Nachdem ich gerade alle vier Seiten des Threads durchgelesen habe, muss ich dem Kollegen kiter zur Seite treten, nachdem sich das Gefühl verhärtet hat, seine Argumente sind von den Falken hier nicht zur Kenntnis genommen worden.
Nach einem ersten (!) veröffentlichten Bild sind hier die folgenden Bewertungen geschrieben worden:
total verhunzt, Schund, unbrauchbarer Müll, tapezierte Bananenkiste, Mist, Gurke
Nach dem zweiten Bild wurde die Diskussion wieder etwas ruhiger, sprich sachlicher.
Kollege kiter versuchte, die Falken zu etwas mehr Höflichkeit - wohlgemerkt: nicht in der Sache, sondern in der Ausdrucksweise - zu bewegen, scheiterte jedoch. Um das, was ich sagen möchte, von der 424-Diskussion zu lösen, wähle ich ein Sinnbild aus dem richtigen Leben, um zu zeigen, was eine solche harsche Ausdrucksweise bei involvierten Personen bewirken kann:
Ihr habt im Chat ein nettes Gespräch mit einer Kollegin geführt, setzt dies in den nächsten Tagen per eMail fort. Irgendwann kommt die Frage nach einem Foto und Ihr schickt eins, von dem Ihr meint, es sei mindestens ganz passabel. Die Antwort kommt, erwartungsvoll wird die eMail geöffnet: "Dein Gesicht ist ja total verhunzt. Deine Kleidung ist unbrauchbarer Müll, und erst diese Gurkenschuhe!"
Na, was sagt Ihr nun? Wie wäre Eure Reaktion stattdessen bei einer Antwort wie: "Leider bist Du nicht mein Typ, Deine Gesichtszüge (sic) entsprechen nicht meinen Erwartungen und Dein Kleidungsstil ist - ungewöhnlich. Du solltest meiner Meinung nach..."
Irgendjemand hat den Zug gebaut. Er hat sich im Rahmen seiner Möglichkeiten oder der Vorgaben ("wir zahlen nicht mehr als 1.000 € für das Modell") Mühe gegeben und ist sicher ein bisschen Stolz auf sein Werk. Dann gebietet es unter Kollegen und im richtigen Leben die Höflichkeit, ihn mit höflichen Worten auf Verbesserungsmöglichkeiten hinzuweisen.
Gruß
Norbert