Ich bin absolut kein Mediziner, deswegen kann ich da nur glauben, was ich lese und höre. Dazu gehört, dass Impfung nicht gleich Impfung ist, dass manche Impfstoffe leichter zu entwickeln sind als andere, z.B. für HIV und dass Impfungen durchaus Sinn machen KÖNNEN, wie die drastische Reduzierung der Masernfälle VOR dem Auftreten der Impfgegner, oder auch die weltweit fast erreichte Ausrottung der Kinderlähmung zeigen. Wo mit welchen Folgen und Erfolgsaussichten da jetzt die potenziellen Corona-Impfstoffe anzusiedeln sind, kann ich nicht beurteilen.
Zu Drosten: Ich glaube, wenn einer eine Professur an der Charité hat, dann kann man davon ausgehen, dass er was auf dem Kasten hat. Ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass in der Wissenschaft auch oft gemauschelt wird und Posten nicht zuerst nach Kompetenz vergeben werden, aber an dieser Stelle gehe ich fest davon aus. Aber klar, Streek und Kekulé gehören genauso gehört. Das passiert ja auch alles im aktuellen wissenschaftlichen Diskurs, aber der findet eben in der Wissenschaft statt, und nicht in der BILD und auch nicht im NDR-Podcast. Und er folgt eigenen Regeln, die jemand, der mit den wissenschaftlichen Methoden und Grundsätzen nicht vertraut ist, leicht falsch versteht.
Der sich aber oft genug selbst um 180 Grad gedreht hat.
Willkommen in der Welt der Wissenschaft. Die besteht darin Thesen aufzustellen und dann durch Versuche zu beweisen, worin man eben auch scheitern kann. Dann war die These falsch. Eine wissenschaftliche These ist aber keine Meinung oder Haltung, sondern ein Ausgangspunkt für ergebnisoffene Arbeit. Normalerweise werden solche Thesen halt nicht öffentlich gemacht, bis sie belegt oder widerlegt sind. Aber wenn plötzlich lauter fachfremde Jounalisten und Politiker auf einen zustürmen und kurzfristig konkrete Aussagen fordern, was soll man machen?
Ein ernstzunehmender Wissenschaftler, der sich die falsche Plattform zur Diskussion ausgesucht hat. Seine Thesen kann ich nicht beurteilen, aber sie gehören nicht zu Ken Jebsen, sondern in den wissenschaftlichen Diskurs, wo sie überprüft werden können.
Wenn man sich mit der Deutschen Geschichte auskennt, wird man durchaus Ähnlichkeiten zu 1933 erkennen.
Und das ist Quatsch. Vielleicht beim Höcke-Kult in Thüringen, aber sicher nicht in der Bundespolitik. Wir haben eine absolut stabile Demokratie, ein Parlament, das alle 4 Jahre neu gewählt wird, wir haben Gerichte, die in letzter Zeit einige Gesetze der Exekutive kassiert haben, wir haben eine freie Gesellschaft, in der - ich sags nicht gerne so neutral - "Querdenker", wie die AfD an Bundestagsdebatten teilnehmen. Wenn Leute von einer "linksgrün-versifften Meinungsdiktatur" sprechen, dann scheinen sie zu vergessen, dass die vermeintlichen "Diktatoren" von der Mehrheit der Bevölkerung gewählt wurden. Und damit auch ihre Positionen. Und das Rumheulen, wenn nach einer provokanten Meinungsäußerung halt auch eine Gegenmeinung kommt, ist lächerlich. Ja, Youtube löscht, aber Youtube ist nicht der Bundestag.