Beiträge von bahnjan

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    Ich finde ja das Silverlining-Wetter gut, es sieht für mich einfach besser aus, als die an den Himmel gemalten Wolken, die immer gleich aussehen. Aber wie bei so vielem hat DTG hier auch zu kurz gedacht und vergessen, dem Silverlining zu sagen: wenn Sonne runter, Licht an. Eigentlich würde ich das Licht sogar lieber szenariogesteuert schalten. Laternengehen auch an (und Lichter in den Häusern), wenn Dreckswetter den Tag dunkel macht. Aber man kann eben nicht alles haben...

    Moin,


    das ist eine Krux des Simulators. Die Zeit, wann "das Licht angeht" steht im TimeOfDay-Blueprint. Für Herbst steht das irgendwo bei 18 Uhr auf dieser Strecke. Am 23.9. ist es da noch hell, am 18.11. schon um halb 5 dunkel. Das passiert aber nur, wenn man für das Wetter das Silverlinig-Wetter nimmt, weil sich da Sonnenauf- und Untergang nach realen geografischen Zeiten regeln. Nimmst du das "alte" Wetter, dann werden die Zeiten aus der TimeOfDay genommen, dann ist es am 18.11. um 1800 noch dämmerich hell.


    Ich vermute, du benutzt Quickdrive, da wird das Silverliningwetter angesteuert, was erklärt, warum es dunkel ist, aber die Lichter nicht an. Einzelne Lampen zu ändern bringt da gar nichts. Allenfalls im besagten ToD-BP lässt sich für alles das Licht früher anschalten, was dann Früherbsttagen heißt, dass das Licht unrealistisch an ist, wenn die Sonne noch scheint. Es gibt also leider keine wirkliche Lösung, außer eben nicht den 18.11. zu benutzen :D


    Winke, Jan

    Der ehemalige Chef der SBB hat mal im Fernsehen sinngemäß auf die Frage, was die SBB von der DB unterscheidet: "Die SBB hat ein Unternehmensziel, dem sich alle Investitionen, alle operativen Maßnahmen unterzuordnen haben: das ist die absolute Pünktlichkeit aller Verkehre." Die SBB hat auch nicht Netz und Betrieb voneinander getrennt. Ich sach nur: jeden Tag mehrere Signal-/Weichenstörungen bei der Berliner S-Bahn. Das verlockende am ITF sind tatsächlich die Pufferzeiten. Aber ich denke, da muss die Bahn auch einges für investieren: Loks und Wagen, Netz. Die Nadelöhre sind ja schon genannt worden. Was soll denn da für ein Takt durch solche Metropolen-Bahnhöfchen wie Hamburg Hbf oder S21. In Stuttgart hätte man mit viel weniger Geld Taktfahrplan im Kopfbahnhof machen können. Aber den hat man ja begraben. Den Fahrplan umzuschreiben, wird nicht die Lösung für die Probleme sein, die die DB hat. Ich glaub, das wird ein lustiges Chaos. *lok*


    Winke, jan

    O je. wenn man das richtig machen will braucht man einen Haufen Zeugens. Lampen, Signale, Schranken, Schrankenwärterhäuschen. Läutewerke, Telegrafenleitungen, Stellwerke, die ganze Dampfinfrastruktur, Schuppen, Bekohlung, Besandung, Lokunterhaltung, Sozialgebäude, Lokleitung, Wasserkrane an den Bahnsteigen der Durchfahrgleise. Keine Natrium-Dampflampen sondern, Glüh- und Gaslicht, allenfalls Leuchtstoffröhren, keine bunten Häuser entlang der Strecken, Klinker, Naturputz oder weiße Farbe, die ganzen mehdornisierten Bahnhöfe altern, wenns richtig schön werden soll, alte Autos modellieren, ein Haufen Arbeit. Ich hab beim aktuellen Projekt wieder zu spüren bekommen, was es schon für Unterschiede zwischen heute und nur 10 Jahre zurück gibt... Mal davon ab, dass es dann auch Wagons dafür braucht. Diese ganze Zweiachserherrlichkeit, mit Tonnen- und Flachdach, mit Klappdeckel, mit Rungen und ohne. Irgendwer müsste es bauen... Und nach meiner letzen Erfahrung mit animierten Bahnsteigleuten wird es auch schwierig der Zeit folgende Kleidung an die Leute zu machen. Keine Mädels in Jeans und so...


