tom87 Damals gab es noch keine Trapeztafeln an Hauptbahnen. Die wurden erst vom Eisenbahnbundesamt nach dem Unfall in Hordorf gefordert.
Auf Strecken ohne Gleiswechselbetrieb oder signalisierten Falschfahrbetrieb (SFB) ist man auf Befehl gefahren. Man bekam einen Befehl "Zug hält auf Höhe des Esig im Gegengleis." 300 m vor dieser Stelle lag ein tapferer 500 Hz Magnet. Sonst nichts. Dazu einfach mal bei den Zusianern auf der oberen Ruhrtalbahn abgucken. Da siehst du sehr gut, wie die PZB Ausrüstung stand 80er war. Zu den 70ern hab es da keinen großen Unterschied, denn die PZB hieß damals noch Indusi.
Die Vzul lag damals gemäß FV bei 70 km/h, im SFB 100 km/h. Nur auf Signal Zs 6 durfte schneller gefahren werden.
Diese Spezialitäten sind bis heute Gründe für einige Langsamfahrstellen vor Bahnübergängen. Die Einschaltstrecken im Gegengleis wurden nicht an die heutige Regel, das im Gegengleis auch schneller als 100 km/h gefahren werden kann, angepasst.
Beispiel: Köln-Mindener-Eisenbahn zwischen Hamm und Minden. Hier ist auf der P- und G-Bahn überwiegend nur fahren mit Zs 8 im Gegengleis möglich. Da stehen dann an den Bahnhofsgrenzen Lf 7 Kz 10 im Gegen- und Kz 16 im Regelgleis. Relikte der alten SFB-Regeln.
Stephan218 Tolle Bilder. An den Sperrsignalen gibt es kein Rautenschild, dass anzeigt, dass das Signal Sh 1 als Zustimmung für unbegleitete Rangierfahrten gilt. Gab es die in Langelsheim damals nicht? Ich glaube die Bundesbahn hat das an fast allen Hs nachgerüstet.
