Hallo Midrex,
als erstes muss ich wieder mal sagen, dass ich keine verbuddelten Signale mag. Im Grunde sollte alles mit den sichtbaren Signalen möglich sein, unter Umständen muss man aber Einschränkungen in Kauf nehmen.
Als erstes muss ich leider sagen, dass das Ra11a zu den Formsignalen gehört und keine Ahnung von der Folgeabhängigkeit hat, da diese ja nun erst bei den HV-Signalen umgesetzt wurde. Außerdem ist diese Folgeabhängigkeit nur für die Abhängigkeit von Hauptsignalen untereinander gedacht. Das Ra11a gehört aber zu den Sperr- oder Rangiersignalen. Dort kann ja der Haken für Gruppensignal (Annäherungskontrolle) gesetzt werden.
Du hast aber das Problem, dass Du am Einfahrtsignal auf dessen Vorsignalschirm den Signalbegriff vom Ausfahrtsignal angezeigt bekommen willst. Hier muss man mal die oberste Priorität sehen und somit würde ich die Links 1+ vom Einfahrtsignal E1 bis hinter die letzte Weiche vor das Ausfahrtsignal ziehen. Nur damit bekommst Du am Einfahrtsignal den zu erwartenden Signalbegriff vom Ausfahrtsignal.
Aber was nun mit dem Ra11a? Diese werden nun einfach dazwischen gesetzt und werden somit als eingebettete Rangiersignale behandelt.
Die grundsätzliche Frage ist doch, wie weit geht beim Vorbild die Fahrstraße für eine Einfahrt in Gleis 3. Da dort nur ein Rangiersignal am Ende steht, gehe ich davon aus, dass bei einer Einfahrt auch die Weichen hinter dem Rangiersignal mit der Fahrstraße festgelegt wurden.
Hierdurch entstehen natürlich auch Nachteile, denn solange der eingefahrene Zug am Gleis 3 auf dem Bahnsteig steht, ist keine 2. Einfahrt über das Signal E1 möglich, da der Zug noch im Weichenbereich steht und diesen noch nicht verlassen hat. Einfahrten von anderen Einfahrtsignalen oder Ausfahrten sind jedoch möglich.
Viele werden nun natürlich die Verlinkungsregel im Kopf haben, dass die Links 1+ direkt nach der letzten Weichen im Einfahrtbereich liegen müssen. Aber dies ist ein Sonderfall. Wir hatten ähnliches schon einmal bei Prelli mit einer zu deckenden Weiche am Bahnsteigende.
Wie läuft nun eine Zugkreuzung ab?
Alle zur Zeit veröffentlichten Signale lösen die Belegung des Weichenbereiches auch auf, wenn seit dem Beginn der Belegung (Einfahrt) hinter dem Zug befindliche Weichen umgestellt wurden und der Zug dann den Weichenbereich über den Link verlässt, mit dem er eingefahren ist. Klingt kompliziert ist aber einfach mit einem Beispiel zu verstehen: Zug 1 fährt über Einfahrtsignal E1 in das Gleis 3 ein und soll den Bahnhof in Richtung G wieder verlassen. Auf Gleis 4 wartet Zug 2 auf die Ausfahrt in Richtung [Einfahrtsignal E1]. Also eine Zugkreuzung. Ist Zug 1 eingefahren und wartet nun am Bahnsteig 3 kann der Zug 2 ausfahren. Hierdurch werden aber die Einfahrtweichen umgestellt und der ursprünglich verbundene Link des Einfahrtsignals E1 unterbrochen. Der Weichenbereich von E1 ist ja immer noch belegt. Fährt dann später der Zug 1 in Richtung G aus, wird der Weichenbereich trotzdem frei gegeben. So etwas ging bei den Kuju-Signalen nicht. 
Alles schick? Nein.
Problematisch wird es nur, wenn der Zug 1 nach der Einfahrt das Gleis über einen anderen Link verlässt, wie der, der bei der Einfahrt verbunden war. Hierbei verbleibt der Weichenbereich des Einfahrtsignals in belegtem Zustand.
Man muss also alle möglichen Zielgleise gesehen vom Einfahrtsignal auch verlinken. Ich sehe da 4 Ausfahrtsignale (Link 1-4) und 2 Abstellgleise (Link 5+6). Und jetzt kommt natürlich die Frage nach der Signalisierung zu den Abstellgleisen. Da ich mit einem Hp2 einfahren will, muss ich hier im Einfahrtsignal für die Links 5+6 das Häkchen im Feld "Annäherungskontrolle" setzen. Dann bekomme ich Hp2+Vr0 bei einer Einfahrt in Richtung Abstellgleis.
Was ist nun der schlimmste Fall?
Nicht zu lösen ist der Fall, dass nach der Einfahrt Kopf mache und in entgegengesetzter Richtung über das andere nicht bezeichnete Einfahrtsignal den Bahnhof wieder verlasse. Hierbei bleibt der Weichenbereich vom Einfahrtsignal E1 unweigerlich belegt.
Übrigens müssen auch aus der Gegenrichtung die Links 1+ der Einfahrtsignale bis hinter die jeweils letzten Weichen vor den Ausfahrtsignalen gezogen werden.
Gruß Schuster