Es wird wieder Zeit für einen Bilderbogen... heute betrachten wir den Bereich Clausthal Ost. Der Bahnhof befindet sich nur gut einen Kilometer hinter Clausthal-Zellerfeld und ist die letzte Betriebsstelle vor dem Endbahnhof Altenau. Wie bereits angedeutet, war dieser Bereich Recherchetechnisch am schwierigsten. Es gibt nur sehr wenige Bilder und Informationen zu Clausthal-Ost. Mit Hilfe eines alten Gleisplans (Bauzustand 1940) und den wenigen Bildern aus den 1970´er Jahren, haben wir so ein Mischmasch aus verschiedenen Zuständen kombiniert. Mehr dann unter den jeweiligen Bildern.
Kilometer 26.... an dieser Stelle verlief nach unseren Informationen die Strecke in einem Trog und unterquert die Adolf-Ey-Straße in Clausthal. Heutzutage ein Radweg, den ich mehrfach abgelaufen bin und versucht habe nachzuvollziehen, wie es hier ausgesehen hat.

Esig Clausthal Ost von Clausthal-Zellerfeld kommend. An dieser Stelle verlässt die Strecke wieder den Trichter und überquert den Kutschenweg. Wie es hier genau ausgesehen hat, wissen wir nicht. Ob der BÜ noch Schranken erhält oder nicht. Noch unklar. Rechts die Sportverbindung mit typischen Harzer Haus und links ein paar Scheunen mit Tieren auf der Wiese.

Bahnhofsgelände Clausthal Ost. Hier war hier viel Phantasie nötig. Rechts des Bahnhofs Gewerbegebiet und Lagerhallen...aber nicht in dem Ausßmaß, wie es in der Realität ist. Das Bahnhofsgelände ist heutzutage komplett überbaut mit Baumarkt, Getränkemarkt etc.
Links oberhalb des Bahnhofs Sportplätze, Turnhallen und andere Gebäude der Technischen Universität Clausthal.

Blick auf den Bahnsteig von Clausthal-Ost. Bahnhofsgebäude, Bahnsteig Möbillar und Lampen wurden noch nicht gesetzt....
Rechts neben dem Bahnsteig die heute noch existierende Zufahrtsstraße "Zum Ostbahnhof". Diese führt heutzutage zum großen Parkplatz für den Baumarkt/Getränkemarkt. Bei uns schließt die Straße an einen kleinen Parkplatz für den Bahnhof an.
Links führt der "Sachsenweg" hinauf zu den Sportanlagen der TU Clausthal.

Weiter hinten die Gütergleise und neben dem Bahnhof nur Wald und Wiesen.... so dürfte es zwischen 1940 und 1977 ungefähr ausgesehen haben. Es gibt einen guten Grund warum wir, abweichend vom eigentlichen Konzept der Strecke, diesen sehr alten Zustand realisiert haben. Im "dritten Reich" wurde an dieser Stelle die Munitionsfabrik "Werk Tanne" bedient, welches bei einem Luftangriff am Am 7. Oktober 1944 der Allierten Streitkräfte fast vollständig zerstört wurde. Ca. 100 Menschen kamen dabei ums Leben (vorwiegend Zwangsarbeiter). Nein, keine Sorge...wir wollen nicht Krieg spielen und Militärzüge fahren. Wir haben dies als Gelegenheit genutzt um die ganze Geschichte etwas umzudichten und das erste rein fiktive Element in die Innerstetalbahn einfließen zu lassen: Dazu später mehr...

Das heutzutage noch erhaltene Stellwerk Clausthal-Ost. Beigesteuert von Dijon-Senf.
Direkt hinter dem Stellwerk der Ponyhof, wie er auch heute noch vorzufinden ist.

...und weiter gehts mit dem Thema Güterverkehr. Links zweigt die Strecke nach Altenau ab, rechts der Anschluss "Werk Tanne". Wofür kann das nur gut sein?

des Rätsels Lösung! Wir werden auf dem ehemaligen Gelände des Werk Tanne eine Brauerei per Bahn beliefern. Diese soll hier noch entstehen. Neben der Strecke erkennt man bereits zwischen den Tannen die Ruinen und Überreste des ehemaligen Werks. Diese sind heutzutage auch noch im Wald zu entdecken. Eine Gedanktafel werden wir auch noch aufstellen!
Die im bau befindliche Brauerei "Harzer Pisswasser" neben den Pfauenteichen gelegen. Das ganze Thema wird auch mit Werbeschildern überall auf der Strecke schon angeteasert. Passende Güterwagen haben wir auch schon im Bestand =)
Neben Holzzügen wird es also auch Bierzüge auf der Innerstetalbahn geben.
Im nächsten Teil gibt es zwei oder drei Bilder von im bau befindlichen Teil nach Altenau. Das Hauptaugenmerk wird aber beim Abschnitt Goslar - Salzgitter-Ringelheim liegen. Dort sind die ersten paar Kilometer ausgestaltet