Ein Drehstromer hat eine Bus-Leitung, je nach Modell mit 500 - 2000V GLEICHSTROM, stabilisiert mit Hilfe von Kondesnsatoren. An dieser Leitung hängt ein elektronischer 3-5 Phasen Wechselrichter (der macht aus Gleichstrom, den Drehstrom). Das funktioniert mittels Transistoren, die im "reversed Paralell" sprich Stromrichtungsabwechselnd als paare zusammengefasst sind. Si, und jetzt verlassen wir das Grundwissen. Die Verwendeten Kondensatoren haben kein Problem, wenn sie mit Restladung geladen sind. Jedoch haben sie bei vorhandener Ladung einen sehr kleinen inneren Widerstand und, wie sich jeder denken kann, können sie, wenn noch voll geladen, keine Ladung mehr aufnehmen, was die E-Bremse, sprich deren Richterdioden doch belasten kann, da der Eingangsstrom auf einmal sehr hoch ist, sollten sie jedoch ab können.
jetzt kommen wir zum eigentlichen Problem mit der Restladung:
Wenn die E-Bremse aktiviert wird, wird zuerst der Gleichstrombus Wechselgerichtet zur Oberleitung geschalten, und wenige Millisekunden später die Richterdioden mittels Mosfet an den "DC-Bus", sprich die Gleichstromschiene, gelegt. Hat jedoch diese Schiene sprich die oben besprochene Bus-Leitung durch die Kondensatoren eine Restladung, KANN diese durch den sehr geringen Widerstand eines aktiven Mosfet dafür sorgen, das ein sehr hoher Stromfluss durch den Wechselrichter fließt, und der ist, wie wir alle wissen, nicht außer ein Frequenzgeber (Frequenz und deren Spannungskurve der Oberleitung) und ein paar Transistoren und Mosfets. Sprich im Groben und ganzen ein Haufen Elektronik, die, versteht mich jetzt nicht falsch, recht robust, aber trotzdem empfindlich ist. Und wenn durch diese empfindliche Elektronik auf einmal sich die Ladung von einem Farat bei 500V entladen will, eben um einen Kapitalausgleich stattfinden zu lassen (OL ist Refferenz zu Gnd via Mosfet/Drain), laufen durch die Mosfets ein paar mehr Ampere, als die 1000 für die sie konstruiert sind. Wenn das ein paar Mal passiert, ist es nicht schlimm, wenn das jedoch ein TF über Jahre täglich macht, gibt es durch die Temperaturunterschiede schnell risse un der Dotierungsfreien Schicht, was einen größern Widerstand ergibt, und letztendlich auch mehr Verlust und mehr wärme, und irgendwann geht ein Mosfet, kaputt. Und ja, das gelt genauso für ein RC Car, wie auch für eine Lok. Wer mehr wissen will, sollte sich mal diverse Werke zum Thema Thermische Auswirkungen auf Transistoren und Invertern durchlesen.
Ich hoffe mal, ich hab jetzt @RalfK davon +überzeugt, das ich eine grobe Ahnung zum Thema Halbleiterelektronik hab.
Würde ja gerne noch eine Schematik anhängen, jedoch ist dach doch etwas viel Aufwand für eine Sonntag, hierzu verweise ich mal zum Thema der Inverter, die funktionieren im Grunde genauso.