Deine Kritik in Ehren,... aber bist du ebenso streng bei DTG-Strecken?
Ach nee, geht ja gar nicht, die haben ja nicht mal eine authentische Oberleitung. Bei deren klobiger Spielzeugoberleitung ist in dieser Hinsicht eh Hopfen und Malz verloren.
Dass auf Konstanz-Villingen, der Rollbahn, Koblenz-Trier und der hier angesprochenen Freiburg-Basel-Strecke überhaupt diese Oberleitung verbaut wurde, empfinde ich allein schon als immensen Vorteil. Und da ich die Oberleitung auf der Konstanz-Villingen zu einem erheblichen Teil selbst aufgebaut habe, weiß ich, was für eine undankbare und zeitaufwendige Scheißarbeit das ist. Insofern finde ich es lustig, dass man noch etwas mehr Authentizität bei der Fahrleitung möchte, wohingegen andere Strecken anderer Hersteller nciht mal authentische Maße bei Auslegern und Masten haben. Hört man da Kritik?
Ihr habt keine Ahnung, was da an Arbeit drinsteckt und deswegen möchte ich bezweifeln, dass da irgendjemand für euch "Nietenzähler" nochmal Hand anlegt.
Ich habe gelernt, dass, je mehr Aufwand man in den Streckenbau steckt, umso mehr Gemeckere man sich anhören muss. Man legt Wert auf butterweichen Gleisbau und gute Signalisierung und baut das auch so? Dann werden falsche Signalbezeichnungen kritisiert.
Man legt Wert auf eine tolle Oberleitung und verbaut diese? Dann muss man sich diesen Vorstoß hier anhören.
Das führt dann dazu, dass man lieber dann doch so wie DTG baut. Nach meiner Warte habt ihr nicht alle Tassen im Schrank, wenn ihr auf SOWAS rumreitet.
Selbst auf Freewarestrecken, bei denen es sozusagen egal ist, wie lange der Bau dauert, verbaut niemand die Oberleitung von Rosenkill. Warum wohl? Man schaut sich den immensen Haufen an Bauteilen im Editor an und möchte am liebsten schreiend weglaufen, weil das ein ziemlich komplexes System ist, das einiges an Einarbeitung erfordert. (Vom eigentlichen Aufstellen "an sich" mal ganz abgesehen).
Spätestens hier sollte jedem klar werden, dass diese Oberleitung von Rosenkill was ganz Edles und Besonderes ist. Mit vernünftigen und plausiblen Abspannungen und authentischen Maßen. Das seht ihr sonst nirgends, weil keiner so bescheuert ist, sich das antun zu wollen. Ich denke, der Fahrleitungsbau damit ist zeit- und nervenraubender als der Gleisbau.
Und jetzt kommst du daher und kritisierst die Sicherheitsabstände? Geh mal zu anderen Strecken anderer Hersteller und schau dir den Müll dort mal an.
Aber du bist hier relativ neu. Daher möchte ich das als frische, aber naive Denke eines Neulings einstufen der noch von Nichts eine Ahnung hat und auch keine Vorstellung davon haben kann, was guter Fahrleitungsbau im TS überhaupt bedeutet.
Es mag sein, dass du von der realen Eisenbahn viel Ahnung hast (weiß ich nicht), aber was Arbeiten im Editor angeht, solltest du mal selbst ein paar Gehversuche wagen und du wirst feststellen, dass du mit den 4 oben angesprochenen Strecken echte Pralinen bekommst, wenn man diese mit RSSLO, GBE oder DTG vergleicht.
Und nein, es gibt keinen Automatismus dafür. Jeder Draht, jeder Mast, fast jedes Quertragwerk und zum Teil sogar jeder Isolator ist handverlegt, handverlesen und handgestreichelt
Manche Quertragwerke bestehen aus 60 oder noch mehr Einzelteilen.
Ich möchte dich also bitten, dich mal bei anderen Strecken umzusehen. Ich bin sicher, dir werden danach die Augen aufgehen und du wirst hoffentlich eine realistischere Einschätzung davon haben, was es bedeutet, eine solche Oberleitung auf einer Strecke verbaut bekommen zu haben. Genieße sie bitte mit Würde, denn da steckt wirklich sehr viel Kenntnis, stupide Arbeit und Hirnschmalz drin..