Du kannst von einem 0815 Anwender nicht erwarten das er vorsichtig ist. Das wäre ja ein Traum und die ganzen IT Abteilungen hätten nix mehr zu tun.
Genau das ist die falsche Herangehensweise. Linus Neumann hat das perfekt erklärt und du spielst die Problematik schon wieder herunter. Richtig ist, dass unser RW nicht auf FirmenPCs läuft (oder sollte zumindest nicht). Richtig ist aber auch, dass ein Backup der Startpartition C:\ uns problemlos den Arsch rettet.
Ich habe schon lang und breit geschrieben, dass wir auf unseren PrivatPCs nur Mails und Anhänge von Absendern öffnen, die wir kennen und denen wir vertrauen. Und Linus Neumann hat auch anklingen lassen, das Outlook keine geeignete Mailsoftware ist, auch wenn diese vom Händler der Hardware mitgeliefert wird.
Der Thunderbird hat von Haus aus einen lernfähigen Spamfilter und täglich werden bei mir durch ihn dutzende Mails gelöscht. Worin besteht das Problem? Sollte tatsächlich mal meine Hausbank mich über einen Umstand informieren wollen, findet sie mit Sicherheit einen anderen Weg, um mir das mitzuteilen. Wenn ich von irgendwo eine Bestätigungsmail erwarte, dann finde ich sie bei meinem Maildienst. Auch mit einem Messenger kann ich jemand mitteilen, das er eine Mail mit Anhang von mir zu erwarten hat. Diese kann ich sogar per WeTransfer (bis 2GByte) und SwissTransfer (bis 50GByte) komprimiert, verschlüsselt und kostenlos verschicken. Den Key zum Archiv verschickt man dann auf anderem Weg, bsw. Messenger, PN oä.
Einem Snakeoil meine persönliche Sicherheit zu überlassen, käme einem Blackout der Schwabbelmasse unter meiner Schädeldecke gleich. Nicht umsonst verweise ich ständig auf ein Backup der C:\ und der Auslagerung von TS auf eine andere Partition hin. Railworks sichert man kompakter mit 7z.
Anderseits besitzt der Firefox eine eigene Passwortverwaltung und man muss sich nur das Masterpasswort merken. Es ist bei der Passwortvergabe stets darauf zu achten, das ein Passwort ebissl voller Fantasie steckt. Selbst wahlloses Klimpern auf der Tastatur erhöht die Sicherheit. Du musst es dir ja auch nicht merken.
Natürlich kann es auch mal passieren, das man überlistet wird und die C:\ verschlüsselt ist. Was kümmert es dich? Du hast doch ein Backup gemacht und ein Startmedium im Schreibtisch hinterlegt. Oder etwa nicht? Nein? Dann wird es Zeit. Genau das ist die wichtigste Botschaft von Linus Neumann.
Kürzlich verschenkte Paragon seinen Festplattenmanager und Aomei noch immer seinen Backupper Standard. Nach 10 bis 15 Minuten gehört der PC oder Laptop wieder dir, es sei denn du hast auch wirklich ein Backup angelegt und es irgendwo auf ein externes Medium geschrieben. Dann bist du eine Erfahrung reicher. Garantiert.