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    Ich sage mal das ist Landau(Pfalz)!


    - es ist in der Pfalz, da die Pfalz einst unter bayerischer Herrschaft stand
    - eine eingleisige, nicht elektrifizierte (Neben-) Bahn (V100) wird unter einer etwas höherwertigen (218) evtl. sogar zweigleisigen, nicht elektrifizierten (Haupt-) Bahn hindurchgeführt
    - Landau hatte den Kilometer 24,5 und der nächste Bahnhof Dammheim hatte 21,4, sie scheint aber heute teilweise stillgelegt zu sein (Der Hinweis: als die Eisenbahnwelt noch in Ordnung war)


    Ich hoffe, dass ich alle Hinweise habe deuten können :ugly:

    1. Solche "Schulungen" gibt's für die Leute, die es wissen müssen, mach dir da mal keine Gedanken. Zumal hier auch keine Lokführer ausgebildet werden, glaub' ich jedenfalls.


    Damit meinte ich, dass Rail-sim.de bzw. Simulatoren im Allgemeinen jetzt nicht unbedingt die beste Alternative zum Lernen der Ril. 418/408/301/etc. sind. Dass es hier durchaus Leute gibt, die diesen Beruf, wie ich, lernen oder ausüben, ist mir klar.

    @siebziger Tut mir leid, wenn ich hier nicht immer ganz sachlich geblieben bin. Das Problem ist halt nur, dass ich mit der Liberalisierung und der "Geiz ist Geil-Mentalität" täglich konfrontiert werde und man sich dann schon oft alleingelassen fühlt.


    Ich weiß um was es in einem Durchführungsvertrag geht, vom Alter der Züge über Höchstgeschwindigkeit bis hin zu Zugkilometern und Öffnungszeiten von Vertriebsstellen für den Fahrkartenverkauf. Das die Bayern bei der Kontrolle der Rahmenvereinbarungen hierbei die einzigsten in Deutschland sind, habe ich noch nicht gewusst. Das zeigt aber wieder, wie ungerecht es teilweise zugeht.


    Das die Bundesbahn in den letzten Jahren keine Goldgrube war, ist mir ebenfalls bekannt. Nur meiner Meinung nach wäre es besser, wenn es auch unrentable Strecken vor allem in ländlichen Räumen gibt, als nur ein Paar Hochgeschwindigkeitsstrecken welche Profit abwerfen. Dafür wäre ich als Steuerzahler auch bereit Gelder auszugeben um solch ein Mobilitätsangebot zu gewährleisten.


    Wenn sowohl die wirtschaftliche als auch betriebliche Seite zusammenarbeiten würden, würde man durchaus weiter kommen. Nur das Problem ist das, das nicht die Wirtschaftler bei 40-50cm Schnee und -10°C auf freier Strecke unter dem Fahrzeug durchkrabbeln, sondern wir Lokführer/Wagenmeister/Rangierer, um defekte Baugruppen abzuschalten bzw. manuell zu ändern. Wobei man das durch kleine Änderungen, welche nicht die Welt gekostet hätten, hätte umgehen können. Oder direkt die Fahrzeuge für einen Betrieb von bis zu -50°C auslegen und von Anfang an die volle Ausrüstung zu bestellen, anstatt das alles Stückchenweise nachzurüsten wenn man merkt, dass es nicht funktioniert.


    Eine richtige wirtschaftliche Ausbildung habe ich nicht genossen, habe jedoch Wirtschaft als Fach in der Prüfung zur allgemeinen Hochschulreife gehabt. Ich halte es dennoch für sinvoll, jedem Mitarbeiter eines EVUs eine Art "Betriebspraktikum" als Vorraussetzung für den Arbeitsplatz für sagen wir 6 Monate zu geben, um verstehen zu können wie die Mitarbeiter "an der Front" mit den getroffenen "Verbesserungen" arbeiten. Genauso wie den Entscheidungsträgern bei BEG und Co. Denn mit den Ausschreibungen gehen immer auch soziale Strukturen in der Region kaputt. Da die meisten DB Lokführer dann weiter ziehen, um nicht unter solchen unwürdigen Bedingungen arbeiten zu müssen, wenngleich sie es besser haben können.

    Und als Diplom-Ökonom interessieren mich bei den Eisenbahnen nicht die Puffer und nicht die Technik, sondern die betriebswirtschaftliche Sicht.

