Beiträge von Holzlaender

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    Ja und genau dafür hab ich bewusst die meisten Fotos im Herbst und Winter geschossen, wenn die ganzen Laubbäume kein schattiges Blätterkleid tragen und vorallem die üblicherweise entlang von ehemaligen Bahntrassen sprießenden Bäume sonst jegliche Sicht verhindern würden auf das, was man früher ohne sie gesehen hätte. Zum anderen aber auch um Landschaftsformen in Wäldern besser zu erkennen oder Details dahinter, die doch sehr maßgeblich sein können :whistling:

    Ja das kann man allerdings, schließlich haben sich bereits Anfang der 70er V100 und V180 auf die Reise nach Aue und Annaberg gemacht, aber die Hauptlast trugen natürlich weiterhin die 50.35 und 86 und vereinzelt noch 58er ;)


    Zurück im Wilischtal gehts nach der Ausfahrt aus Wilischau auch geradewegs auf die erste von lediglich fünf Brücken über die Wilisch im Streckenverlauf zu.



    Danach geht es wieder stärker bergan vorbei an der bereits besagten Auwiese und für einen kurzen Moment kann man mal wieder etwas Sonne tanken hier im Wald ;)

    Ja das einzig beständige in der Natur ist die Veränderung und manchmal ist es schwierig etwas nachzuvollziehen, vorallem wenn es wie hier nur ein Foto von damals im blauen Buch zur Strecke gibt. Und nein...das auf diesem Schild ist es nicht (und bezieht sich auf den km 3,1), genauso wenig wie die falsche Schreibweise mit "LL" :whistling:


    km 2,31 - Haltepunkt Wilischau:


    Als erste öffentliche Station der Strecke ist nun der erst am 1. Juni 1888 als "Haltepunkt Weißbach" eröffnete Haltepunkt erreicht, der ab dem 28. Nov 1914 als "Haltepunkt Wilischau" bezeichnet wurde, was sich auf keinen realexistenten Ort bezieht, sondern wohl vielmehr mit der gleich darauf anschließenden Aue an der Wilisch bezieht ;)


    Von 1925 bis 1945 war der Haltepunkt lediglich Bedarfshalt, was bereits für seine untergeordnete Bedeutung spricht und zu Beginn der 60er Jahre legten nur noch der Frühzug nach Wilischthal und der Nachmittagszug nach Thum planmäßig hier einen Stop ein, bevor er 1966 entgültig geschlossen wurde. Vermutlich wurde da auch die hölzerne Wartehalle abgerissen...


    Der Ort Weißbach war von hier aus nur über einen unbefestigten Waldweg zu erreichen und genauso weit auch von Wilischthal entfernt, was wohl auch zur Umbenennung führte. Die Brücke des Weißbacher Weges ist vermutlich auch einem Hochwasser zum Opfer gefallen, so dass der Weg nun gänzlich unpassierbar wäre und einen noch größeren Umweg zur Folge hätte^^


    Nach Kreuzung des Weißbacher Weges werden auch die letzten Häuser der kleinen Industriesiedlung hinter uns gelassen, bevor es hinaus auf die besagte Aue geht ;)

    Was die Papier- und Pappkartonfabriken im Preßnitztal sind, sind im Wilischtal die Spinnereien. Allein 6 davon wurden von den Gebrüder Schüller aus Gelenau gegründet und besaßen allesamt einen Gleisanschluß. Die erste davon wird nun errreicht ^^


    km 2,22 - Anschl. Spinnerei Grießbach der Gebrüder Schüller AG:


    Direkt im Anschluss an die zweite 50m Kurve zweigt das Anschlussgleis zu der hier mitten im Wald gelegenen Fabrik ab, die nur über wenige Gleisanlagen verfügte :whistling:


    Ursprünglich zweigte nur ein Gleis linkerhand Richtung Thum zu dem Lagerschuppen ab - in den 20ern wurde es dann in der Gegenrichtung angebunden und von der Strecke verschwenkt, von dem dann das Schuppengleise abzweigte ;)


    1952 wurde sie ebenso wie die anderen vom Staat enteignet und gehörte fortan zum VEB Feinspinnerei Venusberg. Nach 1959 fanden hier allerdings keine planmäßigen Zustellungen mehr statt und so ging die Fabrik samt Anschlussgleis 1962 an die Gemeinde Grießbach über, die es fortan als Lager nutzte. Das lange lehrstehende Hauptgebäude wurde vor ein paar Jahren dann auch abgerissen...

    Ja und weil es räumlich nur 100m Luftlinie von dem letzten Werksanschluss entfernt liegt, da ist ja bereits von da schon eine Seite dekoriert :ugly: Aber ja, in Gelenau wird es wieder richtig viel Arbeit für mich geben...bis dorthin ist es relativ entspannt mit viel Natur ^^

    Am Ende der etwas längeren Geraden geht es mit einem letzten Blick zurück auf die Fabriken in Wilischthal nun in den engsten und finstersten Abschnitt der Strecke...


