Ok Skanky, ich war vielleicht bisschen zu "ruppig", gebe ich zu.
Aber vielleicht verstehst du das ja ein klein wenig, denn du selbst bist ja mit deinen 400 Std schon ordentlich zurückgerudert.
Oben hast du nämlich noch 2 Wochen (eher paar Tage weniger) für das Modell, für das Skripten 2 Wochen und für das Testen 1 Woche. Dann sind wir "erst" bei 200 Std ohne Sound bei einer Vollzeitkraft.
Nun hast du selber auf 400 Std aufgestockt.
Ich bin nur Laie, ich kann das überhaupt nicht beurteilen, aber auch diese Zahl erscheint mir sehr gering angesetzt.
Wenn man jetzt noch davon ausgeht, dass man sich Unterlagen besorgen muss, vielleicht sogar Vor-Ort-Termine, weil einem irgendwelche Details fehlen oder weil man den Sound irgendwoher beschaffen muss, kommt man sicher schnell auf 1000 Std und mehr plus Unkosten, wie z.B. Sprit.
Dass du das mit einem Science-Fiction-Game vergleichst, mag vielleicht plausibel klingen für Manche, weil auch da 20k Polygone eben 20k Polygone sind, die geformt und texturiert werden wollen, egal ob für ne BahnSim oder ein Weltraum-Adventure. Aber bei einem Weltraum-Adventure dreht dir keiner eine lange Nase, wenn die Pufferbohle 10cm zu niedrig ist, oder die Farbe von Darth Vaders Tie Bomber nicht dem genauen RAL-Farbton entspricht.
Ich denke, das zu Vergleichen ist halt sehr schwierig und die leute neigen dazu, gerne mal zu sagen: Das ist doch einfach.
Das ist wie beim Gleisbau: Dauernd hört man da "Och, die Gleise sind doch schnell gelegt" und dann hört man von den leuten plötzlich nichts mehr, weil es eben doch nicht so einfach ist.
Der Drang, die Klappe weit aufzureißen ist hier dauerpräsent (Sorry, wenn ich das so hart formuliere), aber mir gehen Leute ganz furchtbar auf den Senkel, vor allem im Streckenbau (weil ich das inzwischen beurteilen kann), die den Mund vollnehmen.
Ähnliche Parallellen sehe ich im Modellbau hier auch, und wer den Bau und die Entwicklung einer Lok von Anfang bis Ende mal verfolgt (Beispiel TRAXX der ET420) , sollte feststellen, dass es eben nicht mal eben so einfach von Statten geht.
So kann sich auch schwerlich respekt gegenüber denen entwickeln, die etwas entwickeln, denn "das ist ja easy und ich kann es ja eh besser". Sowas höre ich leider öfter.