Na, da kommt ja Freude auf 
Die DB ist das Versuchskanickel(hamster)...
Nun, das ist in letzter Zeit (seit ca. 20 Jahren) echt furchtbar geworden.
Ich kann es einfach nicht begreifen, wie ein Unternehmen so viel Risiko, zu Kosten des eigenen Budgets, und des der Fahrgäste, und auf Kosten des Komforts und der Zuverlässigkeit gegenüber der Fahrgäste aufnimmt, nur um das "neueste vom neuesten" zu haben.
Als Lokomotiven und Triebwagen wie der Eierkopf, oder die V200 oder 218 frisch im Einsatz waren, waren diese Jahrzehnte erprobt worden, und sämtliche "Kinderkrankheiten" sind ausgemerzt worden, schon bevor die Großserie angefangen worden ist.
Heute probt irgendeine kleine Firma die mehr geld in Marketing als in Entwicklung zu stecken scheint, einen Triebzug als Prototypen 1 Jahr lang selbst, zeigt diesen dann den potentiellen Abnehmern, in deren Lackierungen, um das schmackhafter zu machen, und dann wird sofort der Vertrag für die Großserie geschlossen, und es geht nach quasi "Erstbauplan" los mit der Produktion, und dann kommt so ein Mist raus.
Mal ernsthaft wie oft bleibt die 612 mit Motorschäden o.Ä. liegen, beim Talent2 hört man herausfallende Türen und und und. Beim ICE fallen die Klimaanlagen aus, wenn es zu heiss wird, und ein Fenster darf man ja um Gottes Willen nicht aufmachen. Könnte ja ziehen bei 280 Sachen.
*Spaß* Beim 648er qualmt's manchmal unterm Zug raus den ganzen Bahnhof voll, und niemand weiß was das ist, und vermutlich kann man die Liste noch ewig fortführen.
Und dann setzen sich Buchhalter da hin, und rechnen Monate lang Statistiken über Gewinnmaximierung durch, und dann bleibt der Gewinn auf der Strecke, weil die Züge öfter als Geplant den Geist aufgeben, Ersatz an Fahrgäste gezahlt werden muss, der Hersteller sich noch mehr 'ne goldene Nase verdient, und das Image des Unternehmens geschwächt wird. Und damit die Spinnenweben nicht in der Kasse auftauchen, wird einfach mal der Fahrpreis erhöht, beim Bund um mehr unterstützung bei Grossprojekten gebettelt, und sonst irgendwie getrickst. Wenn man in den 80ern jemanden gefragt hat, ob er lieber Bahn oder Auto fährt, ist natürlich das Auto immer beliebter gewesen. Jedoch hätte sich damals bestimmt jeder lieber in einen IC mit einer 103 davor gesetzt, anstatt so lange zu fahren, wenn es um eine Strecke wie Hamburg München geht. Zumal die meisten der Autos zu der Zeit eh' nur 140-160 im Schnitt konnten, und kleine Pannen, die das Weiterfahren unmöglich machten, aber schnell per Hand behoben waren, öfters vorkamen als heute. Aber die Tatsache, dass sich Leute lieber von Hamburg nach München in ein ca. 200km/h schnelles Auto auf das Kriegsgebiet A7 begeben, statt in einem der schnellsten Züge Europas zu fahren, weil die Bahn einfach unverschämt teuer, unzuverlässig, und allgemein unbeliebt geworden ist, zeigt doch, dass dieses "wir kaufen mal blind neue Züge ein, weil die so toll aussehen, und viel versprechen wenn der Tag lang ist" Mentalität nicht funktioniert.