Öhm... das gelände hab ich ja "geklaut" und nicht selber gemacht.
Ich muss zwar teilweise Anpassungen vornehmen, aber im Großen und ganzen wuchs die Strecke anhand des Geländes und wenn da ein berg im Weg war, dann musste da halt ein Tunnel durch.
Das Gelände habe ich mittels DEM/SRTM importiert. (Rail-Sim-Wiki-Eintrag)
In Google Earth guckte ich dann mal nach, wo ich da eigentlich bin und fand mich irgendwo im tiefsten Taunus wieder mit bisschen Rheintal.

Quelle: Wikipedia / Autor: Milseburg
Daran kann man auch erkennen, dass diese Strecke niemals geplant war, im Sinne von: Ich importiere mir jetzt dieses Gelände und baue das und das.
Vielmehr importierte ich irgendwas an Gelände, das zufällig, ohne dass ich es bewusst auswählte, an den von mir zufällig gewählten Koordinaten befand. Dort machte ich meine ersten Übungen im Editor. Irgendwann dann stellte ich fest, dass das Gelände eine echte Herausforderung bot und genau meinen Geschmack traf, das ich so ähnlich mir auch bei einer "Traum-Modellbahn" gewünscht hätte.
Also baute ich weiter, und die Strecke wuchs... und ich wuchs an ihr.
Diese Strecke ist vielleicht bisschen verspielt, mit Hangviadukten, einem 2,5 km langen Kehrtunnel und einem Wendestern... mag sein... aber das ist mir egal. Die Strecke macht jedenfalls einen Haufen Fun, den eine reale Strecke niemals bieten könnte.
Dazu dann die Gleislage, die ich derzeit nur bei meiner Strecke in dieser Qualität kenne (eigentlich habe ich 3 solcher qualitativ guter Strecken, aber nur zu Testzwecken. Welche das sind, möchte ich nicht sagen). Das Ausmaß an Kurvenüberhöhungen und butterweichem Fahrgefühl sucht also ihresgleichen.
Dennoch machte ich gerade in der Anfangsphase sehr viele Fehler. Jemand, der sich auskennt im Gleisbau, könnte ganz genau sehen, wie der Bau chronologisch ablief, weil man meinen Lernfortschritt daran ganz sicher gut ablesen kann.
Manche Fehler sind lange behoben, andere warten noch darauf, dass ich mich um sie kümmere, andere fehler werden bleiben, weil sie nur mit immensem Aufwand beseitigt werden können.
Aber hey... das ist genau das, was ich wollte: Ein Strecke zum Austoben und Lernen, in einem schwierigen Gelände, dass auch den Tunnel- und Brückenbau fordert und fördert, denn auch das ist bisweilen nicht ganz ohne.
Der Lerneffekt jedenfalls war immens, und ich habe sehr viel gelernt, sowohl der Umgang mit dem Editor, den ich schon lange im Schlaf beherrsche, als auch möglichst reale Bahntechnik, die ich so gut es geht umsetzen möchte.
Einen Fehler habe ich aber nicht gemacht...
Ich habe zwar auch mal Oxford-Paddington-Gleise mit der Hagen-Siegen-Trackrule gesetzt, doch habe ich mich glücklicherweise sehr früh mit Trackrules und einer eigenen Ordnerstruktur auseinandergesetzt. Das möchte ich jedem ans Herz legen. Macht euch einen eigenen Streckenordner und bastelt euch eure eigenen Gleisregeln, beachtet Gleisradien, übt den Bau mit Übergangsbögen und lasst euch nicht dazu verleiten, sie wegzulassen. Es fährt sich einfach besser und macht mehr Spaß. Übt das Verlegen von Steigungen und befahrt sie ausgiebig.
Und: ganz wichtig:
Entwickelt eine Backup-Strategie, die tägliche backups einschließt (besser öfter, je nach Arbeitsaufkommen) und die auch einen Plattencrash abfängt, also niemals auf derselben physikalischen Platte sichern, sondern immer auf einer anderen.
Überschreibt niemals alte Backups, damit ihr im Falle eines SuperGAUs eine ältere version heranziehen könnt. Das hat mir schon mehrmals den Hals gerettet.
Leider ist das Forum voll von Projekten, bei denen dies nicht beherzigt wurde und die so das digitale Nirvana ereilte.
Lest das Wiki, stellt spezifische Fragen und experimentiert im Editor.
Und nehmt nicht Payware-Strecken als Referenz, die sind nämlich bisher alle(!) Schrott, was den Gleisbau betrifft, verglichen mit dem, was möglich ist 