Ich bin ja ein Befürworter von n-Wagen. Aber eigentlich ist es traurig, dass man sich über 50 Jahre alte Wagen im Einsatz noch freuen kann.
Eigentlich sollte man sie als positive Erinnerung pflegen und nicht als positive gegenwärtige Erscheinung.
Doch der Sitzkomfort dieser alten Wagen macht sie für mich zu einer Bereicherung des Bahnverkehrs.
Auf Übersetzfenster kann ich zugunsten einer funktionierenden(!) Klimaanlage verzichten. Auf bequeme Sitze aber nicht. Und der Mittelhessen-Express mit BR 442 bietet mir nur schmale, brettharte Sitze mit wenig Beinfreiheit.
Außerdem sind die n-Wagen-Sitze schön hoch. So hat man auch mit 1,90m noch eine Kopfstütze und man sieht die anderen Menschen kaum bis gar nicht. So fühlt man sich weniger wie in einem Massentransportmittel.
Dazu ein Bild im Anhang, damit ihr seht, was ich meine. Der Wagen sieht leer aus - ist er aber nicht. Da saßen wenigstens mal fünf Leute.
Dass modernes Rollmaterial auch super komfortabel sein kann, beweisen unsere jüngst modernisierten Doppelstockwagen oder die BR 1440. Ebenso der SÜWEX und selbst die BR 430 hat zumindest für eine S-Bahn bequeme Sitze.
Also solange die DB und manche EVU´s ihre Triebwagen mit 3. Klasse-Sitzen ausstatten, freue ich mich über jeden planmäßig verkehrenden n-Wagen!
Gruß
einMonster
P.S. In den ICE´s sind die Sitze eig. gar eine bodenlose Frechheit! Hart und auch nicht ergonomisch. Bei den Kopfkissen muss man Glückhaben, dass es da hängen bleibt, wo man es möchte. Da hilft nichtmal die 1. Klasse. 3 Stunden Velaro D "erstklassig" von Paris nach Frankfurt. Hatte nach 20 Minuten schon Sehnsucht nach dem TGV von der Hinfahrt. Wenn Nahverkehrswagen (wie z.B. Dosto) schon bequemer sind als Fernverkehrswagen, läuft doch was falsch, oder?