@[1247]DetPhelps
... fast, allerdings arbeitete das Schaltwerk nur im Wendezugbetrieb in Auf- Ab-Steuerung.
Das hat aber nur mittelbar mit dem Knall bei der Löschung des Lichtbogens zu tun und ich
wollte nur das Prinzip erklären, da Du allerdings auch die Steuerung ansprichst:
-> Klugscheißmodus, ein
Es handelt sich um ein sogenanntes mStuL/28, also ein "motorisch angetriebenes Nieder-
spannungs-Stufenschaltwerk aus kreisrundem Doppelstufenwähler (ähnlich BBC NU 28 r) und
vier Lastschaltern" und 28 Dauerfahrstufen. Nachlaufsteuerung, beruhend auf Spannungs-
vergleich zwischen an den Fahrschaltern angeordneten Steuerwalzen und am Schaltwerk.
Und wie bereits oben erwähnt, im Wendezugbetrieb als Auf- Ab-Steuerung arbeitend. Es
gab anfänglich ziemliche Probleme mit der Zuverlässigkeit der Schaltwerksantriebe, die
von den E10/E40/E50 übernommen wurden, was in der Forderung begründet war, dass
die Lokomotiven auch bei einer Unterspannung von 20% (ca. 12kV) in der Lage sein sollten
innerhalb von 4s die höchste Anfahrzugkraft zu entwickeln, dies bedeutete den Durchlauf
von 15 Fahrstufen. Daraus ergab sich bei der E41 eine Dauer von 0,25s für den Schaltvorgang.
Zum Vergleich, E10/E40, E50 ca. 0,5s. Von dieser Forderung sah man später ab, da 20%
Unterspannung, wenn überhaupt, meist nur auf einseitig gespeisten Nebenbahnen vorkam,
jedoch hier die Anhängelasten eher gering waren. Außerdem war im Nahverkehr die Schalt-
Frequenz um ein vielfaches höher als im Fern- oder Güterverkehr. Es gab verschiedene
Steuerungsformen, die erprobt wurden, z.B. SSW Form 2, 4, 5, 6 oder BBC Druckluftantrieb.
<- Klugscheißmodus aus.
Da könnte man nun noch sehr viel zu schreiben. Falls Du interessiert sein solltest, Elektrische
Bahnen 1957, S. 25 oder Lokomotiv-Technik 1956, S. 165; 1957, S. 3, ... Findet man eigentlich
in jeder gut sortierten Hochschul-Bibliothek mit den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektro-
Technik oder in der Fernausleihe.