Beiträge von Mistral

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    Pendolino der BR 610 oder 611 wie sie auf dem Abschnitt
    Immendingen-Donaueschingen zu sehen sind.

    Nur am Rande, damit das nicht so falsch stehenbleibt: die Baureihe 610 ist im Schwarzwald niemals planmäßig gefahren. Sie war zeitlebens nur im Dreieck Nürnberg / Regensburg / Hof und ein paar ergänzenden Strecken - z.B. nach Furth im Wald - unterwegs und ist tatsächlich inzwischen komplett ausgemustert.

    Wie @Schienenbusfan schon schrieb (während ich noch getippt habe :D ) In Süddeutschland war die Kombi Silberlinge/111 schon sehr normal - zumindest die Münchner 111 waren viel im Regionalverkehr unterwegs, spätestens seit der zweiten Hälfte der 80er nach Ausmusterung der 118/144. Gerade im Raum Regensburg war die 111 eine Landplage (normal vor Eilzügen Regensburg - München, Regensburg - Passau oder Regensburg - Nürnberg). Ziemlich sicher war die Kombi 111/Silberlinge aber auch von München in Richtung Alpen oder Augsburg / Ingolstadt normal. Eine passende TS-Einsatzstrecke wäre daher M - GAP bzw. die Karwendelbahn. Zumindest habe ich dort fast immer entweder 111 oder 141 gesehen, Zehner gab es in Bayern ja seltener. Ich erinnere mich an kaum einen Eilzug, der nicht zum größeren Teil aus Silberlingen bestand. Bei Wendezügen waren manchmal yl-Wagen eingereiht, bei Zügen ohne Steuerwagen war wegen des Gepäckabteils oft ein BDm, aber auch andere m-Wagen im Zug.


    Aber auch Nahverkehrszug-Leistungen waren alles andere als ungewöhnlich. Man muss dabei immer bedenken, dass in München zur "besten Zeit" ungefähr 150 Exemplare stationiert waren! Im Fernverkehr kamen sie u.a. vor FD's bis Norddeutschland. Ich meine, dass es sogar außerhalb von Bayern einzelne Regionalzug-Leistungen gab (Frankfurt - Kassel fällt mir da ein).


    Meine eigenen Beobachtungen stammen aus den Jahren 1987 bis 1992/93, für danach würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen...

    Modellbahnliteratur könnte auch sehr hilfreich sein. Es gibt jede Menge Bücher und Broschüren mit Anregungen für Gleispläne, wobei auch oft die Prinzipien, die zur Bildung bestimmter Gleisanlagen geführt haben, erklärt werden. Sicher taugt nicht alles etwas; zu den qualitätvolleren Publikationen gehört sicher die Reihe MIBA-Modellbahn-Praxis.


    Je nachdem, wo Du wohnst, ist ein Gang in die Stadtbibliothek sinnvoll. Einen kleinen Modellbahn-Bestand haben wohl die meisten.


    @StS war jetzt ein wenig schneller :D . ich lasse meinen Beitrag trotzdem so stehen...

    o/b-Variante mit dem häufiger verwendeten beigen Streifen zwischen Rahmen und Aufbau

    Und so sieht sie aus - zum Unterschied zu den zuerst umlackierten Fahrzeugen, deren Rahmen zu dieser Zeit noch nicht saniert werden musste und daher schwarz bieb, wurden bei dieser gründlicheren Modernisierung bei vielen - wenn auch nicht bei allen - Wagen die Fenster in den Endtüren mit gummigefassten Rahmen ausgestattet, die eloxierten Fensterrahmen wurden beige lackiert und die Klassenziffern um jeweils eine Position von den Türen wegversetzt.


    Und das Innenmodell sieht jetzt auch bei Nacht & Regenwetter ganz brauchbar aus 8)

    gammlige Bundesbahnstrecke

    Die Infrastrukturen waren zu Bundesbahnzeiten nahezu alle in einem besseren Unterhaltungszustand als heute, von daher trifft der Begriff "gammelig" viel eher auf die heutige Situation zu.
    Die Bahnhöfe waren bis in die 90er hinein gepflegt, es gab besetzte Empfangsgebäude, in denen man Fahrkarten kaufen und wettergeschützt warten konnte, usw.


    Damit will ich aber auf gar keinen Fall sagen, dass "früher alles besser" war.

    nur denk ich mal, das die meisten (mich mit eingeschlossen) leider nix damit anfangen können.

    Mir geht's genau umgekehrt. Und jetzt? Nicht nice, oder?


    Nahezu alle RW-Strecken sind im aktuellen Zustand, da hat's nun wirklich keinen Mangel. Und man muss es halt auch mal ohne Gequengel ertragen können, wenn etwas geschieht, was einem selbst entweder nicht gefällt oder einfach nur nicht interessiert.

