da für eine Person dann etliche tolle neue Objekte gebaut werden und diese "für immer" auf der lokalen Platte des Käufers landen wäre das schon ein bischen bitter.
Deshalb - ich selbst bin mit keiner einzigen Strecke (inkl. sämtlicher dt. Kaufstrecken) zu 100% zufrieden - hab ich vollstes Verständnis wenn Leute die wenig Zeit und Ahnung haben von einer solchen Möglichkeit gebrauch machen könnten. Spezialisten-Teams sind zwar toll (etwa für ein commiunity projekt hier, für kommerzielle Zwecke mehr oder weniger Pflicht -leider mit vielen Abstrichen, teils dürftig besetzt), aber es ist alles enorm aufwändig.
Unter dem Strich glaube ich durchaus dass man eine Nebenstrecke/ kürzere Ausschnitte aus einer Hauptstrecke (so 30-50 km) mit vorhandenem Content (pay und freeware) sehr wohl qualitativ umsetzten kann und das sowohl in einem überschaubaren Zeitraum (halbes Jahr +) und als Einzelperson (Gleisbau-Landschaftsbau-Szenarien). Dass dann der Gleis- und Oberleitungsbau nicht zu 100% optimal ist und die Landschaftsbau- und vor allem Objektfreaks genug zum mosern hätten ist klar, ist aber für denjenigen der dann seine Hausstrecke mit schönen Szenarios hat (und darauf bis zum St Nimmerleinstag warten müsste) gar nicht so wahnsinning entscheidend (man muss übrigens nicht aus der Region stammen, Google, historische Luftbilder und alle übrigen im Netz verfügbaren Bilder und Gleispläne reichen vollkommen aus, wenn man nicht jeden Bahnhof einzeln nachbauen will). Ich hab die Erfahrung gemacht wenn Gleise und das Gleisumfeld bescheiden aussieht bringt auch das aufwändig gemachteste Empfangsgebäude nix, der Wiedererkennungswert liegt etwa am Ensemble oder der Stimmung und das lässt sich gut mit den meisten verfügbaren Modellen umsetzten (natürlich brauchen wir neue Objekte, sicher macht es den Unterschied, bitte nicht falsch verstehen).
Genung, im übrigen was das für ein Tausender Betrag ist darüber muss man sich gut unterhalten, ich würde das nach wie vor für ein Liebhaberei halten und wenn man eben nur Objekte verbaut die es schon gibt, "schädigt" man mit sowas die Professionellen, die die wirklich davon leben müssen und die Freeware-Community (die ich sehr schätze!) nicht in dem Maße, da man auf denen ihre Kreationen ja angewiesen ist. Gruß