Beiträge von DB-Freund

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    Nein Waescho, es herrschte kein Mangel an 141. Hagen-Eckesey setzte -als einziges Bw der BD'en Essen und Köln- im Sommer 1975 täglich 72 Loks dieser Baureihe ein. Dazu kamen noch einzelne mit Wendezügen im entstehenden S-Bahn-Verkehr. Auch 110/112 zogen neben D-Zügen einzelne Eil- und Nahverkehrszüge. Die Deutzerfelder 140 bespannten den kleinen Rest, aber keine Wendezüge weil sie keine entsprechend ausgerüsteten Loks hatten. Die hatten nur Oberhausen und Dortmund und vertraten damit bei Bedarf die Hagener 141. Natürlich bespannten die Baureihen immer (planmäßig) ihre gleichen Züge.

    Grundsätzlich fuhren Schnellzugloks von Anfang an alle Zugarten. Bevorzugt Schnell-/D-Züge, aber als Fülleistungen auch Eil- , Nahverkehrs- und einzelne Schnellgüterzüge. Auch die 103 fuhr zwischen Frankfurt und Mannheim Nahverkehrszüge aus 4-achsigen Umbauwagen. Durch diesen flexiblen Einsatz wurden Loks eingespart und Stillstandszeiten reduziert. Dadurch liefen z.B. beim Bw Heidelberg im Sommer 1960 11 E10 im Durchschnitt täglich 1163 km pro Lok.

    Umgekehrt wurden Stillstandszeiten der 140, 150 und 151 zur Bespannung einzelner Reisezüge ausgenutzt. Die wendezugfähingen 140 hatten nie Laufpläne im Wendezugverkehr, sondern liefen als 141 Ersatz und in Doppeltraktion als Ersatz für eine 150 oder 151. Vor der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Frankfurt-Köln war die linke Rheinstrecke tagsüber so dicht mit Reisezügen belegt, dass nur wenige schnellfahrende Güterzüge dort fuhren. Der Haupfverkehr lief rechtsrheinisch.

    ABn und WR fehlen mir auch, vorher rühre ich den TSW nicht an.

    Ich habe eine Verlängerung von Ingolstadt nach Treuchtlingen befürwortet. In der Zeit, die mich interessiert, fuhren dort IC, Schnell- Eil-, Nahverkehrs- und Güterzüge. Dann weiter nach Nürnberg oder Würzburg (und Frankfurt/Hannover-Hamburg....).

    Salzburg-Mühldorf macht in diesem Zusammenhang keinen Sinn.

    Mir stellt sich die Frage, ob man - wie in der Realität - von Salzburg über die Abzweigung Landl unter Umgehung des Bahnhofs Rosenheim nach Wörgl (-Innsbruck- Lindau) fahren kann. Diese Linienführung gibt es im Fernreise- und Güterverkehr seit 1982.

    Die 155 war ab Mitte der 90er Jahre in Mannheim stationiert und war auf der Rheinstrecke im Einsatz. Der Hauptgüterverkehr lief allerdings rechtsrheinisch.

    Die Strecke Saarbrücken-Trier war ja mal bei GBE angekündigt. Die würde (nicht nur zu DB-Zeiten) Montan-Güterverkehr, mit Ausnahme von IC alle Arten von Reisezügen und vor allem eine weitere Strecke für die 181.2 bieten. Landschaftlich im engen, kurvigen Saartal wird da auch etwas geboten.

    Strecken (nur) für Triebwagen brauche ich persönlich nicht.

    Gab es die überhaupt in mintgrün (ab 1995 gebaut)? Fotos habe ich nicht gefunden. M.M. wäre es sinnvoller gewesen, die älteren Wagen in mintgrün zu bringen und diese in verkehrsrot statt umgekehrt. Wie steht es mit den Farben der Loks? Die 111 gibt es in S-Bahn-Lackierung, die 143 und 114 (erst ab 2000 so bezeichnet) aber nur in verkehrsrot. Da wäre DR rot und orientrot notwendig.

    Die wirklich fehlende Altbau-Ellok ist die E94, die auch am längsten in Süddeutschland und in Österreich im Einsatz war.

    Mit Exoten wie V65 (15 Stück, ab 1963 nur Rangierdienst) und V80 (10 Stück, Nebenbahndienst) sollten man sich gar nicht erst aufhalten.

    Bezogen auf die planmäßigen Einsätze der Baureihe könnte man theoretisch an Beheimatungen anschreiben:

    BD Hamburg, Bw Altona (ab 1967 für die Marschbahn und in geringem Umfang die Strecken nach Flensburg, Kiel (bis September 1972) und Osnabrück bis September 1968)

    BD Karlsruhe, Bw Offenburg (für Basel-Frankfurt bis 1957, nur Kohleloks)

    BD Kassel, Bw Bebra (für Frankfurt/Würzburg-Bebra-Hannover-Hamburg Hbf , -Altona bis April 1965)

    BD Kassel, Bw Kassel (Hannover-Kassel-Frankfurt, im TSC nicht vorhanden)

    BD Münster, Bw Osnabrück (für Münster-Osnabrück (nur bis September 1966) -Bremen bis September 1968)

    BD Münster, Bw Rheine (für Münster-Rheine-Emden-Norddeich bis 31.Mai 1975, Kohle- und Ölloks, im TSC nicht vorhanden)

    BD Wuppertal, Bw Hagen-Eckesey (für Hagen-Siegen bis 1958, nur Kohleloks)


    Da sie nur auf Hauptstrecken verkehrten, fielen sie früh der Elektrifizierung zum Opfer. In Hamburg (218) und Rheine (220) waren es die Dieselloks.

    Auch eine Schnellzuglok konnte nicht nur von Schnellzügen "leben", deshalb fuhren sie als Fülleistungen im Laufplan auch Eil-, N- und schnelle, leichte Güterzüge (meist G-Wagen).


    Bei den Schnellzügen fuhren sie i.d. Regel die neuesten und besten Wagen. "Alte Lok zieht nur alte Wagen" ist falsch.