Wer keine Haustiere hat braucht hier nicht weiterlesen weil es ihn vermutlich nicht interessieren wird.
Wir haben vor 7 Jahren zwei Kater (Brüderchen) aus dem Tierheim angeschafft. Vor gut 3 Jahren haben wir noch einen zusätzlichen Kater vom Nachbarn den wir schon fast 30 Jahre kennen aufgenommen.
Es war abzusehen das der Nachbar sich nicht mehr kümmern kann und somit nur das Tierheim blieb. Allerdings hat sich der Kollege damals richtig gut eingelebt und untereinander gab es es auch kein Zoff somit stand fest das er bei uns ein neues Heim gefunden hat. Einer von den Brüderchen ist aber leider an Diabetes erkrankt was nach einem üblichen Arztbesuch im Januar festgestellt wurde. Nach einigen Bluttests war er dann auch gut eingestellt und hat bis gestern jeweils 2 Spritzen Insulin je 4 Einheiten täglich bekommen. Die letzte Kontrolle war vor etwas über einen Monat und alles war bestens gewesen das nur vorab.
Heute morgen um ca 6:15 Uhr aufgestanden und gleich gemerkt das etwas nicht stimmt. In der Regel stehen alle Katzen da und warten auf ihr Frühstück aber einer fehlte heute leider und kam auch nicht als nach ihm gerufen wurde. Kurz nachgesehen wo er steckt und schließlich gefunden. Der Kater also der Insulin Patient lag in seiner eigenen Ka...völlig steif und unterkühlt und hat nur noch gestöhnt und war nicht ansprechbar. Um 6:30 Uhr haben wir dann den Tierarzt per Telefon kontaktiert der dann versprochen hat gegen 7:30 Uhr in der Praxis zu sein denn vorher würde er es nicht schaffen. Man glaubt gar nicht wie langsam da die Zeit vergeht da werden 5 Minuten zu gefühlten 20 Minuten. Meine Frau hat die Situation eigentlich gut im Griff gehabt was ich von mir nicht gerade behaupten kann. Ich bin bei so was eher das absolute Weichei weil ich meine Gefühle dann nicht so im Griff habe was ich aber keinesfalls als Schwäche sehe. Ich hatte andere Lebensabschnitte wo ich mich oft gefragt habe was denn passieren muss das ich nur eine einzige Träne vergießen kann aber das ist schon lange Geschichte. Es ist dann diese gewisse Hilfslosigkeit die sich da einstellt weil man nicht weiß was man jetzt machen soll.
Beim Arzt hatten wir eigentlich damit gerechnet das der Blutzuckerwert zu hoch ist aber dazu passte die Muskelverkrampfung nicht die der Kater hatte. Erst mal gab es eine Spritze um ein Kreislauf wieder in Gang zu bekommen und nach dem Bluttest stand fest das der Kater völlig unterzuckert war. Der Blutzuckerwert lag nur noch bei 63,9 und Körpertemperatur nur bei 31 Grad
Alles mögliche wurde jedenfalls eingeleitet und nach einer Beobachtungszeit von über 2 Stunden konnten wir ihn dann wieder abholen. War noch wackelig auf den Beinen aber das hat sich im laufe des Tages dann gelegt.
Momentan machen aber die beiden anderen Kater jetzt Probleme wobei sich das jetzt schon etwas entspannt hat. Die haben das ja heute morgen alles mitbekommen und seit dem ist wirklich Katerstimmung. Der zugereiste Kater verhält sich relativ Neutral gegenüber dem Patienten aber hat den Tag über mehr oder weniger nur abgehangen was absolut untypisch für ihn ist. Der andere das Brüderchen hat sich den ganzen Tag verkrochen und faucht selbst meine Frau an was der sonst nie gemacht hat. Mittlerweile ist das aber schon besser geworden aber da soll mir nochmal einer erzählen den Tieren geht das irgendwo vorbei.
Morgen nochmal zum Arzt und dann sehen wir weiter. Im besten Fall weil ja eigentlich nicht anders sein kann hat sich die Bauchspeicheldrüse wieder regeneriert was ich mir aber nicht wirklich vorstellen kann aber sonst ist der niedrige Zuckerwert nicht zu erklären.
Das sind halt so Tage die man nicht wirklich braucht. Aber da wird einem so richtig bewusst wie sehr man doch an seinen Haustieren hängt. Die gehören praktisch zum täglichen Leben dazu ohne wenn und aber.
Sorry wenn ich euch jetzt damit auf den Nerv gegangen bin aber mir war so danach.