    ...und das geht auch gleich richtig extrem los mit einer 180° Kurve und 50m Radius um eine Felsnase herum und damit schärfsten Kurve im ganzen Thumer Netz und auch sonst ist mir keine ähnliche in ganz Sachsen bekannt :whistling:


    Direkt nach dieser Haarnadelkurve ist das Tal nur noch sehr schmal, aber noch immer breit genug für einen kleinen Teich, an dessen Ufern es weiter bergan geht ;)


    Gleich darauf folgt die nächste Scharfe 50m Kurve, dieses Mal nur 150° und dabei wird auch der Mühlgraben der nächsten Fabrik überquert. Einst wurde dieser von einer 30m langen Brücke mit 5 Überbauten überbrückt, aber 1937 wurde diese durch einen einfachen Durchlass in dem nun aufgeschütteten Damm ersetzt. Vermutlich aus Stabilitätsgründen für die nun hier eingesetzten schwereren VIIK Lokomotiven ^^


    Und bald darauf wird auch der erste reguläre Zwischenhalt der Strecke erreicht werden...

    Ja die sind wirklich rar gesäht, da gäbe es ja nur den Zittauer Triebwagen und den dreiteiligen aus Lettland und wenn man außerhalb Sachsens schaut noch den Wismarer Schienenbus und neuerdings einen österreichischen Import auf der Döllnitzbahn. Wer soll sich da an solche Exoten schon ranwagen, da gibts interessanteres Material, was ich mir wünschen würde ;)

    @StS:
    @Schienenbusfan hat es ja im wesentlichen schon perfekt erklärt, zu 2./3. noch zu sagen...auf Bild 1-3 sieht man die beginnende Steigung, Bild 4 fürs Gefälle in der damals üblichen Neigungsangabe (1/x) mit Länge in Metern und die beginnt genau dort am Schild, also muss man das vorher schon wissen (Streckenkenntnis^^). Zusätzlich gibts noch ein Schild ohne weißes Dreieck für eine längere ebene Strecke, üblicherweise zwischen Steigungen/Gefälle ^^


    Um es nicht zu exzessiv zu machen, hab ich mich auf Steigungen zwischen 1/20 und 1/100 beschränkt (also 10 bis 50 Promille), weil alles was flacher ist nicht wirklich ins Gewicht fällt und es steilere in Sachsen nicht gab ;) Trotzdem bin ich damit schon bei 21 individuellen Schildern für Steigung/Gefälle/Ebene :ugly:

    km 1,5 - die wilde Fahrt beginnt

    Bisher war es ja recht moderat und gemütlich im Wilischtal, aber das wird sich auf den nächsten kurvenreichsten Kilometern drastisch ändern. Das zeigt sich ab hier bereits mit einer deutlich spürbareren Steigung, die nun auch von den historischen sächsischen Neigungsanzeigern korrekt dargestellt wird, damit man nicht auf das HUD angewiesen ist ^^


    Und was auf der Wilischtalbahn sehr praktisch ist, darf im Preßnitztal natürlich ebenso wenig fehlen, auch wenn die hier in den letzten Jahren schon lange nicht mehr vorhanden waren...im Gegensatz zum Thumer Schmalspurnetz. Auf jedenfall wird es den Schilderwald noch ein wenig vergrößern :ugly:

    Da wir im Moment eh nicht viel anderes machen können/sollten, gehts auch gleich fröhlich weiter mit...

    km 1,37 - Anschl. Spinnerei und Weberei Eduard Kuhn (Teil 2)


    Direkt nach dem Lagerschuppen entfernt sich das Anschlussgleis in einer scharfen Kurve von der Strecke und kreuzt dabei einen Wirtschaftsweg, der hinauf zur immer noch am Hang abseits der Bahn verlaufenden Gelenauer Straße, und der Wilisch...gleichzeitig, bevor es vor dem felsigen Hang im Werksgelände endet. Die neue Brücke ist heute nicht mal breit genug für ein Auto ^^



    Direkt nach dem Bahnübergang beginnt heutzutage (wie schon erwähnt) der Wilischtalradweg auf dem alten Bahndamm, was den weiteren Verlauf der Strecke deutlich leichter folgen lässt :whistling:

    Also ich glaube, die meisten die hier unterwegs sind und mitlesen sind ohnehin schon überdurchschnittlich viel Zuhause :whistling: und gegen egoistische Ignoranten kann man auch mit einer flächendeckenden Ausgangssperre nicht viel ausrichten, stattdessen wird sie das Leben aller anderen für lange Zeit erheblich einschränken, weil die nicht so leicht wiederaufgehoben werden kann. Das muss schon wohl überlegt sein ;)

    Jip das wäre total unwirtschaftlich und jeder noch so hohe Betrag wäre dafür nur ein Tropfen auf den heißen Stein, abgesehen von der reinen Arbeitszeit kommen dazu ja noch reichlich Recherchematerial, dass ich mir kaufen musste und mittlerweile 15 Ortsbesuche, für die ich 130km hin und zurückfahren muss und was weiß ich noch alles^^ Wenns mir nicht soviel Spaß machen würde, weils mir am Herzen liegt, wäre das absolut nicht machbar :ugly:


