Beiträge von [1247]DetPhelps

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    Ich würde behaupten, die meisten Weichen haben keine Signale mehr, außer ortsgestellte und Weichen in Stellbezirken ohne Rangierfahrstraßen, wo es darauf ankommt, dass man die Stellung von weichen frühzeitig erkennt.

    Lieber @Flo1995, lieber @AbsolutesChaoz, lieber @Baul,


    zugegeben, @Flo1995 das steht nirgends festgeschrieben. Ergibt sich aber daraus, wie die PZB funktioniert. Aber dazu unten mehr.


    Zunächst zu @AbsolutesChaoz. Du weißt, ich bin oft deiner Meinung und teile sie auch in der Regel. So auch im Thema "political correctness" und "Deutsch-Sein". Ja, das kann in der Gesellschaft zu engstirnigem Verhalten führe. Ja, man soll nicht immer alles schwarz-weiß sehen. Graustufen sind viel angebrachter. Das hört, meiner Meinung nach, da auf, wo Eisenbahnbetrieb anfängt.


    Eisenbahn ist ein komplexer und hochgefährlicher Betrieb. Wer hier nicht aufpasst, oder vorsätzlich Regeln als "relative Verhaltensempfehlung" ansieht und in Graustufen denkt, gefährdet sich, und das Leben anderer. Es ist absolut unabdingbar, dass man sich ausschließlich und absolut korrekt an die Regelwerke der Eisenbahn hält. Sicher, es gibt auch Versehen, wie das Übersehen eines Signals oder die zu schwach proportionierte Bremsung. Aber hier greift die PZB ja an.


    Das kann sie aber nur dann hinreichend, @Flo1995, wenn die Streckenausrüstung dafür korrekt vorhanden ist. Und hier kommen die Vorsignalabstände ins Spiel.


    Zwei Möglichkeiten:

    • Vorsignal steht weiter als 1000 m vom Hauptsignal entfernt: Der Zug erhält eine 1000 Hz-Beeinflussung. Daraufhin bremst er unter die Überwachungsgeschwindigkeit ab. Jetzt ist diese aber u.U. abgelaufen und der 500 Hz Magnet nicht erreicht. Hier könnte man sich befreien, wird aber anschließend vom 500 Hz-Magnet eingefangen und unter günstigen Umständen bleibt man vor dem Hauptsignal stehen.
    • Vorsignal steht (deutlich) weniger als 1000 m zum Hauptsignal entfernt: wieder die gleiche Denke wie oben. Nur hat der Zug hier unter Umständen den 500 Hz-Magnet erreicht, aber überfährt ihn schneller als seine Zugart zulässt. Unter Umständen rutscht er hier dann über das Signal drüber, je nachdem wie die Restgeschwindigkeit der 1000 Hz-Überwachung war.

    Im Grundsatz ist diese Denke auch auf andere Bremswege als 1000 m anwendbar. Dennoch stehen die Vorsignale dann alle im angegebenen Bremsweg der Strecke. Dass dieser trotzdem mal abweichen kann und auch muss, ist normal. Dann wird das Signal aber per Zusatzlicht kenntlich gemacht und im Buchfpl vermerkt. Müsste man den exakten Bremsweg eines Vorsignals jedes mal daneben schreiben, wird das System unübersichtlich und chaotisch. Chaos ist im Eisenbahnbetrieb ein Risiko (s.o.). Deswegen ist es sinnvoll, Vorsignale im festgeregelten Abstand zum Hauptsignal aufzustellen. Das gilt auch für Österreich, da die Zugsicherung und der Eisnebahnbetrieb in seinen Grundlagen die gleichen sind.


    @Baul Sei nicht gleich beleidigt, nur weil andere mal nicht deine Meinung teilen.


    Trotzdem darf über so etwas diskutiert werden, wir befinden uns ja bereits im passenden Forenunterbereich. Mir als angehendem EiB ist dieses Thema wichtig und möchte darüber diskutieren, ob es dir passt oder nicht ist mir wirklich total egal.