    Das sollte es aber! Dann wundert mich nichts mehr. Das ist das beste Beispiel: Die betriebliche und wirtschaftliche Welt bei der Bahn sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe, wobei der eine nicht zum anderen passt. Klar brauchst du schon jemanden, der schaut dass ein bisschen Geld zusammen kommt, aber wenn ich dann täglich höre, wie Leistungen gekürzt, am Material gespart und eigentlich schon in die Sicherheit im Eisenbahnbetrieb eingegriffen wird, kann ich nur den Kopf schütteln. Die Eisenbahn wird kaputt gespart wo es geht! Aus den gleichen Einnahmen muss jährlich mehr Gewinn herausgequetscht werden. Sei mir nicht böse, aber insofern haben Ökonomen und Betriebswirtschaftler, zumindest in der großen Anzahl, in einem funktionierenden Eisenbahnbetrieb nichts zu suchen! Sicherheit geht ganz klar vor Pünktlichkeit und Qualität!


    Pünktlich und ohne Ausfälle würde mir schon reichen.


    Bei einer S-Bahn? Nahe zu unmöglich! Da hüpfen dir immer noch Leute in den Zug während des Schließvorgangs. Dann reversiert die Türe wieder und der nächste kommt herein. Und sobald du 30 Sekunden länger brauchst als im Plan vorgesehen, verzerrt sich das alles auf die nachfolgenden Züge. Außerdem werden relativ billige Fahrzeuge eingekauft, da die sich ja innerhalb der Vertragslaufzeit rechnen müssen, und dann ist es eben kein Wunder, wenn das ein oder andere mal Streikt.


    Wenn das so ist, was kann der Anbieter dafür, egal, wer es ist?


    Ja da kann der Anbieter nichts dafür egal ob DB oder Privat. Du wolltest aber wissen, warum NX es in Deutschland nicht schafft, wesentlich pünktlicher zu fahren als bisher. Dann war meine Antwort, das wir so ein dermaßen schlechtes Schienennetz haben, dass man darauf nicht wesentlich pünktlicher fahren kann.


    Zudem hat NX zwei Linien in NRW gewonnen, welche ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 gefahren werden, mit Talent 2. Dann können wir das Geschehen zwei Jahre lang begleiten.


    Ja aber sie haben zum Vergabezeitpunkt noch keine Leistung erbracht. Wenn sie sich auf den beiden Linien gut Bewiesen hätten, wäre das ja verständlicher. Aber so wird einfach ein riesen Netz vergeben, ohne eine Bewertung am hiesigen Markt zu haben.


    Dann empfehle ich Dir, mal einen Verkehrsvertrag zu lesen, falls Du einen findest oder den Kriterienkatalog der BEG, wenn Du sowieso die Wertungen verfolgst. Dann wirst Du sehen, dass die Aussage pure Polemik ist.


    Du hörst dir aber schon selber zu, oder? Ich dachte du bist Wirtschaftler? Wenn dir einer ein Angebot vorlegt, das um einiges billiger ist als der bisherige Vertrag, wer wird da wohl zu 80% das Rennen machen? Wenn gleich die Verkehrsgesellschaften nur ein begrenztes Budget vom Bundesland zur Verfügung haben um den SPNV zu organisieren.


    Und wie kommt dann agilis zu seiner wiederholten Superbewertung[...]


    Naja, das wahnsinnig große Netz hat Agilis ja jetzt auch nicht. 2-3 Strecken pro Geschäftsbereich sind nicht wirklich viel.


    Aha. Arriva ist also kein deutsches EVU?


    Ursprünglich hat es dem Engländer gehört, als es dann von der DB AG eingekauft wurde, mussten aus wettbewerblicher Sicht die deutschen Anteile von damals Arriva Deutschland ca. 50-50 an die FS und noch jemanden (ich meine es waren Franzosen oder Luxemburger) verkauft werden. Somit ist Arriva, oder besser Netinera, wie sie seit 2010 heißen, für mich kein deutsches EVU.
    Der Teil, der im Ausland als DB Tochter betrieben wird, bildet für mich bei der Größe eher eine Alibi-Funktion um sagen zu können: "wir lassen doch Wettbewerb zu"


    Das die "privaten" keineswegs einfach so aus dem Boden gestampft wurden, ist mir völlig klar. Ich habe hier einen Stammbaum der EVU's in Deutschland, auf dem gezeigt wird wer mit wem wie viel Verwandt, Verschwägert oder Verheiratet ist. Die ganze Sache, die mich dabei Stört, ist eben diese, dass die bei uns operieren dürfen aber wir nicht bei denen. Entweder ganz oder gar nicht, entweder jeder oder keiner öffnet den Markt.
    Ich finde die Privatisierung sowieso ein riesen Unding. Die einzigsten, die daran Verdienen, sind solche Leute wie du (bitte nicht persönlich nehmen), die meinen die Eisenbahn neu erfinden zu müssen und dabei das ganze System gegen die Wand fahren bzw sparen. Die Bahn profitiert davon nicht, abgesehen von der Vorstandsetage, der Staat profitiert davon nicht und der Bürger/Kunde profitiert davon nicht. Die Steuergelder, durch welche die Staatsbahnen finanziert werden, landen somit überall, nur nicht dort wo sie hingehören und zwar in das Land in dem die Steuern entrichtet werden. Genauso regt es mich auf, dass die DB irgentwo in der Wüste ein hochmodernes Eisenbahnsystem plant mit größtenteils unseren Geldern, wobei hier mal das Netz von Grund auf saniert gehört. Und komm' mir jetzt bitte nicht mit "wir haben doch dadurch mehr Wettbewerb und die Preise sinken dadurch". Wenn die Preise denn überhaupt sinken, geht das auf Kosten der Sicherheit und der Belegschaft, die sich tagtäglich mit verärgerten Kunden abgeben dürfen, wobei sie mindestens genauso geschädigt sind, wie die Fahrgäste, wenn nicht sogar mehr.


