Schwerer finde ich eine fiktive Strecke.
Ich bin da noch sehr zwiegespalten.
Einerseits kann man bei einer fiktiven Strecke alles passend machen, was gerade nicht passt. Da is'n Berg im Weg? Egal, Berg planieren oder Tunnel durch.
Gleisharfe? Klaro, wie es gerade so passt. 12 Gleise? Darf es 1 Pfund mehr sein? Geschnitten oder am Stück?
Kohlekraftwerk? Kein Problem. Den Platz schaffen wir uns mal eben.
Andererseits:
Ist das überhaupt sinnvoll, was ich da Fiktives baue?
Und (jetzt kommt das Schwierigste, finde ich), jeden Aspekt der Signalisierung muss man sich selbst ausdenken.
Jedenfalls die Gestaltung betreffend machte ich viele Experimente, so hatte ich da ein Kohlekraftwerk (hab viel darüber gelesen, um das Monstrum halbwegs realistisch bauen zu können), eine Glashütte, eine kleine Brauerei mit Gleisanschluss zur Be-/Entladung und Vieles mehr.
Irgendwann merkte ich aber, dass das nur eine verspielte Modellbahn ist und mir außer Erfahrung und Übung irgendwie nichts gibt. Also nahm ich diese ganzen Kenntnisse und baute was Reales. Da hatte man dann wieder andere Schwierigkeiten, weil man da nicht mal eben was passend machen konnte. Die 500m-Weiche musste da hin, auf Teufel komm raus, wenn da eine war, und wenn der TS streikte, weil es da zu eng war, hatte man ein echtes Problem.
Beides hat Vor- und Nachteile mit seinen ganz eigenen Annehmlichkeiten und Schwierigkeiten.
Der Lerneffekt bei einer Fiktiven Strecke war aber (für mich) erheblich größer, weil man sich so richtig austoben konnte... gleich einem Abenteuerspielplatz oder einem Labor.