Hallo zusammen,
wie versprochen gibt es mal ein größeres Update zur Harzbahn! Die letzten Meter sind immer die schwierigsten im Streckenbau. Wie Stephan218 bereits letzten Monat mitgeteilt hat: der anspruchsvollste Teil des Harznetzes ist endlich fertig: die Innerstetalbahn von Goslar über Langelsheim und Clausthal-Zellerfeld nach Altenau. Aber es gibt immer ein paar kleine Lücken in der Ausgestaltung, die man vor sich her schiebt. Zusätzlich wollten wir das Thema Industrieanschlüsse (die in vielen anderen Strecken sträflich vernachlässigt werden) konsequent zuende führen. Es gibt also noch eine Zugabe. Ich berichte mal von Bild zu Bild...

Einer der Stellen, die uns bis zum Ende große Kopfschmerzen bereitet hat. Beim Kilometer 19,5 kreuzen wir die Bundesstraße 242 richtung Seesen, welche gleichzeitig die Innerste kreuzt, während die L515 uns geradeaus nach Wildemann folgt. Diese Stelle ist sehr markant und bis auf die Gleise und BÜ Anlage heute noch genau so vorhanden. Der Bahndamm, die Betonbrücke und die Verkehrsinsel sind alle Marke Eigenbau. Die Markante Steintreppenmauer, die zum Waldabhang abgrenzt, ist ein zufälliger Glücksgriff aus dem Assetpool der Strecke Hamburg-Hannover.

Eines der vielen "Easter Eggs" abseits der Strecke! Oberhalb des blauen Sees der sogenannte "Hundewald". Taste 8 Fans werden auf der Innerstetalbahn viel zu entdecken haben. Stephan218 sagte kürzlich zu mir: "ich habe bis heute nicht alles gefunden, was du da so hingebaut hast". 

Am Standort des Bahnhofsgebäudes Wildemann klafft weiterhin eine Lücke. Einige klanghafte Namen aus der Community haben uns mit Objekten zugearbeitet. Wildemann haben wir irgendwie alle vergessen. Wenns keiner mehr macht, kommt irgendwas dahin, was so ähnlich aussieht...

Der Bahnhof Lautenthal hat nun auch seine Laderampe für die Holzverladung erhalten. Wer lust hat, kann nun überall entlang der Strecke Holzwagen einsammeln und in Langelsheim oder Oker abgeben. Schön wäre natürlich eine V90 in guter Qualität von Virtual Railroads zu haben. Sonst muss die Kuju V90 herhalten oder halt die BR 204, welche hier aber nie gefahren ist. Leider fehlt uns ca 50% des Rollmaterials, welches im Harz vor 25 Jahren unterwegs war. Meinen Unmut darüber, habe ich oft genug kundgetan.

...und was ist jetzt neu? Chemetall Langelsheim! Vorher nur angedeutet, jetzt voll ausgestaltet und ausgebaut zum Zusammenrangieren der Kesselwagen, die anschließend von Langelsheim richtung Braunschweig Rbf gehen.
Assets wurden dieses mal keine gebaut. Alles irgendwie zusammengezimmert aus vorhandenen Gebäuden. 100% Real? Defintiv nicht! Privates Firmengelände, kaum Bilder oder Informationen vorhanden. Wir haben es im Rahmen unserer Möglichkeiten "mit reingenommen" um die Spielmöglichkeiten auszuweiten.

Während die Innerstetalbahn mit starker Steigung nach links wegknickt, führt dieses Gleis weiter entlang des Firmengeländes. Zwei Gleise zur Abstellung von Kesselwagen zweigen davon ab. Hier hinten ist alles ohne Signale und mit Handweichen.

Hinter dem Firmengelände überqueren wir die Innerste und oberhalb quert die Ortsumgehung von Langelsheim. Wo führt das Gleis wohl hin?

Ein Wirrwarr aus Weichen, ein unbeschrankter Bahnübergang, SH 2 Scheiben und was ist das? Ein alter Hektometerstein. Kenner der Region haben es vielleicht schon gewusst: das alte Gleis der Innerstetalbahn nach Lindthal. Im Jahre 1963 wurde die Strecke aufgrund des Baus der Innerstetalsperre neu trassiert. Die Stelle ist bis heute vorhanden und durfte natürlich nicht fehlen.

Die alte Innerstetalbahn nach Lindthal endet nach guten 2 Kilometern am Prellbock in dichten Gebüsch ... weiter gehts gleich im Teil 2!