    Mich würde noch was interessieren, wenn ich fragen darf: Hast du, oder deine Kollegen eine betriebsdienstliche Ausbildung genossen?

    @siebziger, wo soll ich anfangen?


    Du lebst aber nicht zufällig auf der Insel, oder? Denn sonst hättest du die Betreiberwechsel und Zustände der letzten Jahre hier in Deutschland vielleicht mitbekommen.


    Die Muttergesellschaft C2C (City to City) betreibt in England das pünktlichste Nahverkehrsnetz.


    Schön und gut, ich sagte ja im ersten Satz, dass ich nichts gegen NX habe, aber ohne einen einzigen Zugkilometer hier gefahren zu haben und dann ein ganzes Netz zu übernehmen finde ich sehr gewagt s. Meridian (und Veolia fährt schon einige Zeit hier). Außerdem kann man den Eisenbahnbetrieb in England nicht mit unserem Vergleichen. Und warum sie das hier nicht schaffen werden, hat den Grund, das hier das Netz so dermaßen heruntergekommen ist, dass man darauf kaum mehr pünktlicher fahren kann.


    Warum sollten die RegioPanter hier nicht in drei Jahren eine Zulassung bekommen?


    Warum hat es bei den Talent2 / 407 /Flirt3 so lange gedauert?


    Und dann: Hast Du die Berichte zur Qualität im Nürnberger S-Bahn-Netz verfolgt.


    Ja ne klar, zeig du mir bitte mal, wie du eine S-Bahn blitzeblank halten willst. Und dann bringst du mir bei, wie du mit noch weniger Geld das besser hinbekommst als bisher, viel Spaß ;) . Das geht vielleicht bei einer einzigen, kurzen Strecke und 4-5 Fahrzeugen wie bei der BLB oder den anderen die im Qualtiätsmesssystem der BEG ganz oben sind.
    Um auf deine Frage zurückzukommen, ja das Ranking der BEG sehe ich jeden Tag.


    Zitat

    Einfach so vergibt die BEG nicht Aufträge an neue Betreiber.


    Da hast du ausnahmsweise mal Recht, billiger muss es sein, das ist die einzigste Vorraussetzung.


    P.S. Du weißt schon, dass die Pressemitteilung da oben von der BEG kommt, die das alles vergeben hat. Die werden ihre Entscheidung mit Sicherheit schlechtreden. Aber psssscccchhhht! ;)


    Also @siebziger erst Hirn einschalten und dann (nicht mehr) blöd daher schreiben. ;)


    @merkurMB Klar, ist die EU da der Hauptdrahtzieher. Aber wenn du als deutsches EVU irgentwo im EU-Ausland einen Verkehrsdurchführungsvertrag haben willst, zeigen dir die Bahngesellschaften den Vogel und fragen dich, was du dir einbildest. Nur wir Deutschen sind halt so blöd und lassen das zu.

    Vorab: Ich habe nichts gegen National Express, da ich mit denen noch keine Erfahrungen gemacht habe.