    Hallo @DB-Freund

    o/b-Variante mit dem häufiger verwendeten beigen Streifen zwischen Rahmen und Aufbau

    ja, selbstverständlich, das ist die dritte von mir erwähnte Farbvariante. Sie wirkt, finde ich, auch etwas eleganter als die in den ersten Jahren umgesetzte "Sparlackierung".


    Danke für die Zugbildungen! Immer wieder interessant, was es alles gab. Gerade auch die Kombination mit Umbaudreiachsern... :whistling:

    Ein paar Bilder von meiner persönlichen allerliebsten Lieblingsstrecke im TS: Triangle du Cantal. Mittlerweile ist die vierte Version auf der Seite des Autors, Roger Morot, erhältlich.


    Auch wenn die kleine Tenderlok modellbautechnisch nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist - die Strecke ist es absolut und Monsieur Morot hat sie ausgesprochen liebevoll umgesetzt, da stimmt jedes zeittypische Detail.
    Schon das (leider einzige) mit der Strecke mitgelieferte Szenario macht durchaus Spaß: die lange Steigung von Vendes hinauf nach Mauriac in Doppeltraktion ist ganz schön fordernd, und man hat unterwegs viel zu gucken.

    Ja, die V80 ist sicher auch ein Thema. Es wäre natürlich gut, wenn man dafür eine oberfränkische Nebenbahn im Zustand der 60er/70er hätte :D


    Ich persönlich mag die Baureihe sehr, bezweifle aber, dass sie jemand baut. Schon wegen des begrenzten Einsatzgebietes...

    Um es vorwegzunehmen: Leider muss ich Euch ein wenig enttäuschen, was die Steuerwagen angeht.


    Der Inhalt des (ersten) Paketes der Mitteleinstiegswagen steht und wird folgende Bauarten umfassen:


    AByl411
    Byl421
    Byl422
    BDyl458
    ... jeweils in allen drei Lackierungsvarianten.


    Die letzteren beiden Bauarten waren beim Vorbild ja aus ehemaligen Steuerwagen entstanden (Byl422 aus Bylf436 und BDyl458 aus BDylbf456). Die 3D-Modelle im Ursprungszustand habe ich bereits "für die Schublade" umgesetzt.
    Bei fast allen der insgesamt 119 gebauten yl-Steuerwagen wurde bei der Bundesbahn bereits früh, also ab 1973, die Steuereinrichtung außer Betrieb genommen. Nach und nach wurden die Wagen dann auch äußerlich verändert, u.a. die Frontscheiben verblecht. Ich kenne z.B. nur ein einziges Foto eines geschobenen Wendezuges mit einem in ozeanblau-beige umlackierten BDylf457 aus dem Jahr 1983, alle wenigen anderen Bilder zeigen grüne Steuerwagen, z.T. aber auch schon mit abgeschalteter Steuereinrichtung.
    Langer Rede kurzer Sinn: die Steuerwagen sind m.E. für die zweite Hälfte der Einsatzzeit nicht mehr so relevant.


    Und dann gibt es natürlich die Frage nach der Kompatibilität mit geeigneten Triebfahrzeugen. Die gerade erschienene 218 ist dabei gar nicht mal die wichtigste Baureihe, denn deren Serienbeschaffung begann bekanntlich erst 1971. Die V100 wäre sicher relevanter, und natürlich die V200. Die V200 - so unbefriedigend das TS-Modell auch ist - stellt mit ihrem Minimal-Scripting sicher eine Basis dar, für die man recht unaufwendig eine Wendezugsteuereung umsetzen könnte.
    Bei den E-Loks müsste man vor allem an die E40 und E41 anpassen. Wie das gehen könnte, darüber werde ich mir nach Fertigstellung des 614 mal Gedanken machen. Mein ursprünglicher Plan war es, die Mitteleinstiegswagen zusammen mit einer E44 zu veröffentlichen; nachdem die Lok aber nun von einem anderen Entwickler kommt, habe ich das Projekt aufs Abstellgleis geschoben.


    Fazit:
    Ein zweites Wagenpaket ist in Planung, das sicher den schönen Ayl401 und vielleicht auch den Halbspeisewagen BRyl446 (und, falls sich Innenansichten finden sollten, das Einzelstück Dyl961) enthalten werden. Dazu kommen dann - sicher - auch die nicht fahrbaren Steuerwagenvarianten. Alles andere wird man sehen, ich möchte da aber nichts versprechen.

