Das Injezieren der neuen Dateien in das beim User auf Nutzungs-Lizenz basierend installierte Produkt, stellt eine Manipulation des Produktes dar. Egal wie man nun da neue Inhalte zufügt, es manipuliert das Produkt, da es dieses abändert, in welcher Form auch immer. Das kann vom Urheber im Rahmen der Nutzungslizenz und Nutzungsdauer eingeschränkt werden. Ein Auto besitzt man und man kann damit am Ende machen was man will. Ein digitales Produkt, wie ein AddOn im TS jedoch besitzt man nicht. Man darf es nutzen, nicht verwerten. Verwertungslizenzen sind weitaus teurer. Diese erlauben dann durchaus auch die Manipulation des Produktes und dessen Weiterverbreitung in dieser Form (oder eben nur der zusätzlichen Dateien, je nach Lizenz). Bei Softwareprodukten ist alles ein wenig anders als bei Produkten die man wirklich in Besitz nimmt durch den Kauf (materielle Güter). Aber das Thema hatten wir schon so oft. Es versteht kaum ein Kunde wirklich, oder will das gar nicht wissen, was ich verstehen kann. Dennoch müssen die Wünsche des Lizenzgebers hier respektiert werden. Zuwiderhandlungen können (nicht müssen) strafrechtlich verfolgt werden, wenn dem Urheber danach ist. Bekommt er dabei Recht zugesprochen, spielen die Kosten auch kaum eine Rolle. Also auch The Forge könnte das tun und wenn es nur dazu dient die Grenzen aufzuzeigen. Ob das dann nun wirklich passiert, steht auf einem anderen Blatt. Aber ihr könnt euch das nicht einfach so zurechtlegen wie es euch gefällt und am besten in den Kram passt. Das ist einfach falsch.
Bei Repaints macht man es halt, um als Hersteller sich die Möglichkeit offen zu halten, selbst diese Varianten zu erstellen und ggf. zu vermarkten. Alles legitim.
Bei anderen Manipulationen wie Scripte, technische Dinge allgemein und eben auch Sound, geht es meist nur darum, dass durch sowas halt Iterationen entstehen am Produkt und man als Hersteller am Ende auch dafür gerade steht beim Kunden (Support). Das werden jetzt viele verneinen und meinen, dass man das im Mod ausschließen kann, aber da ist es rein rechtlich eben so, dass der Hersteller dennoch für das Produkt am Ende haftet. Hat der User also 30 Mods über das Produkt drüber gezogen und hat dann Probleme, wird er sich meist an den Hersteller wenden. Der wiederum kann dem Kunden dann nicht helfen, weil das Produkt manipuliert wurde und so dreht man sich im Kreis und der Kunde widerruft nachher sogar noch seinen Kauf deswegen (PayPal machts halt möglich, da der Verkäufer hier immer der Dumme ist, egal wie wenig Recht der Kunde hat mit seiner Einwände). Man könnte jetzt als Hersteller natürlich beim Verkauft der Lizenz einen Passus anfügen, der den Support gänzlich ausschließt. Dann wären Mods theoretisch unproblematisch, aber eben nur theoretisch, denn ein Kunde erwartet nun mal Support, egal ob er ausgeschlossen wurde oder nicht. Am Ende gewinnt der Kunde den Krieg und der Hersteller verliert die Einnahmen, wobei der Kunde (zumindest bei PayPal Bezahlung) das Produkt dennoch weiterverwenden kann. Fragt mal Ulf wie viele Kunden einfach Geld zurückbuchen und das mit den fadenscheinigsten Ausreden. Also ist das auch keine Option. Egal wie man es am Ende versucht zu lösen, es landet alles auf den Schultern des Herstellers. Was macht der um dem zu entgegnen? Er verbietet oder erhöht entsprechend die Preise um die Ausfälle und zusätzliche Support-Arbeit zu kompensieren.
Is alles nicht so einfach wie ihr euch das gern ausmalt. Da stecken so viele Komplexitäten allein nur darin, ganz ab von der Herstellung des Produktes selbst.
PS: gilt natürlich alles nur für Manipulationen, die auch verbreitet werden sollen (das schließt Anleitungen zur Manipulation ein).