Ich kann/will hier nur für Gleisbau/Bahntechnik sprechen, da ich mich inzwischen ziemlich gut damit auskenne.
Ohne Stredax geht garnix.
Ein gesundes Verständnis für Bahntechnik ist unabdingbar.
Wo können Zugfahrten stattfinden? Wo nur Rangierfahrten?
Welche Weichenradien erlauben welche VMax?
Welche Weichenradien gibt es?
Was bedeutet Schild xy?
Was ist das Signalbild für diese Fahrstraße?
Hilfreich sind auch Buchfahrpläne, wenn man welche bekommt.
Und wirklich wirklich² richtig Gold wert sind "Örtliche Richtlinien" der Bahnhöfe, die man vorhat, zu bauen.
Da ist dann z.B. vermerkt, dass eine Rangierabteilung nur so rum rausfahren darf, aber niemals so rum ---> Gefälle, also dass z.B. ab dem ASig P2 bei km 123,4 es mit 6‰ den Berg runter geht, weswegen die Rangierlok nur talwärts sein darf.
Oder dass ein Signal entgegen den Regeln nicht DORT steht, sondern DA.
Oder oder oder...
Wenn man sowas bekommen kann, hat man eine tolle Grundlage für authentischen Gleisbau mit realistischem Signal- und Schilderwald.
Den Rest erledigen Führerstandsmitfahrten, Bilder und ganz wichtig: Gehirn einschalten.
Wer einfach losbaut, wie die sprichwörtlichen Märklingleise auf dem Teppich, wird grandios scheitern.
Edit:
Ergänzen möchte ich noch, dass man bei deutschen Strecken keinesfalls den Fehler machen sollte, bei Signalen den DTG-Schund zu verbauen.
Deren Signale sind optisch falsch (falsche Maße), funktionieren teils falsch und sind wirklich strunzdumm, weil sie nur elementar programmiert sind.
Wenn man Wert legt auf eine vernünftige Signalisierung ist es unbedingt nötig, sich mit den Signalsystemen vom Signalteam zu beschäftigen.... auch wenn es erst mal weh tut und einem regelrechten Studium gleichkommt. man wird erst mal erschlagen sein von Fachbegriffen und Funktionen (z.B. das Kennlicht für reduzierten Bremswegabstand beim Vorsignal muss für diese Fahrstraße abgeschaltet werden ---> Lösung: VrX-Trigger)
ABER: Das Lernen der Funktionen und Möglichkeiten der Signalteam-Pakete lohnt sich und man wird belohnt mit einer Signalisierung, die der Realität eigentlich in gar nichts mehr nachsteht. jedenfalls wüsste ich ad hoc nichts, was man damit nicht umsetzen könnte (anhand dessen, mit was ICH bislang konfrontiert wurde).
Unterstützt wird man hierbei durch eine absolut grandiose Dokumentation und sogar je einer Demostrecke für jede Signalfamilie.
Wer darauf Wert legt, muss da leider durch.
Und nochwas
Gleisbau ist nichts, was man mal eben so machen kann. Das muss geübt werden. Man muss sich selbst und auch den Editor kennen lernen. Das ist nichts für Grobmotoriker und ungeduldige Leute.
Die ganzen minderwertigen Strecken bei denen einem beim Fahren das Essen hoch kommt, sind Zeugnis zahlreicher Unfähigkeiten und Wissenslücken.
Das sich Beschäftigen mit Gleisregeln und den allgemeinen Basics des TS und des Editors im Speziellen sind unabdingbar, wenn man eine butterweiche Gleisführung in Kurven und Steigungen haben will.
Und:
Backup machen!
Und zu guter Letzt:
Backup machen! (Ja, noch einmal, kann man nämlich nicht oft genug wiederholen)
Das war jetzt bisschen viel und hat mit der Informationsfindung nur beiläufig was zu tun, aber viele Leute stellen sich das zu einfach vor: Editor starten, "Oh toll: Eine grüne Wiese, Gleise legen, fertig"... Ja Pustekuchen... träumt weiter!