Ich habe den guten, alten FS 2004 mal wieder ausgegraben und wie auch im TS bevorzuge ich dort den Gütertransport. Dank des exzellenten Addons "Air Hauler", das eine WiSim in den FS bringt, macht das auch jede Menge Laune. 
Als ich nun eine Ladung Computerteile mit einer ollen Boeing 727-100F von Seattle (KSEA) nach Memphis (KMEM) liefern wollte, fiel mir ein dringender Auftrag in der Liste der vefügbaren Angebote auf: Eine Spenderniere sollte von Kalispell, MT (KFCA) nach Memphis gebracht werden. Da dieser Airport quasi auf dem direkten Weg lag, nahm ich diese Auftrag auch noch an, obwohl die Bezahlung dafür miserabel ist und geringer ausfällt als die Landegebühr auf den meisten größeren Flughäfen...aber was tut man nicht alles fürs gute Gewissen.
Also rein in die 721 und bei miserablem Wetter in KSEA gestartet. Kurz nach dem Start bei erst 1000ft AGL jedoch fielen die Triebwerke in den Idle-Modus und reagierten nicht mehr auf Inputs. Ohne Schub blieb nur noch Beten und Bangen, dass die unausweichliche Bruchlandung möglichst glimpflich ausfallen möge. Dies geschah jedoch leider nicht, und eine Baumgruppe besiegelte das Ende der Boeing und ihrer Fracht. Wie durch ein Wunder blieb die Besatzung jedoch unverletzt.
Die einzige andere zu diesem Zeitpunkt verfügbare Maschine meiner Airline war eine kleine Cessna, die auf einem Provinzairport in Utah (dort wo die Mormonen schön wohnen) stand, also ging es nun damit in Richtung Montana. Durch flauschige Wolken ging es an Salt Lake City vorbei und die Niere wurde in KGFA problemlos aufgenommen. Da die Cessna sehr langsam ist und auch nicht die notwendige Reichweite für den Direktflug nach KMEM besitzt, wurde der Flughafen von Wolf Point, MT (KOLF) angeflogen, wo eine ATR 42 meiner Airline erwartet wurde um den Weitertransport nach Memphis zu übernehmen.



In KOLF angekommen, stand die ATR auch schon bereit und somit wurde keine Zeit verschwendet und die Niere schleunigst umgeladen. Dann gings auch schon ab in Richtung Memphis.


Dieses wurde im letzten Tageslicht erreicht, und dann hieß es nur noch, einen Stellplatz zu finden. Klingt leicht, isses aber nicht. Auch zwei Maschinen der Konkurrenz von UPS hatten sich dorthin verirrt, aber diese standen selbstverständlich weit weg vom Schuss auf einem abgelegen Apron. 


Und was blieb unterm Strich?
Ausgaben:
(-9.459.868€) Reparaturkosten für die Boeing (nicht bezahlt, Maschine an Leasinggesellschaft zurückgegeben und über Versicherung als wirtschaftl. Totalschaden abgeschrieben^^)
-1.957.055€ Strafzahlung wegen vorzeitiger Kündigung des Leasingvertrages
-188.256€ für die Computerteile
~25.000€ Treibstoffkosten
~900€ Landegebühren
Einkommen:
+405€ für die Spenderniere
+gutes Gewissen, ein virtuelles Menschenleben gerettet zu haben 