    Und da es angesprochen wurde, warum es keiner macht: erstens hoher Aufwand, zweitens Nischenprodukt. D.h. die zu erwartenden Stückzahlen rechtfertigen den Aufwand einfach nicht. Oder man müsste einen Preis nehmen, den dann auch keiner will. Dafür wird die Dampfsparte auch vom Simulator her zuwenig unterstützt. Ich schrieb es schonmal: wenn der virtuelle Heizer ALLES machte, was ein richtiger Hezer tut, und der Lokführer "nur fahren" müsste, wenn die Loks auch klingen würden wie Dampfloks, würden sich vielleicht auch mehr Leute dafür interessieren.


    Winke, Jan

    Ich hab mich lange zurückgehalten... Gerade was historische Recherche betrifft, so ist das so ein Ding, da ich mich auch schon auf dem Pflaster bewegt habe. Ich will das mal mit einem Gleichnis versuchen und hoffe, ihr könnt folgen. Als ich 12 war hatte ich eine Brille und keinen Bart. Als ich 18 war, war ich schlank, die Brille war weg. Als ich 30 war, war ich nicht mehr schlank und hatte eine Vollbart. Heute habe ich wieder ein Brille und der Bart ist weiß. Eins ist sicher, ich war immer derselbe Jan. (und es gibt keine von mir mit anderen Seriennummern, was die Sache nicht erleichtern würde).


    Was ich sagen will: wer altes Zeug nachbaut, sucht (und findet irgendwo) ein Vorbild, an das er sich halten kann, und baut es sicher (so gut er es eben kann) so, wie er es sieht. Was anderes macht auch keinen Sinn. Was da mal wo war und ob das mal anders war, weiß er nur nach aufwändigster Recherche, die manchmal ins Uferlose bis nicht mehr Nachvollziehbare führt. Ich bin Mitglied eines Vereines, der eine ganze Reihe alter Fahrzeuge sein eigen nennt. Er pflegt und restauriert sie so gut er kann. Und da kommen zum Tag der offenen Tore auch welche und mosern: da war aber ein ganz anderes Schild dran (wann? von wann bis wann? täuscht ihn sein Gedächtnis??). Das ist also nicht anders als hier. Einzig, der Eintritt ist billiger, als eine VR-Lok (es kommen auch mehr Leute, als solche, die eine vR-Lok kaufen). Es kann ja sein, dass man einer Vorbildlok nachträglich eine PZB90 verpasst hat, man sie aber dem alten Vorbild folgend mit ner I60 ausgerüstet hat und den blöden Aufkleber vergessen hat, zu ändern. Das ist als ob ch mir den weißen Bart färben würde. Im inneren ist er immer noch weiß. Wenn ich weiß, es ist ne I60 drin, ist doch das Schild egal, ich halte mich eben an die I60 und denke mir mein Teil.


    Wer sich schon ein paar Jahre mit Simulation beschäftigt (ich seit 1991 = 27 Jahre und kenne den Ulf aus der Sparte auch schon gaaaanz lange), weiß wofür er wieviel Zeit braucht. Insofern sollte man gewisse Entscheidungen einfach respektieren. Die sich schon selber an den Bau von irgendwas (Strecke, Wagen, Lok) gemacht haben, wissen auch, wieviel Zeit was kostet. Ja wir nehmen Geld dafür, aber ich mag nicht feststellen, dass die Arbeit von vR "nachlässiger", "schlampiger" o.ä. geworden wäre. Ihr seid verwöhnter geworden, guckt in jede Ecke und findet, was der Entwickler im entscheidenden Moment (da wo er es noch leicht hätte ändern können) übersah. Na so ein böser Wicht, hats einfach übersehen. (Ich suche noch den Wicht den meinen Bart und meine Haar hat weiß/grau werden lassen). Trotzdem hat er viele Stunden an der Kiste gehockt und trotz meiner langjährigen 3DSMax-Erfahrung brächte ich solche 3D-Modelle nicht fertig...


    Was die machen, sind immer noch meine Lieblingsloks, die mir auf der Rollbahn sicher vel Spaß machen werden...


    Winke, Jan