    Noch einmal kurz zu dieser Schneeräumer-/Frontscheibenrahmendiskussion:


    - die Rahmen waren nicht "silberfarben", wie hier immer mal wieder geschrieben wurde, sondern bestanden aus gut 3,5 cm breiten, gegeneinander verschraubten Aluminiumprofilen. Ab Werk wurden die Alurahmen nur bei einigen der letzten 218.4 (ab Betriebsnummer 453) verbaut, aber eben auch nicht konsequent bei allen bis zur 499. Bis zu den ersten großen Umstationierungsaktionen der 218er (späte 90er, frühe 2000er Jahre soweit ich mich erinnere) waren quasi alle Aluminiumfenster-Loks entweder in Kempten oder in Lübeck stationiert. Erst ab 2002 und zum Teil erst in den letzten Einsatzjahren nach 2010, erhielten auch noch andere - wenngleich nicht sehr viele - Exemplare aller Betriebsnummergruppen (soweit mir bekannt ist mit Ausnahme der Vorserienmaschinen) diese Rahmenbauform.
    Meines Wissens geht der späte Einbau der Metallrahmen auf das Baumuster 218 441 zurück, die 2001/02 aus verunfallten Loks neu aufgebaut wurde. Mit ihr sollten Möglichkeiten einer grundlegenden Modernisierung der Baureihe getestet werden.


    - Schneeräumer wurden, wie @Schienenbusfan schon schrieb, bedarfsweise an- und abgeschraubt. Fotobelege zeigen aber eine auffällige Häufung von ganzjährig angebrachten Schneeräumern bei einigen klassischen Flensburger Loks der Betriebnummern zwischen etwa 170 und 190 sowie bei Haltinger Loks (so ab Nummer 280). Ansonsten mal hier, mal dort eine. Von den Regensburger Loks habe ich nur die 230 über viele Jahre hinweg immer mit Schneepflug angetroffen.


    Es gibt noch eine Reihe weiterer Unterscheidungsmerkmale (die Steckdosen an der Front, die Form der Befestigung der Kupplung oder die Behälter für die Spurkranzschmierung für die höheren Betriebsnummern). Ich persönlich habe aber nicht den dringenden Wunsch, dass all das noch umgesetzt wird. Stimmige Varianten für die beiden Epoche-IV-Lackierungen wären mir jetzt wichtiger, aber die kommen ja irgendwann.

    Das sieht toll aus, gar keine Frage, und ich freue mich schon sehr darauf.
    Nur eine Winzigkeit, die mir jetzt beim Durchklicken der Bilder auffiel: auf dem zweiten screenshot frisst sich der Mähdrescher gerade durch ein Rapsfeld (zumindest sieht es danach aus). Im echten Leben wäre es keine gute Idee, Raps zu ernten, der noch in voller Blüte steht :D

    Naja, selbstverständlich gibt es Bilder im Netz, die diesen Tunnel zeigen. Ich mache so etwas nicht zum ersten Mal, wenn mir auch hier offenbar jetz das Fingerspitzengefühl für das "richtige" Rätselbild gefehlt hat :S


    Im übrigen ist die Vermutung von @steamtrain25 richtig.


    Jetzt könnte ich noch einen weiteren, naheliegenden Tipp geben, ohne den Ort zu nennen, dann wäre dieses Rätsel schnell erledigt.

    Ja, genauso geht es mir selbst immer bei den Bildern, auf den nur ein bisschen Gleis und vielleicht ein Signal zu sehen ist - das ist dann wiederum für mich ein guter Witz, wenn das jemand für einfach hält. Ich weiß nicht, was alles hier "Schwarmwissen" ist. Aber gut.
    Meiner Meinung nach kann man das schon herausfinden. Ich gebe natürlich gerne Hinweise.


    - Das Foto ist von 2011. Vielleicht für den einen oder anderen Betrachter öde, aber ich find's ziemlich bemerkenswert, dass ausser zwei Tags an den Fliesen keine Spuren der heutigen Zeit vorhanden sind.
    - früher war an diesem Bahnhof mal mehr los, auch eine Etage weiter oben

    Weniger das Auge (ich brauche schon wieder eine neue Brille) als vielmehr die Erinnerung funktioniert noch ganz gut. Ich war in Oldenburg zuletzt ~1993, aber die Relikte der Gepäckbahnsteige in Form der Aufzüge zum Posttunnel und der Lokschuppen in Tieflage kamen mir irgendwie bekannt vor... Trotzdem dankt mein Auge @143er sehr für das unverdiente Lob.


    Auch wenn @intertrain noch nicht offiziell aufgelöst hat - ein neues Bild kann ich erst heute abend einstellen. Wenn sich also jemand vor 19 Uhr dazu berufen fühlt - bitteschön, gerne!