Um nochmal kurz zum Thema Druckabfall zurückzukommen. Ich halte das für ausgesprochen unwahrscheinlich. Es gab noch nie einen Fall durch den die Piloten irgendwie beeinträchtigt wurden. Gut der Helios-Airways absturz schon. Aber das war einfach nur eine richtige schlechte Leistung der Piloten!
Ich glaube ja es hat wieder was mit den Sensoren zu tun, gab es ja in "letzer" Zeit leider genug!
- 2008 Einfrieren der AoA Sensoren und dadurch nicht eingreifen der Stall Protection, welche getestet wurde. Falsche Reaktion der Piloten -> Flieger stürzte ab, 7 Tote. (XL-Airways 888t, A320)
- 2009 Einfrieren der Pitotrohre, keine/widersprüchliche Geschwindigkeitsangaben. Falsche Reaktion der Piloten -> Flieger stürzt in den Atlantik, 228 Tote. (Air France 447, A330)
- 2013 Fehler der Pitotrohre, keine/widersprüchliche Geschwindigkeitsangaben. Richtige Reaktion der Piloten -> Flieger kann in Frankfurt landen. (Etihad A330)
- 2014 Einfrieren der AoA Sensoren und ein daher falsches eingreifen der Stall Protection. Crew kann den Flieger nach einem 4000 Fuß Sinkflug wieder unter Kontrolle bringen. -> Flieger kann in München landen. (Lufthansa A321)
- 2014 Absturz von Air Asia ähnelt dem von AF447 sehr stark. Aktuell noch nicht viel klar. (A320)
- Germanwings Absturz. Zeigt Ähnlichkeiten zu XL-Airways 888t und dem Lufthansa Zwischenfall. (A320)
Übrigens damit man gleich etwas "Angst" wieder wegnehmen kann. Die Boeing 787 hätte in all diesen Fällen kein Problem da man die Protections dort im Notfall einfacher abschalten kann und es außerdem ein Alternate Air Data System gibt, das ungefähre Flugdaten (Höhe, Geschwindigkeit, Position) anzeigt wenn alle anderen ausfallen.