    An Addons werden hierfür genau die gleichen gebraucht, wie für die Preßnitztalbahn 2.2, zusätzlich nur noch die RLB Freeware Formsignale ;)

    Ja natürlich hab ich sowas und damit sichs auch lohnt, gehts auch gleich weiter ;)


    km 1,37 - Anschl. Spinnerei und Weberei Eduard Kuhn (Teil 1)


    Nur 100m nach dem Abzweig des Anschlussgleises in die Papierfabrik folgt bereits das nächste Anschlussgleis in die Gegenrichtung, die so zumindest bis in die 20er, spätestens bis in die 50er Jahre noch bedient wurde, da es nicht sehr viele Informationen darüber zu finden gibt. Ebenso endete genau hier 20 Jahre lang das als Ausziehgleis genutzte Streckengleis, dessen Ende mit einer querliegenden Stahlschwelle markiert war. Die letzten 40m sind bis heute liegen geblieben, auch wenn es seit 2003 noch verkrauteter und von umgestürzten Bäumen gesäht ist ^^



    Zuerst führte das Anschlussgleis an ein paar Gärten und einem Lagerschuppen vorbei, der leider nicht mehr vorhanden und der Bahndamm vor Unkraut kaum noch auszumachen ist...aber die große Tanne ist ein geeigneter Orientierungspunkt ;) Und auch das Planum des Schutzgleises ist noch sehr markant in der Landschaft auszumachen :whistling:


    Zumindest wird es im weiteren Verlauf viel leichter dem Bahndamm zu folgen, da er ab hier der Wilischtalradweg beginndet, der nahezu lückenlos der Trasse bis Herold folgt ;)

    Hier im Sachsen-Report #5 vom Eisenbahn-Journal ist neben zahlreichen weiteren (auch für meine sächsischen Strecken relevanten^^) auch maßstäbliche Gleispläne von Dresden HBF und Mitte aus den 20-30er Jahren drin. Damit hat man zumindest schon mal die Grundmaße, die sich ja bis heute nicht wesentlich verändert haben ;)

    km 1,27 - Anschl. VEB Patentpapierfabrik zu Penig, Werk III, Wilischthal (Teil 3)


    Weiter geht es mit dem dritten und letzten Teil der ausgedehnten Gleisanlagen der größten Anschlussbahn des Thumer Netzes. Damit zumindest eine der Rangierloks nicht immer bei Wind und Wetter draußen vor sich hinrosten muss, wurde im westlichen Teil ein kleiner Lokschuppen errichtet, der kleinere Reparaturarbeiten ermöglichte ;)


    Dahinter erstreckt sich die 60m lange Kranbahn für das wichtigste Anlieferungsgut der Papierfabrik...Heizkohle...für die eigens ein selbstgebauter schmalspuriger Selbstentladewagen für den innerbetrieblichen Transport eingesetzt wurde. Selbstverständlich ist die Kranbahn auch voll funktionsfähig^^ Das recht markante Schleifereigebäude werde ich vielleicht zu späterem Zeitpunkt nachbauen, aber vorher möchte ich nun doch lieber erstmal auch mal andere Teile des Wilischtals in voller Pracht sehen :whistling::D


    Dank den erst in jüngster Zeit gefällten Bäumen zwischen der Weißbacher Straße und dem Werk, ist nun der Blick frei auf die Überbleibsel der Kranbahn und dort wo einst das Schwarze Gold lagerte, sprießen nun die Bäume. Außerdem ist nun auch der Verlauf des Weißbacher Bachs freigelegt, der auch noch kurz vor der Mündung in die Wilisch vom Ausziehgleis der Anschlussbahn überquert wurde, bevor die Weißbacher Straße das Wilischtal verlässt und diesem Bach folgt ^^

    Jip die Gleise fehlen definitiv^^ Und die Preßnitztalbahn 2.2 hat nur noch rudimentär etwas mit der v1.2 von Haze70 zu tun und heißt nicht, dass beide die gleichen Assets benutzen, auch wenn es an Landschaftsobjekte einige Überschneidungen gibt (auch zur Úzkorozchodná trat). Aber das meiste, was mit den Gleisen zu tun hat, ist eine komplette Eigenentwicklung ;)


    Was wirklich alles benötigt wird, steht in der Installationsanleitung ^^

    Versteh ich irgendwie nicht...wieso sollte man plötzlich rückwärts zählen, nur weil die Strecke nach einer Kurve in die andere Himmelsrichtung führt *denk* Solange das links zwischen A-C keine zweigleisige Strecke womöglich noch auf gleichem Niveau darstellt und sie keinerlei direkte Verbindungen zueinander haben, wird da stehts immer weiter hochgezählt bis zum Endbahnhof. Negative Kilometrierungen kommen nur zustande durch Streckenverlegungen (auf eine kürzere Route), wo man sich die Umkilometrierung der gesamten Strecke sparen wollte ;)