    Ganz ehrlich: So blöd können nur wir Deutschen sein. Da werden für Millionen neue Fahrzeuge angeschafft, welche dann erstmal ein paar Jahre auf ihre EBA-Zulassung warten und nach ein paar Betriebsjahren störungsfrei laufen. Kurz darauf wird das Netz ausgeschrieben, wieder mit Neufahrzeugen, die wieder ein Paar Jährchen brauchen werden bis sie ihre Zulassung haben bzw. einwandfrei funktionieren. Das Ganze geht an ein Unternehmen, das noch keinen einzigen Zugkilometer in Deutschland verrrichtet hat und somit keine Erfahrungen bei uns hat. Lokführer sollen angeblich nur die Hälfte übernommen werden, wenn diese sich überhaupt darauf einlassen, was ich mir nicht vorstellen kann. Früher oder später werden da auch massig Lokführer fehlen, wie jetzt beim Marodian,Entschuldigung, Meridian. Dann werden wieder Leute eingestellt, die nicht bei 3 auf dem Baum sitzen und gefährden massiv die Sicherheit. Und wer ist am Ende der leidtragende? Richtig der Kunde bzw. Steuerzahler! Der wird somit zweimal zur Kasse gebeten, einmal durch die Mindereinnahmen seines Staatskonzerns und zum anderen für die Neuausschreibung. Wo soll das alles hinführen? Wann hört der Irrsinn von Billiger-Billiger-Billiger endlich mal auf???
    Aber wenn jetzt dann hoffentlich bald das Netz bundesweit privatisiert wird, sind wir ja endlich alle Sorgen los, gelle liebe Politik? :Ironie:
    Und dann fährt der Laden aber mal so Richtig gegen die Wand, hoffentlich. Weil anderst lernen sie es ja nicht, unsere "Volksvertreter".

    1. Solche "Schulungen" gibt's für die Leute, die es wissen müssen, mach dir da mal keine Gedanken. Zumal über unser Forum auch keine Lokführer ausgebildet werden, glaub' ich jedenfalls. ;)
    2. Erkenne ich in dem Video keine Fehler und ich müsste es wissen, genau wie Barrett selber übrigens, der damit auch täglich zu tun hat ;)

    Die Bremsprozente (Bremshundertstel) errechnen sich aus dem Gesamtbremsgewicht des Zuges multipliziert mit 100 und geteilt durch das Gesamtgweicht des Zuges.


    Eine Möglichkeit das Gewicht der Wagen, geschweige denn das Bremsgewicht im TS20xx zu ändern gibt's meines Wissens nach nicht. Einzigste Möglichkeit ist, sich einen Wert von der Wagenanschrift auszusuchen (Bremsgewicht), ein Wagengewicht aufzuschreiben und das dann handschriftlich ausrechnen ;)


    Dann je nach Ergebnis die Zugart auswählen.

    Da es Prelli zwar Richtig meint, aber etwas unglücklich ausgedrückt hat:
    Es ist sehr wohl am Lf6 mit Kennziffern 8 und 9 ein 1000Hz (Wirk-)Magnet verbaut! Aber in Kombination mit einem Prüfabschnitt. Woher würde denn sonst die 1000Hz Beeinflussung herkommen, wenn man es mal wieder etwas eiliger hat? ;)


    @ETA150

    Zitat

    Seit wann haben Lf Signale ab 90kmh und kleiner keine PZB Beeinflußung mehr,[...]


    Klar gibt es noch Lf6 mit ständig wirksamen 1000Hz Magneten, an denen du deine Beeinflussung bekommst.
    Es muss aber nicht zwingend an jedem Lf6 <100km/h ein Magnet verbaut sein (bzw. bei 80/90km/h in Verbindung mit einem GPA). Es kann! Ich selbst befahre einige Langsamfahrstellen, mit Vmax 50, 60, 70, 80 und 90 km/h, an denen keine Magnete (oder GPA) verbaut sind.
    Im Gegensatz dazu soll es, wie es mir im PZB-Lehrgang gesagt wurde, im Allgäu eine Steigung geben, an der ein Geschwindigkeitsüberwachungsabschnitt (mit 2000Hz Wirkmagnet) für Vmax 70 km/h liegt, da dort einige Güterzüge auf Grund zu hoher Geschwindigkeit entgleist sind. Und es gibt bestimmt noch weitere besondere Fälle, kommt halt immer auf die örtlichen Gegebenheiten an.


    Ausnahmen bestätigen die Regel bei uns. ;)

    Hammer! Echt, Hut ab!
    Gleise, Signale, nähere Umgebung einfach TOP!


    Eine kleine Anmerkung, wenn ich noch geben darf: Das Signal Ra10 (Rangierhalttafel) steht in der Regel immer links vom Einfahrgleis eines Bahnhofs. Das heißt wenn ich vom Bahnhof auf die freie Strecke (zweigleisig) schaue, dann steht nur am linken Gleis (Gegengleis) auf der linken Seite das Ra10. ;)


    Aber bis auf diese Kleinigkeit: erste Sahne! :ilikeit:

    Völlig Richtig! Das ist bei Fürstenzell auf der Rottalbahn.
    Genau, das waren die samstäglichen Kurswagen, die als RE 27005 von Mühldorf nach Passau gelaufen sind, und dort an den IC "Rottaler Land" nach Hamburg Altona angehängt wurden. Mit dem Fahrplanwechsel wurde diese Verbindung gestrichen. Schade, es hat der längsten Nebenbahn Bayerns ein gewisse Aufwertung gegeben. Gibt einen Bonuspunkt ;)